Athens: nachts, Zwischenstation


Asbjørn, Euri und ich verlassen Lefkada an einem heißen Tag. Jeder von uns hatte seine Gründe, die Ganesha nach rund 4 Wochen aufzugeben und sein Glück in anderen Projekten zu suchen. Wir brauchten drei Fahrten mit unserem kleinen Beiboot, um alle Ausrüstung und uns drei an die Kaimauer zu bringen. Johan und Alex warten auf weitere Crew noch mehrere Tage in der Bucht und vergnügen sich am Nachtleben. Wir aber nehmen eine lange Busfahrt, schlafen so gut es geht, versuchen zu verstehen, dass die Zeit auf der Ganesha vorbei ist.

Alles ging schnell – der neue Plan, der so viel mehr Abenteuer verspricht. Euri und ich landen in einem etwas heruntergekommenen Hostel, organisieren unsere Flüge und nächsten Schritte. Mein Flug geht sehr früh, ich überlasse den Schlaf anderen, ziehe durch das nächtliche Athen, es riecht, es lebt, es pulsiert, gerne hätte ich es am Tag erlebt, aber die Stadt bleibt mir nur in der Nacht vergönnt. Die Straßen sind schwach erleuchtet, an jeder Ecke schlafen Menschen auf dem nackten Boden, während keinen Meter weiter Taxifahrer streiten und Nachtgänger in Armen unter den Dächern spazieren. Ich verabschiede mich aus der Stadt mit einem Schokoladeeis und einem Busticket zum Flughafen, wo ich wieder auf Asbjørn treffe, ihn nach ein paar Stunden wieder verliere und meinen Flieger nach Norden nehme. Die nächste Phase beginnt.


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