Piz Champatsch: Saisonende am Flüelapass
Als ich kurz nach sechs auf die Engadiner Seite des Flüelapass einfahre, kommt mir das Braun der schneefreien Wiesen entgegen. Wo noch vor zehn Tagen das Weiss dominierte, ist heute ein Fußmarsch angesagt.
Von Chant Sura laufe ich kurz Richtung Pass zurück, dann gegen Norden einem wild rauschenden Bach entlang und erklimme eine erste Schulter, die etwas Sicht auf das flache Terrain gibt. Es ist ein Fleckenteppich aus Wiese und Schnee. Der Schnee ist tief und nass, der Ski bricht oft bis zum Grund durch und ich habe Mühe, meinen Kurs gegen den Piz Champatsch zu halten. Immer wieder umkreise ich apere Stellen oder offene Wasserläufe.

auf der anderen Talseite: das Flüela Wisshorn
Etwas später beginnt es zu schneien, aber richtig kalt wird es auch in der Höhe nicht. Als ich dann die Schlüsselstelle, eine steile Passage über einigen Felsen nehme und nun Sicht auf den Gipfelhang habe, da ist es wieder: das Braun, das die Landschaft dominiert, hat auch den Westhang des Piz Champatsch (2.946 m) im Griff. Ich sehe wenige Streifen Schnee, sonst nur scharfe Felsen und jede Menge Geröll. Ich nehme meine Felle ab, fahre die heiklen Stellen rasch ab und übe mich im Sulzfahren. Erst am Wagen beginnt es zu regnen, ich sitze hinter dem Lenkrad, esse etwas, schaue auf die Landschaft und weiss, das war’s für diese Saison mit dem Flüelapass.
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„Super gsi – Beginner’s Mind“ berichtet über Mark’s Reisen und Outdoor-Aktivitäten, meist Skitouren, Bergsteigen und Bike-Touren. Mehr dazu hier…














