Ochsenkopf: volle Konzentration
Mein Kalender dreht sich um die Wettervorhersage. Ich gehe immer. Der Himmel ist auch an diesem Tag wolkenverhangen und als ich Malbun (Schneeflucht, 1.467 m) längst hinter mir gelassen habe, setzt Regen ein. Später, schon im Steig zum Gamsgrat, kommt die Sonne heraus. Der Steig ist tückisch, das Gestein lose, der Pfad eine Bahn aus Rollsplit. Ich beginne an den Felsen entlang zu bouldern, es macht mehr Spaß und ist sicherer.

Der zackige Teil des Gamsgrat oberhalb von Malbun

Am Grat zum Gipfel des Ochsenkopf

Der westliche Teil des Rätikon mit Schesaplana (li hinten) , Panüelerkopf (re davor), Augstenberg (hinten re)
Auf dem Gamsgrat wirkt die Welt wesentlich freundlicher, die Hänge nach Osten sind grün und mäßig abfallend, darunter eine Herde Gämse. Ich trotte nun, weiterhin vorsichtig, dem Grat entlang und dann kurz von Westen direkt zum Gipfel des Ochsenkopf (2.285 m) hinauf. Der mühsame Teil kommt erst: der lange Abstieg auf einer Schotterbahn bis zur Straße, die zum Mattajoch (Mattlerjoch) führt. Ich weiss nun, warum beide Zugänge zum Ochsenkopf nirgends angeschrieben sind: sie sind einfach keine Familienwege. Mich wundert auch nicht, dass ich niemandem begegne. Der Gipfel bleibt heute sehr einsam.

Blick vom Gipfel des Ochsenkopf zum Galinakopf
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„Super gsi – Beginner’s Mind“ berichtet über Mark’s Reisen und Outdoor-Aktivitäten, meist Skitouren, Bergsteigen und Bike-Touren. Mehr dazu hier…













