Mt. Asahidake: Powder verdienen, dann genießen
Kristallklar klirrt die Morgenluft im lichten Wald, der Himmel violett-farben, der Schnee schwebt wie Daune, wenn er vom Boden aufgestöbert wird. Die Ruhe an diesem Tag ist vollkommen, die Landschaft wie nie berührt eine See aus hunderten bewaldeten Inseln.
Wo der Wald der alpinen Tundra weicht, findet sich nichts als Schneedünen und abgeblasene Rücken im Wechsel. Der Himmel beginnt sich rasch zu schließen, Schnee fällt und Mt. Asahidake entzieht sich ein weiteres Mal meinen Augen. Nur die Fumarole zeigen mir den Weg, der mich glücklicherweise auf der Wind zugewandten Seite vorbeiführt. Ein leichter Schwefelgeruch liegt dennoch in der Luft, wie gestern am Mt. Kamihorokamettoku.
Der Weg zum höchsten Punkt am Asahidake (2.281 m) führt über die Nordseite, die aus eingeblasenen und abgewehten Platten besteht. Steile 400 Höhenmeter, die ich bei schlechter werdenden Sicht beginne. Mit Harscheisen gewinne ich Sicherheit, aber der fehlende Kontrast am Boden macht mich schwindlig und die Spitzkehren werden zu einer Herausforderung an den Gleichgewichtssinn. Der Boden wippt, als würde ich in einem Schlauchboot sitzen. Dabei bin ich mir hundertprozentig sicher, der Hang ist sicher und bewegt sich keinen Zentimeter.
Die Abfahrt im White-out ist das Unangenehmste und fordert mich mit allem, was ich aufbieten kann. Erst am Fuß und bei der Abfahrt zu den Fumarolen kann ich durchatmen, komme wenige Minuten später in den Wald und genieße endlich das, wofür Hokkaido in der Skiwelt berühmt ist: trockener, tiefer Pulverschnee.
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