Hochgerach: Eingeständnis


Vom Gipfel des Hochgerach (1.985 m) übersehen wir den gesamten Walserkamm. Er ist langgezogen, braun und schimmert in der starken Sonne, die weiterhin den November bestimmt und den Winter nicht kommen lässt. Am Gipfel sind wir wieder alleine, kaum treffen wir auf andere Wanderer beim Aufstieg. Es ist ein Wochentag. Weiter unten ziehen Nebelschleier über den Walgau, und das Rheintal ist gänzlich unter einer dichten Nebelschicht verschwunden, nur der Kummenberg blickt heraus.

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hinter diesen Lawinenhängen steht der Hochgerach empor

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Wolken, Sonne, Berglandschaften

Vom Auto hinauf ist es ein gemütliches Gehen. Wir haben keine Eile, machen aber auch notwendigerweise keine Pausen. Es ist fast schon ein fauler Nachmittag, der sich herrlich mit der Sonne spielt. Heute keine Produktivität, kein Output, in der Zeit verweilen ohne darin einen höheren Sinn zu entdecken. Es ist aber am Grat, und später am Gipfel, wenn die Blicke in die Tiefen und die Weiten schweifen, dass wir verstehen, was wir hier oben suchen, den Anblick von Größe und das Eingestehen von Bedeutungslosigkeit. Martina verstaut das Gipfelbuch am Kreuz, und wir setzen auf der Südseite des Hochgerach wieder nach unten und ins Tal über.

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Blick über das Rheintal in die Schweiz


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