Tieflimauer: Wunderbares Gesäuse
Unerwartet beginne ich die Woche im Gesäuse. Meine Tage in St.Pölten werden kurz vor Kurs-Beginn völlig umgekrempelt, und mein sorgfältig vorbereiteter Touren-Plan ist für die Fisch‘. Ich habe eine halbe Stunde, die nächsten Tage abzustimmen – das Bergwetter ist in der ersten Wochenhälfte hervorragend. Also nichts wie hinaus, und ich wähle den Nationalpark Gesäuse in der Steiermark als Startpunkt. Mein Ziel: die Tieflimauer (1.820 m) von Gstatterboden (569 m) aus, eine Wandertour bis zur Ennstaler Hütte, dann ein Klettersteig durch die Südwand. Wie lange war ich schon nicht mehr in einer Via Ferrata? Eine Ewigkeit… 2011 in Champéry.

Ausblicke beim Aufstieg zur Ennstaler Hütte
An einem Montag ist natürlich nichts los, und ich treffe lediglich einen alten Herrn, der sich zur Ennstaler hochkämpft. Ich packe etwas mehr in den Rucksack als notwendig, will meine Beine weiter fordern (nach der Radtour im Waldviertel von gestern). Der Aufstieg zur Hütte ist mit 3 Stunden angegeben, dann weitere 2 Stunden zum Gipfel. Retour fast dasselbe. Ich gebe ein bisschen Gas, mache die Runde in sechs Stunden komplett, inklusive Pausen. Es ist warm in der Südwand. Ich klettere den Steig ohne Sicherung. Perfekt für mich, denn es gibt keine Stahlstifte oder Tritte. So kann ich mit meinen Händen am Fels arbeiten und auf die Tritte achten. Empfehlenswert ist diese Vorgangsweise im oberen Teil eher nicht, denn hier gibt’s Steinschlag, und der kann einen schon mal aus dem Gleichgewicht bringen.
Vom Gipfel des Tieflimauer bestätigt sich mein Eindruck vom Aufstieg: die Welt des Gesäuse ist beeindruckend. Enorme Felswände, exklusive Skirouten. Die östlichen Ostalpen überraschen ein weiteres Mal.
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„Super gsi – Trails & Raids“ berichtet über Mark’s Reisen und Outdoor-Aktivitäten, meist Skitouren, Bergsteigen und Bike-Touren. Mehr dazu hier…

















