Jakobskogel: Schnupperkurs durch die Rax


Vom Schneeberg oder der Rax hört man ja immer wieder was, im Westen. Seltsamerweise gehen hier immer wieder Berggänger verloren und müssen aus ihrer Not geborgen werden. Das versteht man in Vorarlberg natürlich nicht, denn die Berge hier sind knapp 2.000 m hoch. Aber zweitausend Meter sind zweitausend Meter, und erzähle das mal einem Norweger oder Isländer. Genug Potential für die Bergrettung. Ich packe wie üblich meinen Rucksack inkl. Biwaksack, Erste Hilfe und Navigationsgeräten. Der Himmel ist grau, es regnet, und oben, so scheint es, stecken die Gipfel in den Wolken. Beste Aussichten für ein wenig Schottland.

Jakobskogel, Rax
Start in Hirschwang

Jakobskogel, Rax
in vielen Kehren am Törl-Weg

Otto Schutzhaus, Rax
Otto Schutzhaus

Jakobskogel, Rax
die Gams, die blieb

Der Unterschied zu Schottland wird auf dem ersten Kilometer klar: die Wege sind alle zwanzig Meter markiert und bestehen nicht aus Sümpfen und Hochmooren; sie sind breit und versichert; und es bläst keine arktische Luft den Regen horizontal ins Gesicht. Es geht also geradeaus und ohne Umschweife von Hirschwang (500 m) zum Knappenberg (769 m), und über den Törl-Weg zum Otto Schutzhaus (1.642 m). Ich treffe niemand unterwegs, was mich bei dem Wetter auch nicht verwundert, auch wenn Sonntag ist, außer einem Feuersalamander, ein paar geschorenen Schafen und einem Paar Haflinger. Die Hütte selbst betrete ich nicht, die Leute sind mitten im Brunch, und Brunch ist etwas, was mich anwidert. Ich zische an der Hausfront vorbei zum Jakobskogel (1.736 m), eine kleine Erhebung entlang des Felsabbruches. Viel zu sehen gibt es nicht, außer den nahen Latschen. Die Wolken sind hier sehr dicht. Für einen Moment sehe ich den Weg zur Scheibwaldhöhe, aber das meiste davon ist immer noch schneebedeckt, und das lasse ich ohne Gamaschen und Alpinstiefel dann doch sein. Der Weg retour, stets schnell und lästig, bringt die ersten Begegnungen mit Wanderern und einer neugierigen Gams. Das Tal der Schwarza, welches ich später mit dem Büssle entlang fahre, gefällt mir. Selten habe ich so ein klares Wasser gesehen. Man könnte hier einige Tage verbringen – Felsklettern inklusive.


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„Super gsi – Trails & Raids“ berichtet über Mark’s Reisen und Outdoor-Aktivitäten, meist Skitouren, Bergsteigen und Bike-Touren. Mehr dazu hier…



Vom Schneeberg oder der Rax hört man ja immer wieder was, im Westen. Seltsamerweise gehen hier immer wieder Berggänger verloren und müssen aus ihrer Not geborgen werden. Das versteht man in Vorarlberg natürlich nicht, denn die Berge hier sind knapp 2.000 m hoch. Aber zweitausend Meter sind zweitausend Meter, und erzähle das mal einem Norweger oder Isländer. Genug Potential für die Bergrettung. Ich packe wie üblich meinen Rucksack inkl. Biwaksack, Erste Hilfe und Navigationsgeräten. Der Himmel ist grau, es regnet, und oben, so scheint es, stecken die Gipfel in den Wolken. Beste Aussichten für ein wenig Schottland.

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Der Unterschied zu Schottland wird auf dem ersten Kilometer klar: die Wege sind alle zwanzig Meter markiert und bestehen nicht aus Sümpfen und Hochmooren; sie sind breit und versichert; und es bläst keine arktische Luft den Regen horizontal ins Gesicht. Es geht also geradeaus und ohne Umschweife von Hirschwang (500 m) zum Knappenberg (769 m), und über den Törl-Weg zum Otto Schutzhaus (1.642 m). Ich treffe niemand unterwegs, was mich bei dem Wetter auch nicht verwundert, auch wenn Sonntag ist, außer einem Feuersalamander, ein paar geschorenen Schafen und einem Paar Haflinger. Die Hütte selbst betrete ich nicht, die Leute sind mitten im Brunch, und Brunch ist etwas, was mich anwidert. Ich zische an der Hausfront vorbei zum Jakobskogel (1.736 m), eine kleine Erhebung entlang des Felsabbruches. Viel zu sehen gibt es nicht, außer den nahen Latschen. Die Wolken sind hier sehr dicht. Für einen Moment sehe ich den Weg zur Scheibwaldhöhe, aber das meiste davon ist immer noch schneebedeckt, und das lasse ich ohne Gamaschen und Alpinstiefel dann doch sein. Der Weg retour, stets schnell und lästig, bringt die ersten Begegnungen mit Wanderern und einer neugierigen Gams. Das Tal der Schwarza, welches ich später mit dem Büssle entlang fahre, gefällt mir. Selten habe ich so ein klares Wasser gesehen. Man könnte hier einige Tage verbringen – Felsklettern inklusive.

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Reisen und die Natur, inklusive Skitouren, Bergsteigen und Wanderungen, das sind die Inhalte meines Blogs „Super gsi – Beginner’s Mind“. Mehr dazu hier…