Buck Mountain: Vorgeschmack auf alpine Touren in den Tetons


Oh, endlich: eine lange (8,5 Std, 1.600HM), alpine Skitour in den Tetons (Taylor Mountain und Oliver Peak sind hübsche Halbtagestouren). Der Morgen fängt etwas frustrierend an. Nicht wegen des Weckertons um 05.30, sondern des Klopfens von Regen auf dem Büssledach. Wir warten etwas ab, um 07.30 starten wir ohne Niederschlag vom Taggart Lake Trailhead (2.072 m) zum ersten Tagesziel, ein Gipfel mit dem Namen „25 Short“, ein Gipfel mit 25 Feet zu wenig für einen 10.000er (3.040 m). Der Aufstieg ist lang, steil und führt durch recht lichten Wald. Was uns müde macht: schwerer Schnee vom Regen, tief genug, um das Ziehen einer eigenen Spur ordentlich in den Beinen zu spüren. Wir wechseln uns mehrmals mit der Führungsarbeit ab, erreichen 25 Short um 11.00. Von hier sind wir am Grat unterwegs, dem Wind ausgesetzt.

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Blick in den Avalanche Canyon (South Fork) vom Gipfel des 25 Short

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entlang des Grates zur Höhe 10696

Der Grat ist abwechslungsreich. Hin und wieder können wir ihm einfach folgen, öfters etwas abfahren und südseitig wieder den Grat gewinnen. So gewinnen und verlieren wir beständig Höhe, aber nach mehreren Kronen erreichen wir auch hier den höchsten Punkt, einen Felsriegel ohne Namen auf 3.260 m. Wir wissen, wir müssen nun auf die Nordseite wechseln, aber überall Klippen, so fahren wir südseitig nochmals ab, umrunden den gesamten Grat und fahren mit den Fellen einen steilen, aber kurzen Abschnitt in den Nordhang ein, um eine breite Rampe nach Osten zu gewinnen. Definitiv eine Tour, die man bei schlechter Sicht nicht machen sollte. Von der Rampe klettern wir schnell wieder, in Richtung unseres Tagesziels: Buck Mountain.

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Höhe 10696, vom Ostgrat des Buck Mountain betrachtet

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ein steiles Couloir zu Fuß weiter den Ostgrat hinauf

Über einen Sattel erreichen wir den Nordrand des Timberline Lake, dann in scharfen Kehren unter den ersten großen Felsriegel im Ost-Grat. Hier wird’s zu steil für die Ski, also rauf auf den Rucksack, wir erreichen über einen 50m langen Couloir eine etwas flachere Passage, steigen wieder auf Ski zum Ostgrat auf. Wir schauen hinauf, geschätzte 250-300 Höhenmeter unter dem Gipfel (3.639 m). Der Hang ist steil, mit einigen Klippen. Sicherlich machbar, wenn wir Zeit hätten. Es ist kurz nach 14.00, und wir wissen, es geht sich nicht mehr mit Tageslicht aus, wollen wir heute zum Taggart Lake Trailhead zurückkehren. Etwas enttäuscht bauen wir die Ski um. Es wäre das I-Tüpfelchen einer grandiosen Tour gewesen.

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Abfahrt über die Nordrampe unterhalb der Höhe 10696

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Blick zurück zum Buck Mountain

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der Avalanche Canyon, re das Nordtal

Für die Abfahrt entscheiden wir uns für den Avalanche Canyon. Die Rampe, die wir aufgestiegen sind, ist einfach zu verlockend, der Schnee vor der Sonne und dem Wind gut geschützt. Der Pulver hält, bis wir im untersten Teil des Canyons in den Wald einfahren. Dort hat der Regen seine Wirkung gehabt, und wir sind entsprechend langsam. Die 3 Kilometer vom Taggart Lake zurück zum Parkplatz sind nicht mehr der Rede wert. Wir machen es uns im Büssle gemütlich, bleiben über Nacht in der Nähe des Trailhead. Wozu nach Jackson zurückfahren, wenn wir am nächsten Tag wieder in den Avalanche Canyon zurückkehren wollen?


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