Tokyo: Not lost in Translation


Würde ich in einer Metropole leben wollen, Tokyo wäre ein Favorit. Sauber, grün, kompakt, fantastische Infrastruktur, die größte Dichte an Restaurants pro Einwohner und die Leute selbst. Ich kann nicht genug von ihnen bekommen, schaue sie an als wären sie vom Mond. Elegante Erscheinungen, sehr elegant auch in ihren Bewegungen, und sehr feine Körperformen sind das, was ich jetzt mal einen Japaner nenne. Die Gesichtszüge sind ebenso zierlich wie markant, eine Wohltat für das Auge. Ich hoffe, die Menschen in Tokyo nehmen mir das nicht übel, wenn ich sie beinahe anstarre. Tokyo, ich komme gerne wieder!

In den kleinen Restaurants sind wir bald Stammgäste. Die Mahlzeiten sind schnell serviert und sehr preiswert. Bestellen tut man meistens nicht direkt beim Koch, sondern zieht an einem Automaten das entsprechende Essenskärtchen nach Geldeinwurf. So gibt’s keine Troubles mit Wechselgeld, unsauberen Händen und Trinkgeld, von Schwarzgeld und Betrug gar nicht die Rede. Später finden wir auch unseren Weg zum Sensoji-Tempel. Das Orakel verspricht uns Böses, und prompt werden wir zwei Stunden später versetzt.

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beim Sensoji-Tempel

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keine Speisekarte, dafür Plastikmodelle der verfügbaren Speisen im Schaufenster

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einer der vielen Häfen, dieser hier am Fischmarkt Tsukiji

In Tokyo’s Strassengewirr finden wir uns recht bald zurecht. Zumindest in der U-Bahn, aber auch zu Fuß. Es ist recht viel in Englisch angeschrieben und in Restaurants kommen wir mit Händen und Geschichtsausdruck recht weit. Mein 5-Wörter-Vokabular hilft zumindest ein wenig Anstand zu wahren. Regeln werden hier sehr ernst genommen, und überhaupt ist das die disziplinierteste Gesellschaft, die ich je gesehen habe. Im Verkehr, im gegenseitigen Umgang, so gar beim Joggen um den Kaiserpalast. Hier herrscht übrigens Linksverkehr, vielleicht haben sie sich das von den Engländern abgeguckt, wie die Schuluniformen. Die Japaner übernehmen aus der Welt gerne das Beste. Nicht um es billig zu kopieren, sondern weil sie es bewundern. Das sieht man im Stadtbild – eine andere Liga als Shanghai oder Beijing. Ich kann es kaum erwarten, die Provinz näher kennenzulernen. Das wird was. Morgen geht es Richtung Fujisan. Zumindest hat es hier in Tokyo Schnee, auf Meereshöhe, und sogar leichten Schneefall heute nachmittag.

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Chiyoda-ku

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Automaten überall

Wie immer besteht so ein Tag aus Besichtigung, Organisation der weiteren Reise, Packen und Umpacken, Körperpflege … und natürlich viel Essen. Denn das ist hier besonders gut.


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