Hakuba: Training für Sibirien
Meine Begleiterin erholt sich in Hakuba von ihren Erfrierungen am Mount Fuji. Die Zehen werden wohl nicht schwarz werden, aber humpeln tut sie durch die Straßen. Naja, zumindest zwei Tage lang. An diesen Tagen gehen wir wieder in das Hinterland. Es schneit massiv. Ganz Japan geht in Schnee unter, und wir haben wohl den letzten Zug nach Hakuba erwischt, bevor die Verkehrsverbindungen unterbrochen werden. Es schneit unaufhörlich, und bald haben wir Stufe 5 im alpinen Bereich auf der Lawinenskala. Also geht’s vorerst nur in die Wälder, die aber nur mühsam zu begehen sind. Zu hoch liegt der Schnee, und zu schwer geht man durch ihn hindurch. Auch am zweiten Tag können wir uns nicht wirklich in die Höhe schrauben und nutzen die hier zahlreich vorhandenen Pisten, um etwas Trainingsmeter zu machen. Eine davon ist die legendäre Abfahrtspiste von Nagano 1998, auf der Hermann Maier mit seinem Kapitalsturz zur Legende wurde. Der starke Sturm, der uns oft die komplette Sicht nimmt, erlaubt uns letztlich aber auch völlig unverspurte Pisten anzutreffen – die Lifte sind gesperrt.

ausweichen auf unverspurte Hänge
Heute geht die Lawinenskala deutlich nach unten und wir erkunden am Obinata-Yama die Gegend. Ein Kamoshika schaut uns neugierig zu, wie wir durch seine Wälder stampfen. Sonst herrscht hier im Hinterland völlige Einsamkeit, trotz Hochsaison. Auch der Sturm mit Spitzen um die 75 kmh bläst uns den Schnee in jede Ritze. Aber das ist ok, ein gutes Bewegungstraining für Kamchatka.

durch die Wälder oberhalb von Hakuba
Trotz der touristischen Atmosphäre fühlen wir uns in Hakuba recht wohl. Das liegt vor allem an der Wadano Lodge, in der Michelle und Pete eine chillige Atmosphäre verbreiten. Noch haben wir hier zwei Tage Zeit für ernsthafte Unternehmungen, mal schauen, ob der Wind und der Schnee so etwas zulassen.
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