Sulfur Ridge, Hot Springs und Steinschlag
Ist Banff mit St. Anton vergleichbar, dann Jasper eher mit Schruns. Weniger touristisch, bietet aber immer noch viel Infrastruktur für einen längeren Aufenthalt in der Gegend. Und so haben wir uns, nach unserem Tag am Mount Wilcox, dann auch eher in Jasper wohl gefühlt, auch wenn wir dort vielleicht nur drei Stunden verbracht haben – einkaufen, Infos einholen, Internet, tanken – das Übliche halt. Bei der Fahrt hinaus zum nächtlichen Stellplatz kommt uns ein Elch auf der Straße entgegen, die Nacht bleibt sonst aber ruhig.
Am Morgen klart das Wetter auf, der Fels ist aber immer noch nass. Wir lassen den langen Zustieg zur Aldrige Ridge deshalb bleiben und widmen uns wieder dem Wandern statt dem Klettern zu – es soll die Sulfur Ridge werden, oberhalb der bekannten Heißen Quellen um Miette. Im dichten Wald bringen wir wieder unsere Bärenglocken an, haben den Bärenspray im Holster und klatschen uns den Weg hinauf. Die Bären bleiben also aus, nicht aber andere Besucher, denn ist hier Sonntag.

Blick von der Sulfur Ridge gegen Westen

Morgenstimmung im Jasper Nationalpark
Nach einer kurzen Gipfelrast ist also klar was zu tun ist. Mittags sitzen wir im heißen Wasser und lassen uns einweichen, bevor die lange Strecke gegen Norden beginnt: gut 3000 Kilometer sind es nach Anchorage. Sie schläft sich aus, ich fahre interessante 450 Kilometer über Grande Prairie fast bis nach Dawson Creek. Unterwegs erwischen wir den zweiten Stein in der Windschutzscheibe, die langsam etwas angeknackst aussieht. Mal sehen, wo und wie wir das reparieren werden (müssen).













