Col de Grand Etret: Vormittagstour


Nach einem feinen, aber anstrengenden Tag am Gran Paradiso stechen wir noch im Morgengrauen wieder nach Süden – vom Parkplatz in Pont (1.960 m) idealerweise eine Tour, die sich geradezu aufdrängt. Der Marsch durch das Tal ist allerdings gar nicht einfach, ein ständiges Auf und Ab zwischen großen Bouldern, immer wieder Bachquerungen, und die vielen, hammer-harten Lawinenkegel.

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im Morgengrau durch ein etwas ruppiges Bachbett

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auf zum Gipfelhang

Irgendwann haben wir diese Passage durch, das Tal wird baumlos, dafür etwas steiler, aber übersichtlicher. Wir gewinnen rasch an Höhe, sehen am Talschluss, dass schon Gruppen vom Rifugio Vit. Emanuelle zu uns herüberqueren. Wir sind aber gut ausgeruht, stampfen flott bei wolkenlosem Himmel an einer Großgruppe vorbei. Der Schlusshang zum Sattel (Col de Grand Etret) ist riesig, aber angenehm steil, so dass der Aufstieg ohne irgendwelche größeren Anstrengungen vollzogen wird. Einzig drei Burschen stehen vor uns am Col. Bald sind wir allein am Col de Grand Etret (3.150 m), sehen über die steil abschüssige Wand nach Süden zum Valle d’Orco. Auch glauben wir im Westen den Col de Carro (3.109 m) zu sehen, den wir ja mit unseren Mountainbikes erklommen haben.

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am Col de Grand Etret – überall nur Grate und gewaltige Abschüsse

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ich bin bereit

Die Abfahrt wird fein – oben pulvrig und schnell, weiter unten schon etwas firnig, und im unteren Teil etwas zu hart. Alles läuft glatt, um 11.00 sitzen wir schon im Campingstuhl. Kurze Rast, um 12.00 geht es nach Hause. Mein Gesicht brennt, meine Beine sind leer, herrlich.



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