Klassiker im Alpstein: Säntis über Wasserauen


Prachtvolles Wetter im Vorarlberger Rheintal, man mag es gar nicht glauben, und so entschließen wir uns recht kurzfristig zu einer fast einheimischen Tour, die wohl zu den Klassikern im Alpstein zählt: der Säntis von Wasserauen aus. Diese Tour hat einige heikle Passagen, daher sind die Tage recht limitiert, an denen dieser Weg mit den Ski gegangen werden kann. Bisher hatten wir den Säntis nur umkreist – mit dem MTB und dem Rennrad. Jetzt wollten wir hinauf.

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prächtiger Tag für den Säntis

Wie gesagt, Start in Wasserauen (888 m) gegen 07.00 am Talschluss beim Gasthaus. Kurze Tragestrecke, aber bald auf den Ski in Richtung Seealpsee. Keine Aufstiegsspuren und einiges an frischem Schnee auf dem Weg. Eine Gams läuft uns praktisch über die Ski und dann müssen wir einen recht breiten Lawinenkegel queren. Ab dem Seealpsee (1.141 m) kann man den Weg gar nicht mehr verfehlen, zunächst rechts am Seeufer entlang und dann weiter rechts in ein Tälchen hinein, recht steil. Ich habe noch von meinen 1,5 Tagen in Nordengland auf meiner Uni extra-viel Saft in den Beinen, die Steigungen gehen wie von selbst. Bald schon stehen wir am Gasthaus Mesmer (1.613 m).

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im Anstieg zur ersten Steilstufe

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hinaus aus dem Couloir

Auch hier müssen wir wiedermal einen heiklen Hang queren und dann über ein Steilcouloir aufsteigen. Die Unterlage ist dermaßen rutschig, dass wir bald die Ski abnehmen und die Steilstufe zu Fuß überwinden. Oberhalb davon geht’s gemütlich aufsteigend weiter, bis die nächste Steilstufe („Wagenlücke“, 2.075 m) zu überwinden ist. Endlich gelangen wir auf die Sonnenseite und marschieren entlang des Grates zum „Gross Schnee“. Prächtiger Blick zum Altmann. Jetzt noch der Gipfelhang und schon sind wir im Säntis-Bergstation Tunnel (2.501 m).

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noch wenige Meter zum Gipfelrestaurant

Die Abfahrt wird sehr lässig, auch wenn schon ordentlich zerfahren – von der Schwägalp mit dem Lift rauf und mit den Ski über den Seealpsee nach Wasserauen – ist eine sehr beliebte Freeski-Variante. Wir finden, zurecht. Die Steilstufen geben was her, die Couloirs sind schön und auch die Schattenhänge traumhaft pulvrig. Der breite Lawinenkegel ist knapp nach 13.00 auch schon weicher. Oberhalb davon aber zu weich: kaum sind wir auf dem Asphaltsträßchen angekommen, kommt gut 500 Meter hinter uns von der Ostseite der Ebenalp auf Höhe von Gättern eine donnernde Eislawine herunter. Ok, das ist nun auch entladen. In Summe eine sehr empfehlenswerte Tour bei frühem Aufbruch und rascher Rückkehr.


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