Naafkopf: eine verblasene Geschichte


Der stürmische Südwind war heute unser Gegner. Und er hat gewonnen. Gute 250 Höhenmeter unter dem Gipfel des Naafkopf (2.570 m) zogen wir die Felle ab. Die langen, steilen Osthänge oberhalb der Pfälzerhütte (2.108 m) waren hart und abgeblasen. Wenig Lawinenrisiko. Aber freilich die Möglichkeit, auf einer glatten Platte abzurutschen, und dann über Klippen sich nach unten zu verabschieden.

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Schon von Weitem ist der Naafkopf zu sehen, und auch der stürmische Himmel

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Blick zurück ins Valüna-Tal

Im Valünatal war die Welt noch in Ordnung. Kaum Wolken, nicht allzu kalt. Wir liefen bis zum Talschluss auf einer präparierten Skating-Piste, dann rechts des Alpenweges über sanfte Hänge bis zur Pfläzer Hütte. Der Augstenberg lockte, aber wir wollten in die andere Richtung. Dem starken Wind, der Schnee über den Nordgrat nach West blies, hielten wir alles entgegen, was wir mit uns hatten. Wir wollten Steilpassagen umgehen, suchten unseren Weg durch den Grat, teils mit den Ski in den Händen. Letztlich muss man aber immer in diese steilen Osthänge queren. Und da lauerte heute das Ungemach, welches uns zum Rückzug zwang. So ist das.

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Die Pfälzerhütte und links der Augstenberg

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vom Wind geformter, steiler Harsch-Hang



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