Klettern in Antalya


Nach den wenigen, beschaulichen Tagen an der türkischen Riviera dürfen wir endlich am Fels aktiv werden. Um Antalya herum finden sich zahlreiche Klettergebiete, die sicherheits-technisch recht gut erschlossen sind und ein weites Spektrum an Schwierigkeitsgraden bieten. Das wollen wir ausprobieren.

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Blick auf „unsere“ Berge von Antalya aus

Unser Weg führt uns nordwestlich von Antalya nach Geyikbayiri, ein übersichtliches wenn auch zersiedeltes Dorf am Berghang. Die Straße hinauf führt entlang der 35 Sektoren, die sich links und rechts des guten Fahrweges aufbauen. Man kommt aus dem Schauen nicht heraus: überall Wände, Höhlen, Säulen. Insgesamt sind hier 618 Routen erschlossen. Da ist die Auswahl recht groß. Das Klettergebiet ist übrigens sehr gut beschrieben im Führer „A Rock Climbing Guide to Antalya“, der uns gute Dienste leisten sollte.

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Die Weitläufigkeit des Geländes verheißt aber nicht, dass man sich hier alleine bewegt. An den Klettertagen hatten wir stets Nachbarn, und manchmal muss man richtig nach einer freien Route suchen. Die großartigen Möglichkeiten, auch bei Schlechtwetter und in den Winter hinein zu klettern, locken viele Kletterfreunde in diese Gegend. Wir hatten sogar Schwierigkeiten, in einen der vielen Kletter-Camps eine Unterkunft zu finden. Erst im Dorf Geyikbayiri fanden wir ein Zimmer auf der Eko-Ranch Rasayana, welches von einer Familie geleitet wird, die sich auf Öko-Produkte ihrer Landwirtschaft spezialisiert hat. Der Garten ist dementsprechend ein Augenschmaus aus Olivenbäumen und Rosmarinsträuchern, dazwischen Granatäpfel und Orangen.

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im gemütlichen Gemeinschaftsraum unseres Guesthouse

Die Kletterei selbst ist zunächst von Schlechtwetter geprägt. Regen, Nebel, dunkle Wolken. Und trotzdem trocknen die Südwände in Regenpausen recht rasch, so dass wir in den wenig geschützten Routen der gemäßigten Schwierigkeitsgraden unsere täglichen Längen absolvieren können. Der Kalkfels erinnerte mit ein wenig an Ferentillo, wobei er noch lange nicht so poliert ist. Die Orientierung gelingt dank Guide recht gut, die Zustiege sind kurz und einfach. Oft warten wir einen kurzen Regenschauer ab, klettern manch feuchte Stelle durch und sind später im Dunkeln im Abstieg. Auf dem Weg zurück zur Ranch essen wir noch bei kleinen, unscheinbaren Restaurants frische Forellen. Im großen Gästezimmer sitzen wir dann noch mit den anderen Kletterern, erzählen uns vergangene Geschichten und schließen Freundschaften. Wir gehen müde ins Bett, die Finger brennen immer noch vom Klettern, die Augenlider schließen sich. Das Leben ist gut.


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