Zum Finale: Gratkletterei an der Kleinen Leier


Das Ende unserer Kärnten-Osttirol Tour naht. Den alpinen Abschluss nach Großvenediger, Großglockner und Triglav bildet eine Klettertour an der Kleinen Leier. Wir übernachten am Parkplatz des Schrägaufzugs zum Reisseck in Kolbnitz, sind in der Früh die ersten, die hochfahren. Satte 19 Euro hinauf und retour, pro Person. Nicht schlecht. Aber der Wanderweg nach oben ist derzeit wegen Arbeiten für ein neues Kraftwerk gesperrt…. das hören wir dann den ganzen Tag am Sprenglärm.

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die Reisseckhütte, dahinter die Kleine Leier (höchster Gipfel auf Bild) mit Seescharte rechts davon

Nach einer guten halben Stunde Fahrt in einer Konserve aus Blech und Menschen, dreimaligem Umsteigen und einer Tunnelfahrt mit einer Schmalspurbahn erreichen wir die Bergstation (ca. 2.250 m) an der Staumauer. Gut, dass wir die einzigen sind, die zur Seescharte (2.480 m) ziehen. Das Gelände ist lässig, mit großen Blocksteinen belegt. So hüpfen wir den Weg hinauf, und legen unsere Klettergurte bei der „Elefantenfamilie“ an.

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die erste Länge

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schöner Fels, gut abgesichert

Die 9 Seillängen gehen nicht über IV+, so gesehen ist das eine sehr einfache alpine Tour. Das Topo ist zwar nicht exakt, aber finden am Grat halbwegs den Weg und erreichen nach einem kurzen Abseil-Manöver zu Fuß und ohne Seil den Gipfel der Kleinen Leier (2.662 m) kurz nach Mittag. Der Blick ist weit, und der Großglockner ist am Horizont zu erkennen.

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am Schluss noch eine kurze Abseilpassage vor dem Gipfel

Es ist heiß, unsere Sigg-Flaschen bald leer, als wir den Abstieg über den Normalweg beginnen, der uns dann zur Staumauer und zur Reisseckhütte führt. Fast schon obligatorisch gibt’s Apfelstrudel, Most und Radler. Ab hier geht’s nur noch heimwärts, und mehr als nur irgendwie wäre ich in Stimmung, das Leben im Bus zu verlängern.



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