Kärntner Rad-Klassiker: Nockalmberge
Zurück vom Großglockner wollten wir etwas Abwechslung und Regeneration. Nach einer Nacht in Greifenburg ging es an den Millstätter See nach Seeboden (618 m). Rennräder bereit gemacht, umgezogen, Jause eingepackt, und schon ging es nach Norden über Gmünd bis zur Kremsbrücke. Ein beschauliches Tal, dass dank der Brückentrasse geführten Autobahn fast keinen Verkehr hatte.
Erst ab Kremsbrücke wird die Straße etwas steiler, wir fahren nach Innerkrems und biegen auf die Nockalm-Höhenstraße ein. Hier wird’s nicht mehr so ruhig, viele Motorradfahrer verwechseln die Straße, die durch den Nationalpark Nockalmberge führt, mit einer Rennstrecke. Endlich kommen wir über die Baumgrenze, sehen Weiden mit vereinzelten Föhren, und so was wie glücklichen Kühen. Zumindest haben Holländer und Deutsche viel zu fotografieren. Auf der Eisentalhöhe (2.042 m) gibt’s eine kurze Rast, dann eine 500 Höhenmeter Serpentinenabfahrt. Vorsicht bei den vielen Weiderosten, Kühen auf der Straße, und blinden Fußgängern.
Eine letzte Steigung von ca. 500 Höhenmeter führt dann über schöne Landschaften hinauf auf die Schiestelscharte (2.015 m). Hier warten schon die großen Busse auf ihre Passagiere, die sich in diversen Gaststuben erfrischen und ihr Mittagessen einwerfen. Auch wir bleiben stehen, Marillenknödel für mich. Ich hätte noch zwei Portionen essen können. Mein Stoffwechsel ist nach den 3 Wochen in den Osttiroler Alpen auf Hochtouren.
Die Abfahrt ist rasant, und führt, bis auf kurze Teilstücke, bis zum Millstätter See zurück. Die Kilometer bis zum Parkplatz in Seeboden sind mehr ein Schauen als ein mühevolles in die Gänge treten. Es ist warm, und wir tauschen bald das Rennrad gegen Badekleidung und Essenskorb. Denn der ist bald leer.














