Im Fels und Eis: 3 Wochen lernen in Osttirol
Es wurde Zeit, mein im Winter erworbenes und in der Zwischenzeit ergänztes Bergbuch vorzuzeigen. Andere Lehrgangsteilnehmer studierten meine Einträge, mein Ausbildner interviewte mich zu meinem Kletterkönnen. Seit dem Winterlehrgang zum Heereshochalpinisten hat sich klettermäßig einiges bewegt, und ich freute mich so richtig auf diese drei Wochen im Fels und Eis.

Standbau in einer Route an der Kl. Gamswiesenspitze
Der Sommerkurs zum Heereshochalpinisten hat mehrere Schwerpunkte: Klettern mit Gepäck und Alpinstiefeln, Standbau, Seilhandhabung, einfache Sicherungsanlagen, Flaschenzugbau und Abseilen. Im Eisteil wird auf Verankerungen im Eis und Firn sowie auf die Selbstrettung aus einer Gletscherspalte trainiert. Wetterkunde, Orientierung und San-Ausbildung komplettieren den recht anspruchsvollen und mit einer Prüfung zu absolvierenden Lehrgang. Ich hatte das Glück, wieder einen tollen Seilpartner, eine lässige Gruppe und einen sehr kompetenten Ausbildner zugeteilt zu bekommen. Überhaupt war das Niveau der Ausbildung sehr hoch, ein Zeichen für die sehr gute Arbeit der Alpintruppe.

ab in die Spalte und wieder hinauf
Gerade im Bereich der Seilhandhabung, des Flaschenzugs und der Selbstrettung aus der Spalte musste ich einiges üben, um all dieses Neue auch zu beherrschen. Das Klettern, Orientieren und Bewegen auf dem Eis fiel mir sehr leicht und konnte mich so auf meine anderen Schwächen konzentrieren. Das kommt mir zu Gute, wenn in der Felswand etwas schief läuft und ich kaum mit mir selbst beschäftigt bin.

Vom Romariswandkopf (3.511 m) Blick zur Obwalderhütte
Nach den Prüfungstagen ging es von der Karlsbader bzw. Studlhütte wieder retour ins Tal. An einem freien Kurswochende ging es für mich auf den Großvenediger. Am Ende des gesamten Lehrganges auch zum Großglockner. Ich musste mir nur den Befehlston wieder abgewöhnen, den fand meine Begleiterin etwas unpassend …














