Flotte Tour auf das Davoser Büelenhorn
An Tagen wie diesen hat man nicht viel Zeit. Vom Nachtdienst kommend und mit einer 1h 40 min Anfahrt belastet muss man schnell sein, oder eine sehr sichere Route wählen. In Davos hat es gute 15° C als wir mittags unsere Ski aus dem Büssle ziehen.
Von Duchlisagi (1.563 m), direkt an der Dorfloipe, starten wir unsere Tour, mit einer Trage-Einlage ins Dischmatal bis zum Sägewerk. Da legen wir schon beinahe alles ab, was uns bedeckt. Zum ersten Mal in diesem Winter steigen wir ohne Handschuhe auf, ich mit einer Baseballkappe auf dem Kopf. Die ersten Kilometer sind sehr einfach, sie folgen einem breiten Forstweg zur Alpe Ischlag (1.837 m). Wir lassen uns von einer der zahlreichen Spuren leiten, die anschließend im Wald aufzufinden sind, und landen prompt etwas westlich des breiten Rückens unter einem Steilhang. Wir queren also noch im Wald diese Rutsch-gefährdete Stelle, umgehen im weiten Bogen eine steile Lichtung und nähern uns „von hinten“ günstig dem Rücken, dem wir dann sehr einfach folgen. Hier ist der Schnee deutlich fester und windverblasener als das Sulz im Wald.

Steilstufe zum Gipfel des Büelenhorns
Die „Schlüsselstelle“ kommt unterhalb des Gipfelaufbaus, als eine kurze Steilstufe zu überwinden ist. Sie macht keine Schwierigkeiten, bietet aber reichlich Felskontakt. Von dort ist es nicht mehr allzu weit zum breiten Gipfel des Davoser Büelenhorn (2.512 m), den ein Steinmann ziert. Die Flasche ist schnell ausgetrunken, ein Pilot winkt uns mit den Tragflächen seines Propellerfliegers. Wir sehen nach Osten zum Flüelapass, und dann nach Südwesten auf die Gipfelkette des nächsten Tages – die Ducans, bevor wir gemächlich über den Rücken abfahren. Irgendwann im Wald ist es wieder etwas umständlich zu fahren, aber letztlich gewinnen wir wieder die Forststraße, auf der wir abwärts fast anschieben müssen.

Chillen mit einem Mohren-Radler und dem Büelenhorn im Hintergrund
Beim Büssle heißt es die Sonne zu genießen und ein bißchen zu entspannen. Meine Begleiterin schläft auf dem Busboden sofort ein, ich hänge im Faltstuhl und studiere die Route auf den Gletscher-Ducan. Irgendwann später kochen wir Wasser auf, und schon haben wir zwei sättigende Mahlzeiten ohne schmutziges Geschirr. „Cashew Rice“ schmeckt uns besonders, und als Nachtisch Schoko-Mousse. Uns gefällt die einfache Zubereitung der Adventure Food Mahlzeiten. Wir freuen uns schon auf das Frühstück. Aber zuerst geht’s noch ins Davoser Hallenbad mit Außenbecken, und später noch auf ein Bier in einer Dorfkneipe.

ein Abendessen, dass man sich auch in Davos leisten kann












