Ein fast perfekter Skitag am Madrisahorn


Auch wenn es nun wirklich Frühling wird, die Skitourensaison ist noch lange nicht beendet. Nach meiner Rückkehr aus Chamonix von den Eiscouloirs des Mont Blanc du Tacul und den steilen Rinnen im Antlitz der Grandes Jorasses, gönnte ich mir einen Bürotag. Meine Blasen an den Füßen hatten nichts dagegen.

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Durch das Gafiental, rechts im Bild ganz hinten das Madrisahorn

Der Wecker läutet brav um 05.30. Etwas müde kriechen wir aus dem Bett, keine 30 Minuten später läuft schon der Motor, wir zischen in den Morgengrauen, einem neuen Skitag entgegen. Knapp vor acht sind wir schon auf den Ski, folgen anderen Tourengehern in das Gafiental.

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letzte Meter zum Gipfel

Die zahlreichen Gruppen verteilen sich bald auf diverse Skitourenziele. Der Schnee ist hart gefroren, wir werden die Harscheisen später noch erfreut anlegen. Zurück bleibt nur der Blick auf die Südwand der Sulzfluh, und das schöne Gebirgspanorama des Rätikons. Wir folgen dem Tal, zunächst rechts des Bachs und meist eher flach, dann auf Höhe der Sunnistafel (1.747 m) queren wir auf die andere Seite des Rinnsals. Das Tal verändert sich noch nicht, die Westhänge sind von großen Grundlawinenabgängen gezeichnet. Eine erste Steilstufe taucht auf, wir müssen die Plattenflue umgehen. Wir ziehen an vielen Gruppen vorbei, die rasten oder sich in der eisig-harten Spur plagen.

Es wird wieder etwas flacher, wir trinken einen Schluck, begreifen das tolle Wetter noch nicht ganz, meinen aber unisono, das dies eine schöne Tour sei. Der Gipfelhang, der aus zwei Steilstücken besteht, ist gegen Ende steil und am heutigen Tag etwas rutschig. Wir steigen nun als erste an diesem Tag auf den Sattel zum Madrisahorn (2.826 m), sehen hinunter nach Klosters. Ohne Ski geht’s zum dürftig markierten Gipfel, wir genießen den Ausblick. Fast gegenüber liegt die Gargeller Madrisa (2.508 m), aber auch der Schneeberg und die Rotbühelspitze sind zum Greifen nahe.

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Der Milchkaffee war wohl verdient

Ungewöhnlich, wir verbleiben an diesem Tag mehr als eine Minute am Gipfel, bevor wir zum Skidepot absteigen und den steilen Gipfelhang in Angriff nehmen. Überraschenderweise findet sich noch stellenweise Pulver, meist jedoch eine feine Harschschicht, die mich einmal einen seitlichen Salto schlagen lässt. Weiter unten sind die Verhältnisse fast noch besser, ab der Steilstufe der Plattenflue finden wir im Westhang Firn vor. Ein Milchkaffee darf dann unterwegs nicht fehlen, draußen in der Sonne vor dem zur Hälfte noch eingeschneitem Gashaus Edelweiss.


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