Vormittagsrunde zum Pirchkogel
Gestern hatten unsere Skitouren im Ötztal eine Pause machen müssen – ein dichtes Kongressprogramm gepaart mit schlechter Sicht. Da ging sich spät am Nachmittag gerade mal die Langlaufloipe von Obergurgl aus. Heute aber blicken wir in den wolkenlosen Himmel und starten, aufgrund der erheblichen Lawinengefahr, etwas südlich auf einem recht sicheren Hang: vom Marlstein bei Ötz (1.800 m) zum Pirchkogel (2.828 m).

Pirchkogel noch in weiter Ferne
Die Tour ist skitechnisch wie konditionell recht einfach. Von Marlstein folgen wir zuerst einem Fahrweg, dann östlich gegen den Hang und quer durch einen lichten Wald. Der Schnee ist harschig, beim Aufstieg kümmert’s uns noch nicht. Bald stehen wir auf dem fast abgeblasenen, breiten Rücken, der uns nun in Richtung Pirchkogel führt. Vorbei an Steinmännern geht’s im Sonnenschein über leicht kuppiertes Gelände, die Schneedecke ist allerdings hart gefroren. Am einen oder anderen Steilaufschwung legen wir letztlich Harscheisen an. Es macht die Sache einfach leichter.
Unter dem Pirchkogel wechseln wir nun die Seite, queren gegen Nordost und steigen von „hinten“ zwischen den zwei Gipfelhöhen auf. Den niedrigeren, mit einem Gipfelkreuz versehenen Kogel lassen wir sein, setzen unseren Aufstieg mit den Skiern zum Hauptgipfel fort. Dort bläst der Wind, wir sind sofort für die Abfahrt bereit. Oben eisig, später harschig, und im abschließenden, langen Hang zum Marlstein sogar etwas weich. Es geht, mit viel Beineinsatz. Genuß ist was anderes, aber der Tag ist soweit ein Erfolg, den wir uns im Marlstein mit einem Kaffee und Apfelstrudel abrunden lassen wollen. Als Après-Ski wollen wir aber nicht in Sölden einkehren, sondern in Längenfeld die Langlaufloipe austesten.

Blick vom Hauptgipfel zum Gipfelkreuz des Pirchkogel und weiter über das Inntal












