Kamor: es stöckelt gewaltig
Das Schlechtwetter ist für kurze Zeit verschwunden, und meine Arbeiten im Osten Österreichs beendet. Das kann nur eines bedeuten: rauf auf die Ski, und schon geht’s nach Plona (577 m) bei Rüthi im schweizer Rheintal. Schon nach wenigen Metern wird klar: der Schnee ist schwer, feucht und pappig. Bald ziehen wir Schneeblöcke unter unseren Ski am Fell und in den Bindungen hinauf. Es wird lästig und schwer, der Weg bleibt aber schön gemäßigt und gelassen.
Kaum sind wir aus dem Wald, fängt der Schnee an zu ächzen. Laute Wumm-Geräusche begleiten uns durch die wenigen offenen Hänge. Wir vergrößern den Abstand, laufen und lauschen aufmerksam. Wir stören hier. Die Schneedecke ist nicht entspannt, und wir genauso wenig. Vorsichtig queren wir die etwas steileren Hänge, schleichen uns in lichte Wälder, wo die Schneeschicht besser liegt. Nun ist es nicht mehr fern, wir folgen einer sanften Rinne, und dann hinaus aus diesem Tälchen auf die Straße, die von Kamor nach Stofel (ca. 1.550m) führt.

Einheimische als Spurenpartner
Nun schließt sich der Himmel, Wolken nebeln uns ein, im Nichts marschieren wir weiter zum Gipfel des Kamor (1.751 m). Die Abfahrt macht trotz allem – schwerer Schnee, teils Harschdeckel – Spaß. Wir können unsere Spuren ziehen.

Endlich da, Abfahrt in wenigen Minuten












