Erste Mehrseillängen-Tour im Eisklettern
Darauf habe ich schon lange gewartet, und lange wurde es verschoben auf Grund von zu warmen Wetter oder zu wenig Interessenten. Ich hatte ja letztes Jahr einen Schnuppertag „Eisklettern“ mit der Bergschule „Bergauf Bergab“ absolviert, mit dem Ergebnis, dass ich noch mehr lernen wollte. Am Sonntag hat es nun mit einer Fortsetzung geklappt, auch wieder im Weisstannental.
Bei sehr kalten Temperaturen ging es mit Marco von der Bergschule „Bergauf Bergab“ sowie Thomas (danke für die Fotos!) und Joachim morgens ins Weisstannental. Die Bedingungen waren ja seit Tagen recht gut, auch wenn die sehr tiefen Temperaturen für’s Eisklettern nicht immer optimal sind (sprödes Eis). Am Tagesprogramm stand
- Wiederholung Klettertechnik im Eis
- Standplatzbau im Eis
- Vorstieg und Anlage von Zwischensicherungen
- taktisches Klettern
- Einrichten von Abseilstellen und Abseilen
- Ausrüstungspflege

Standplatzbau, temporäre Sicherung mit der Viper
Und so ging es nach einer theoretischen und praktischen Einweisung am Fuß des gefrorenen Bachverlaufs in meine erste Mehrseillänge-Route im Eis. Ich führte drei Längen und hatte so meine Defizite im Handling der Eisschrauben (Eindrehen mit einer Hand aus der Hüfte) und im korrekten Bau des Standplatzes. Der Vorstieg selbst im Eis ging recht gut, auch wenn die Unterarme an härteren Passagen gerne zu „pumpen“ beginnen. Selbst nach dem Abstieg von unserer Mehrseillängen-Tour ließ unser Trainer nicht locker und wir mussten unsere Schwächen ein zweites Mal in der Wand abarbeiten.
Auch konnte ich eine ganze Reihe neuer Ausrüstungsteile praktisch ausprobieren. Dazu in späteren Posts mehr. In allem ein toller, langer Tag, wenn auch extrem kalt (Zehen!). Jetzt heißt es dran bleiben und üben, zumindest die Grundtechniken des Standbaus und das Handling der Eisschrauben. Es geht vorwärts.














