Piz Malér: abgeblasene Rücken, knietiefer Pulver im Steilhang
Lang haben wir geschlafen, auch wenn unser motorisiertes Biwak locker -5° C hatte. Die gestrige Tour auf den Badus war Geschichte, heute wollten wir nochmals unser Glück (aka Pulverschnee) versuchen. Von Surrein (1.380 m), unweit von Sedrun, folgten wir einer Aufstiegsspur über offene Wiesen, später durch dichten Wald. Am Ende dieses einfachen Aufstieges, der unsere Körper aber auf Betriebstemperatur brachte, landeten wir auf einem langen Rücken (1.913 m), der nach SW zeigte.
Nun kommt die Sonne hoch, wir gleiten mit unseren Skiern mal flach, dann wieder etwas steil, diesen langen Rücken hoch, zum höchsten Punkt („Garvers dil Tgom, 2.489 m). Nun müssen wir die Ski abnehmen, steigen durch abgeblasenes Gelände rund 100 Höhenmeter ab. Jetzt geht es durch kupiertes Gelände, den Piz Malér nun endlich und immer im Visier, quer nach Westen. Schneller als optisch vermutet erreichen wir das Skidepot auf gut 2.700m Seehöhe. Zum Piz Malér (2.790 m) geht es im guten Trittschnee und über ein paar Blöcke einfach zum Gipfel, den ein einfacher Stecken markiert. Die Luft ist ruhig, wir schauen uns um. Hier gibt es noch viel zu tun, geht uns durch den Kopf. Noch verdammt viel.

Blick vom Garvers dil Tgom zum Piz Malér (Bildmitte)
Wir steigen ab, schnallen die Ski an und genießen vorsichtig die ersten Hänge. Tragen die Ski wieder zum Garvers dil Tgom hoch, weichen dem abgeblasenen Rücken meist südöstlich aus. Der Schnee hält. Im Wald ist dann entlang der eingestellten Seilbahn knietiefer Pulver. Steil und tief, so mögen wir es. Auch der offene Hang zum Abschluss verwöhnt uns. Diesen Pulver haben wir gesucht, und schließlich gefunden. Wir sitzen im Bus mit roten Gesichtern, durstigen Kehlen und vielen Eindrücken.
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„Super gsi – Beginner’s Mind“ berichtet über Mark’s Reisen und Outdoor-Aktivitäten, meist Skitouren, Bergsteigen und Bike-Touren. Mehr dazu hier…















