Über den Walserkamm zur Tälispitze
Der Föhn hielt die Regenwolken ab, da machten wir uns auf ein schon öfters anvisiertes, aber wegen Schlechtwetter verschobenes Laufprojekt: den Walserkamm. Vom Furkajoch (1.760 m) liefen wir hoch zum kleinen Sattel zwischen Pfrondhorn und Löffelspitz. Das Pfrondhorn (1.949 m) nahmen wir als erstes mit, drehten hier aber um und kreuzten am Grat zur Löffelspitze (1.962 m). Diese Teilstrecke ist kaum für Trailrunning geeignet, wie auch viele andere Teilstücke direkt am Walserkamm – zu eng, zu steil, zu abschüssig.

In einer flachen Passage nach der Löffelspitze
Von der Löffelspitze ging es über eine Mini-Kletterpassage hinüber zur Muttabella (1.935 m). Dieses Auf und ab zwischen den Gipfeln war recht anstrengend und dominierte die erste Hälfte des Laufes. Von der Muttabella ging es weiter zur Gehrenspitze (1.871 m) und über die weiter entfernte Melkspitze (1.935 m) zum Wendepunkt, der Tälispitze (2.000 m).
Ab der Tälispitze konnten wir so richtig im Tempo laufen, zunächst hinunter zum Alpenheim Gaßner (1.562 m). Wir umrundeten nun sämtliche vorangegangen Erhöhungen in weiten Bögen (Plansott Alpe, Scheffs, Sentum Alpe), bevor wir wieder auf die Löffelspitze aufstiegen. Nach gut fünf Stunden Laufen, Gehen und kraxeln kamen wir wieder zum Furkajoch. Schön war’s, das Wetter hielt, und zuhause wartete ein feines Sofa für eine kurze Rast.
Tipp: Die rund 20 Kilometer sollte man nicht unterschätzen. Besonders bei nassem Wetter oder frischem Schnee kann der Weg am Grat durchaus heikel werden!












