Sommerroute über die Clariden
Ein eher im Frühjahr für Skitourengeher bekannter und beliebter Gipfel, sollte an diesem Wochenende mal eine Hochtourenbesteigung ohne Ski erfahren. Ich kam von einer Lehrveranstaltung an der Donau Uni Krems am Samstag Morgen mit Nachtzug an, um rechtzeitig meinen Boulder-Freund Mathieu in Linthal / Glarus abzuholen. Mathieu, der schon mit uns am Piz Palü und Piz Bernina gestanden ist, wollte mal den Glarner Alpen einen Besuch abstatten, und so standen die Clariden und der Tödi auf dem Programm.

Die Klausenpass-Straße, Blick nach Glarus
Mit dem Autobus ging es von Linthal für heftige 21 SFR auf den Klausenpass (1.948 m) hinauf, von wo wir die ersten Anhöhen Richtung Chammlijoch (rund auf 3.100 m) ansteuerten. Der Weg war halbwegs markiert, und im ersten Schnee die Spuren sehr deutlich. Der Schnee am Nachmittag war schon sehr sulzig. Nun zogen die Wolken auch noch zu und wir hatten kurz vor dem Kamm der Clariden schon sehr wenig Sicht. Das ist auf den Clariden aber nicht weiter tragisch, führt letztlich über den Grat des Vorgipfels nur ein Weg zum Hauptgipfel (3.267 m). Diese kurze Strecke ist auch mit Eisenketten gesichert, für die Wetterbedingungen, die es erfordern: die Abgründe sind tief, der Fels locker. Wir fanden teilweise vereiste Stellen vor.

Lieder sehr in den Wolken, trotzdem sind Vorgipfel wie Gipfel (Hintergrund) spaßig zum Kraxeln
Vom Gipfel der Clariden traversierten wir weiter Richtung Osten, stiegen auf den Claridenfirn ab und liefen entlang des Südgrates weiter zum Claridenpass und hin zur Planurahütte (2.947 m). Die gesamte Strecke ist vergletschert, und auch wenn keine großen Spalten offen waren, am Seil gehen ist Pflicht. Am Südgrat der Clariden weitet sich der Bergschrund schon ordentlich auf.

Bei der Planurahütte kann man den größten Windkolk der Alpen bewundern. Wie eine riesige Halfpipe.












