MTB Classico: Martigny ins Aosta-Tal
Als einer der schönsten Alpenüberquerungen mit dem Mountainbike ist in der Szene der Hochgebirgsweg von Martigny über das Val de Gagnes ins italienische Aosta bekannt. Dieser Weg diente uns als Einstiegsetappe für eine 5-tägige MTB-Schleife in der Region Wallis-Gran Paradiso-Mont Blanc. Im Wesentlichen hielten wir uns an einen Titel von Achim Zahn („Alpencross: Mit dem Mountainbike über die Ost- und Westalpen„). Wir hatten ja schon mit anderen Titeln des Autors zu tun gehabt und waren recht zufrieden damit („Mountainbike Trails„).
Der Tag begann mit wolkenlosem Himmel (fast so wie am Vortag im Klettersteig bei Champéry) aber einer lauten Straße, die uns von Martigny (471 m) bis nach Sembrancher brachte. In Lourtier (1.074 m) machten wir mal Kaffee-Pause, bevor es immer noch auf Asphalt weiter durch das Val de Bagnes nach Fionnay (1.491 m) und später auf die Dammkrone des Lac de Mauvoisin (1.975 m) ging. Hunderte Meter ging es zunächst durch kleiner Tunnels entlang und oberhalb des mehrere Kilometer langen Sees, bis man auf einem schönen Karrenweg den See entlang fahren konnte. Hier schoben wir bei Sonnenschein eine kurze, aber feine Mittagspause ein.

Der Lac de Mauvoisin von Süden aus
Der Weg zur Cabane de Chanrion (2.462 m) wurde nun ruppiger, war aber immer noch fahrbar. Vor der Hütte bogen wir aber ‚rechtzeitig‘ zur Alpe Grand Charmotane nach Süden ab. Nun ging es nurmehr im Schiebeverfahren weiter, ganze 500 Höhenmeter hinauf. Am Ende wartete das Fenetre de Durand (2.797 m) auf uns, eine breiter Grenzsattel zwischen der Schweiz und Italien.

Nur noch wenige Meter vor dem Fenetre de Durand
Das Geschiebe hatte aber noch keine Ende, auf dem Weg ins italienische Valpeline mussten noch zahlreiche Blockstein-Passagen überwunden werden. Der Trail abwärts war aber größtenteils ein Fahrspaß. Über Valpeline (960 m) fuhren wir im Eiltempo nach Aosta (580 m) ab, quer durch die Fußgängerzone bis zu einem Bäcker, und wenig später und schon ein wenig ausgelaugt, über eine Landstraße nochmals gute 15 km bis nach Villeneuve zu unserer Unterkunft „Edelweiss„. Diese erwies sich mit ihrem Wirt als ein Glückgriff (fairer Preis, ausgiebiges Abendessen, sehr frühes Frühstück und auch noch die guten Englisch-Kenntnisse des Wirten!).
Insgesamt hatte diese Etappe rund 105 Kilometer und ca. 2.700 Höhenmeter. Am nächsten Tag ging es ins Valsavarenche.













