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Ausflug zur Mondspitze

Der November war und ist der gefürchtete Arbeitsmonat. Ständig unterwegs, viele Nachtschichten. Das heißt nichts Gutes für einen so wichtigen Zeitraum. Nun gilt es Grundkondition aufzubauen. So laufen wir nachts mit Stirnlampen, versuchen Trainingszeiten irgendwo am äußersten Rande unseres Wachseins zu realiseren. Heute aber hatten wir endlich die Zeit, einen längeren Ausflug zu unternehmen – ein Bike & Hike zur Mondspitze (1.967 m).

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Beim Aufstieg, Nähe Valscherinaalpe

Von Nenzing (530 m) aus ging es mit den Mountainbikes zur Nenzinger Berg-Alpe (ca. 1.200 m) hoch, über viele Serpentinen und gegen einen stürmischen Föhnwind. Es war so warm, dass ich in kurzer Hose und Beate im Radshirt gefahren sind. Nach lockeren zwei Stunden Fahrt sind wir auf 1.750 m abgestiegen und zu Fuß den Wanderweg auf die Mondspitze hinauf. Dort war schon einiges los, weshalb wir Minuten später schon wieder im Abstieg waren. Die Abfahrt ist wiedermal sehr fein gewesen – ewig lang, nicht zu steil, einfach rasant. Wie damals, als wir von Brand über den Parpfienzsattel hierher gekommen sind.

Mondspitze

Mondspitze mit Blick nach Norden

Kurzklettersteig Nüziders

Auch heute sind wir nach einer Kurzaufgabe im Fels fündig geworden: den Kurzklettersteig in Nüziders kannten wir noch nicht und stiegen diesen einfach mal hoch und runter. In Summe ein technisch mittel-anspruchsvoller Klettersteig mit nicht allzu viel Eisen, wenigen Überhängen, aber von insgesamt kurzer Länge (ca. 20min gemütlich). Der Klettersteig befindet sich am Klettergarten Nüziders, Parkplatz auf der linken Seite (Straße Ludesch-Nüziders, Richtung Bludenz). Einstieg ist 20m vom Parkplatz und gut markiert.

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schon fast am Ende des Klettersteigs…

Klettersteig-Alternativen im Land sind rar, vor allem wenn man einen kurzen Zustieg und Durchstieg will. Vielleicht noch am ehesten Örfla-Schlucht, Kapf und Kessi.

Immer Beate nach: Furka-Hochtannberg-Schwarzer See

Andere haben ein gemeinsames freies Wochenende (manche sogar einen gemeinsamen freien Sommer!), andere nicht. Und so fuhr ich heute wieder alleine in der Gegend herum, während Beate im Krankenhaus Dienst hatte. Trotz allem war sie heute bei mir – zumindest im Geiste und im Routenvorschlag. Ich fuhr ihre Furka-Hochtannberg-Schwarzer See-Runde: gute 135 km Ländle, 2.600 Höhenmeter in Summe. Besonders schön fand ich die Passage vom Hochtannberg Pass nach Lech, klasse Strecke mit verhältnismäßig wenig Verkehr.

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Am Hochtannberg mit Blick gegen Süden

Am Sonntag die Bergstraßen zu fahren ist allerdings so eine Sache. Motorradfahrer verwechseln die Straßen mit einem Grand-Prix-Rennen, es ist höllisch laut und manchmal nicht ungefährlich. Von Verkehrspolizei allerdings weit und breit nichts zu sehen… Kurz vor Langen am Arlberg dann Stau: ein Motorradfahrer lag auf der Straße, eine Ärztin hatte schon eine Infusion angehängt, die Autokolonnen standen weit in die Tunnels hinein. An so einem (Renn-)Sonntag leider ein Bild, das sich oft wiederholt.

Abendfahrt zur Els Alpe

Zu Wochenbeginn starteten wir diesmal ungewohnt am Abend und in Bludenz einen Aufstieg in die umliegenden Höhen. Ziel diesmal: die Els Alpe (1.590 m). Das Wetter war perfekt, wenn nicht gar ein wenig zu heiss, und von der Muttersbergbahn begleitete uns Patrick auf dem Weg nach oben, stets unter dem wachsamen Blick des Hohen Fraßen.

Auf Höhe Lax Blick ins Montafon

Im Hintergrund (eher links) die Sulzfluh

Zunächst ging es recht bequem auf Asphalt wenn auch steil nach Lax hinauf, und dann über Schotterwege auf Höhe der Muttersberg Bergstation. Beim Weiher gab’s eine kurze Rast, und dann kamen wir auch schon sehr bald zum Tiefenseesattel mit Blick Richtung Walsertal, Marul, und das Sättele zwischen Laguz Alpe und Klesenzaalpe.

Alpidylle auf der Els Alpe

Nicht mehr weit entfernt liegt die Els Alpe in schöner Lage unterhalb der Elsspitze. Ein Radler ging sich noch aus, bevor wir schon zur Abfahrt schreiten mussten – es wurde langsam dunkel. Der Blick ins Rätikon (mit Schesaplana und Bürs; sowie zur Sulzfluh) war dennoch recht klar.

Die Schesaplana im Abendlicht

Alles in allem eine schöne Stichtour mit ca. 1.050 Höhenmetern – bestens für einen Abend geeignet.

Abendrunde zum Gerachhaus

Ein arbeitsames Wochenende liegt hinter uns, und nicht umsonst wollten wir heute unbedingt eine größere Runde drehen als “nur” im Hinterland von Dornbirn herumzukurven. Einige wenige freie Touren hatten wir noch in unserem Bike-Führer Vorarlberg – unter anderem eine Strecke um Dünserberg herum.

Die Wolken hingen tief, das Wetter blieb trocken

Ausgangspunkt war diesmal Rankweil (460 m), wo wir über das LKH Valduna Richtung Übersaxen aufstiegen. Tolle Forstwege, und auch später prima Passagen – teils Schotter, teils Asphalt. Ab dem Parkplatz der Seilbahn oberhalb von Übersaxen wurde der Weg zwar grober, aber immer noch angenehm steil, so dass ein Absteigen nicht nötig wurde.

Kurzes Schiebestück vor der Eggalpe

Nun folgte eine eher steilere Passage bis zur Gulm Alpe (mit prima Sicht auf’s Laternsertal und zur Furka sowie zum Hohen Freschen), die dann in ruppiges Gelände überging, mit einigen weiteren Steilpassagen. Das letzte Stück hinauf zur Eggalpe (1.505 m) mussten wir zwar schieben (steiles Waldstück), aber da war wir fast schon da. Noch ein sehr lässiger Trail folgte, und schon waren wir kurz unterhalb der Dünserberger Älpele. Von hier aus hätte man auch zu den Alpila Alpen gelangen können, und dann weiter Richtung Thüringerberg.

Schon auf der rasanten Abfahrt vom Gerachhaus

Schnell umgezogen, Helm auf und schon flitzten wir den Schotterweg nach Dünserberg herunter, später weiter in Richtung Übersaxen und dann über unseren Waldweg zum Landeskrankenhaus Rankweil retour (auf der anderen Talseite hätte man über Batschuns auch die Berge oberhalb von Laterns befahren können). Insagesamt eine sehr flotte Runde mit rund 30 km und 1.200 Höhenmetern.

Um die Alpila-Alpen herum…

Nach unserer Sulzfluh-Besteigung und Mini-Radtour Latschau-Lindauer Hütte-Latschau war heute auf dem Nachhauseweg eine reine Bike-Tour angesagt (wir blieben über Nacht im Montafon im Rätikon-Camping, übrigens ein ganz kleiner und ruhiger Camping-Platz! Andere Camping-Plätze in Tschagguns (keine 1-Nacht-Gäste!) und Schruns (“wir sind schon voll”) waren gar nicht nett…).

Blick von Thüringerberg ins Großwalsertal – Raggal

Diesmal ging es vom Gemeindeamt in Thüringen nach Thüringerberg und von dort über zahlreiche Serpentinen hinauf Richtung Alpila-Alpe. Kurz unterhalb dieser wurde der Hang Richtung Hochgerach (in der Nähe befindet sich auch die Gehrenspitze) gequert und wir erreichten über einen sehr grobschottrigen Weg die Äußere Alpila-Alpe (und damit auch die höchste Stelle unserer Tour: 1531 m Seehöhe).

Von dort aus geht es recht steil zur Hensler Seilbahn und weiter über Dünserberg und Düns Richtung Schnifis. Der Walgauweg bietet dann noch einige Trailpassagen, bis man nach insgesamt 3 Stunden wieder am Gemeindeam in Thüringen ankommt. Eine schöne Tour durch die Gemeinden am Eingang zum Großwalsertal.

Unterwegs von Thüringerberg zur Alpila-Alpe

Bikers Heaven – Tag 1

Nach langen Regenperioden, Nachtdiensten und sonstigen Ausreden haben wir es endlich gemacht: die lang geplante, oft diskutierte und immer wieder erträumte 3-Tages-Tour durch das Bike-Paradies Vorarlberg. Naja, wir streiften gerade mal ein paar Pässe und Täler, und doch höhlten wir wie ein Wurm durch das Zentrum des Landes aus: Großes Walsertal, Lechquellengebiet, Hinterwald, Mellental und der First waren grob unsere Stationen. Hier mal ein Überblick:

Der Kilometerzähler startete am Tag 1 am Bahnhof Nenzing und stoppte in der Ravensburger Hütte, rund 50 km, 7 Stunden Bruttozeit und 2.000 Höhenmeter später. Ja, 50 km können auch mit dem Rad eine Weile dauern.

Der erste Abschnitt ging locker, trotz einer recht frühen Meldung – Beate in Bludesch (rund 3 km nach Nenzing): “Sind wir schon in Ludesch?” Ich: “Nein, erst in Bludesch”. Beate:” Oh, noo!” Ab Ludesch ging es richtig rauf, nach Raggal ins Walsertal, aber auf einer geteerten, mäßig befahrenen Straße. Einziges Problem: das Gewicht der Rucksäcke. Wir mußten für drei Tage unser Zeug dabei haben, inklusive Hüttenschlafsack. Die erste Rast hatte also rasch eine Entschuldigung: die Vorräte und somit das Gewicht dezimieren.

Von Raggal ging es erstmal in einer erholsamen Abfahrt über den Marulbach, dann steil nach Marul hinauf und schließlich fortwährend auf einer einsamen, aber asphaltierten Straße das Tal hinauf auf ca. 1.500 Meter zur Laguzalpe. Von da an hieß es bald schieben, tragen, schieben, und zwar auf rund 2.000 Meter Seehöhe, den ganzen Weg hinauf auf den Sattel und dann hinunter zum Formarinsee.

Hier trafen wir zum ersten Mal auf Biker. Naja, die fuhren mit dem Auto zum Formarinsee, und dann ein paar hundert Meter zur Freiburger Hütte, und retour. Wir hatten einen Spaß, da kam doch eine ältere Frau mit einem Fahrrad den Weg herunter, ohne Shirt, nur mit schwarzem BH. Was es nicht alles gibt, bei uns auf den Bergen.

Vom Formarinsee geht’s einmal ordentlich herab, super Abfahrt auf gutem Weg und dann gleich wieder 200 Höhenmeter hinauf Richtung Spulersee. Schöne Strecke, und wieder nichts los, außer ein paar Bustouristen, die dann eine Stunde zur Ravensburger Hütte hinauflatschten und Würstle verspeisten. Wie auch immer, wir bezogen Quartier, auf fast 2.000 Meter Seehöhe, in Holzkojen und Kaltwasserdusche, 7,50 für das Frühstück und Kindergetrampel bis 22.00, weil danach Hüttenruhe. Um 7.00 morgens ging es dann weiter…

‘ran an die Schwestern: Hinterälpele

Im April, also noch im Sommer des Jahres 2007, ging es von Frastanz hinauf bis kurz unter die Drei Schwestern. Der Weg immer steil, und doch gar nicht unfein: bis Amerlügen klettert die Strecke schön schattig und bestens asphaltiert hinauf, und dann nach einer kurzen sonnigen Ortsdurchfahrt, geht’s weiter im Wald. Diesmal auf feinem Schotter, gut befestigt und nicht grob, in vielen Windungen den Hang hinauf bis kurz unterhalb des Senders. Der ganze Weg bis hierher dauert ca. eineinhalb Stunden.

Blick ins Walgau

In wenigen Minuten ist Vorderälpele erreicht, und dann schlängelt sich der breite Forstweg entlang des Grats mit mäßigen Steigungen und vielen Sonnenpassagen bis zur Hinterälpele, wo auf jeden Fall eine Rast wartet.

Die Drei Schwestern

Mit der Abfahrt vor Augen genießt man das Bergpanorama – die Drei Schwestern sind hier die markantesten Höhen. Ganz und gar unbeeindruckt zeigen sich die Murmeltiere, die hier den Hang hinauf- und hinuntertrollen.

Hinterälpele

Die Abfahrt ist im ersten Teil recht ruppig und der Untergrub sehr grobschottrig und steil, fast schon eine Trial-Piste. Danach wird’s ein wenig flacher und der Weg feiner, so dass ein hohes Tempo möglich ist. Das macht auch nach der Einmündung in die Asphaltstraße kurz vor Amerlügen Spaß, genauso wie der Schuss bis nach Frastanz.

Heute meinte wir es gut mit uns, und nahmen dann noch den Weg über Göfis-Rankweil-Götzis-Hohenems bis nach Hause mit dem Rad.