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Einmal um den Reschensee

Zum Abschluss des Südtirol-Wochenendes nutzten wir das Schlechtwetter am Sonntag für einen Laufausflug (wieder einmal: Korsch, Weinstraße)- einmal um den Reschensee. Eine schöne Runde (ca. 15km, 200 Höhenmeter), die man am westlichen Ufer in die umliegenden Wälder und damit in die Höhe ausdehnen kann. Für den Rückweg nutzten wir den Radweg, der an diesem Morgen verwaist blieb.

Am Reschensee

Am Start der Runde um den Reschensee

Erst am Pass sahen wir dann die “Radler”: Busse fuhren auf den Reschenpass hinauf, entließen ihre menschliche Fracht auf die mit hinaufgekarrten Räder, und dann ging es mehrere hundert Höhenmeter talabwärts auf bestens ausgeschilderten Radwegen. Wir staunten, womit heutzutage Geld zu verdienen ist!

Am Reschensee

Interessante Stimmung am kaum gefüllten See

Impressionen aus Mals

Zwischen dem unteren Vinschgau mit Kortsch / Schlanders und dem Reschensee liegt die kleine, aber feine Gemeinde Mals. Wir haben uns umgesehen…

Mals

Mals

Mals

Kortscher Leiten

Nach unserem Radtest “Martelltal” wollten wir auf der anderen Talseite mit den Laufschuhen die Gegend um Kortsch erkunden. Wie schon an der Weinstraße sind auch hier die Wege gut ausgeschildert – wir starten eine kleine Runde in die Höhe: von Kortsch (869 m) über den Zaalwaal in die Höhe fast bis nach Gmahr (1.682 m, Wege: 8, 15), von dort westwärts nach Feilegg (1.561 m; bis hier: Weg-Markierung 15B). Von hier teils steil bis nach Allitz (1.100 m) und entlang von Apfelplantagen wieder zurück nach Kortsch.

In den Kortscher Leiten

bei Gmahr

Eine anstregende Runde (15km, 900 Höhenmeter), die wir teils laufend, selten gehend hinter uns brachten. Lohnend: die Talblicke ins Vinschgau!

Allitz-Kortsch

Retourweg nach Kortsch

Ins Martelltal

Von Bozen kommend und nach einer saftigen Radrunde um den Rosengarten ging es zuerst nach Latsch zum Aquapark – Whirlpool und heiße Dusche war angesagt. Die Nacht selbst verbrachten wir in Kortsch (850 m) bei Schlanders – sehr ruhig und mit Aussicht auf riesige Apfelplantagen. Aufgrund der Schlechtwetterprognose (Berggipfel im Nebel am Vormittag, Regen am Nachmittag) verzichteten wir auf eine Schitour (damit war Piz Campagnung der letzte Berg dieser Winterskitourensaison) und stiegen wieder in den Sattel.

Apfelplantagen

Im Tal zwischen Apfelbaumreihen

Zunächst ließen wir die Räder laufen – nach Morter (ca. 700 m) bei Latsch. Erst hier begann der lange, rund 23km lange Aufstieg über 1.500 Höhenmeter. Schon die ersten Rampen zeigten, was uns bevorstand. Kurz vor Martell dann eine erste Verschnaufpause mit kurzer Abfahrt. Die folgenden Rampen, Galerien und Kehren hatten es aber in sich – das Martelltal wollte es uns nicht leicht machen. Manche Anstiege waren so steil, dass wir aus dem Sattel mussten, im kleinsten Gang verbissen um Meter kämpften. Die 10 Kehren vor der Staumauer des Zuftritt-See waren sicher ein “gscheiter” Test.

Zufrittsee

Am zugefrorenen Zuftrittsee

Durchgeschwitzt in den kalten Temperaturen mussten wir entlang des Sees und dann weitere 200 Höhenmeter hinauf – zum Ende der Straße und zum Hotel Schönblick. Der Gedanke an einen warmen Kaffee trieb uns die schweiss-treibenden Kehren hoch – wieder mit Steigungen jenseits von 15%. Den versprochenen Kaffee gab es, und auch eine warme Stube, die wir zum Trocknen nutzten. Die Abfahrt selbst wurde ja zu einer kalten Angelegenheit – der Fahrtwind kühlte uns zu einem Eisklotz ab. Auf dem Rückweg schauten wir noch in Schlanders um, und in Kortsch beim 1. Mai-Fest gab’s noch eine richtige Sportlerjause: Bratwurst und Radler.

Martelltal

Die Radroute

Insgesamt eine Tour, die man nicht unterschätzen sollte – die insgesamt 1.800 Höhenmeter sind teilweise hart erkämpft, und ein trockenes Rad-Shirt im Rucksack ist auch keine schlechte Idee (Beinlinge, Armlinge, Mütze sowieso). Aber der Nachmittag stand ja noch zur Verfügung, und so kundschafteten wir die Berge oberhalb von Kortsch per pedes aus…