Posts

Schnee, Ski, Japan

Man darf ja noch Träume haben. Und Ziele soweiso. In der Hitze des Alpensommers fand ich diesen Video-Clip. Deep Powder in Japan. Warum auch nicht? Ein paar Skitouren, danach Sushi und Sake, und später im Holzhaus einnicken. Ja ja, man darf hoffen…

Live vicariously

Es gibt Tage und Wochen, da lebt man wie in einer Nebelsuppe, ohne Inspiration, ohne Mut, ohne Vision. Und dann hört man, liest man, sieht man Geschichten, die alles wieder in dir erwecken. Live vicariously! Mehr will ich dazu nicht sagen, ich freue mich auf den ganzen Film, wenn einmal die Reise der Goodwins zu Ende ist. Hier vorweg ein Trailer, den man mehr als einmal anschauen wird…

screen-capture

man lebt nur einmal…

Slow yourself down and you see so much more! Egal was dir andere sagen, was in deinem Leben wichtig ist. Folge deiner Inspiration, sehe die Welt, älter wirst du sowieso.

“Warum?” Die Frage nach dem Rest-Risiko

In ein paar Tagen geht es für mich in ein neues, herausforderndes Bergabenteuer. Die Höhe, die Unwägbarkeiten, das Wetter, das kombinierte Gelände aus Fels, Eis und Schnee, alles schöne wie nicht zu unterschätzende Aspekte dieser Tour und des Bergsteigens im Allgemeinen. Für viele stellt sich angesichts der potentiellen Gefahren die Frage nach dem “Warum” solcher Unternehmungen. Es ist eine Frage, die im Kopf des Bergsteigers nicht vorkommt.

“Ist das nicht gefährlich?”, höre ich oft. Ja, in einem gewissen Sinne. Und doch überwiegt etwas, was mich da hinauf treibt. Das Abenteuer, die Anstrengung, das Sich-Überwinden-Müssen. Mehr mental als körperlich, ist es ein Kennenlernen seiner eigenen Person und die der Seilpartner. Die Stärken und Schwächen in kritischen oder stressigen Situationen treten deutlicher hervor als im Tal, und der Gedanke an das “Warum?” rückt vollkommen in den Hintergrund.

Ich kann die Frage für mich nicht beantworten. Vielleicht ist es meine Art die Herausforderung “Leben” anzunehmen, mich weiterzuentwickeln und nicht in unserer überversicherten Gesellschaft dahinzuvegetieren. Entscheidungen zu treffen, die Konsequenzen zu tragen, selbst wenn es weh tut. Aber zu 99%, Bergsteigen heißt Spaß haben und die Natur genießen!

Noch mehr zu diesem Thema in diesem Ausschnitt des aktuellen Films “The Sharp End”:

Micah Dash and Johnny Copp segment of “The Sharp End” from Cedar Wright on Vimeo.

Lifestyle: Reisen, Outdoors, und mehr

Es ist Sommer, und wir sitzen in Dornbirn. Wahrlich, es gibt Übleres. Aber wir sind schon eine kleine Ewigkeit nicht mehr so richtig unterwegs gewesen (Kaukasus, wann war das noch mal?), und irgendwie schare ich schon mit den Füßen unter’m Tisch. Es sind noch Monate bis zum nächsten, längeren Unternehmen.

Geplant sind in den nächsten Tagen ein paar Tage in den Alpen Frankreichs, und so das Wetter uns die Stange hält, ein paar alpine Bergtouren. Außer meinem Training, um in Form zu bleiben, tut sich aber nicht sehr viel. Da muss man durch. Sich Ziele setzen und an diesen arbeiten. Ich finde das eine gute Methode, um auch im Training die Motivation zu halten. Und dann gibt’s noch diese Methode: feine Video-Clips von Leuten, die ihren Traum leben. Im vorliegenden Fall ein Bursche aus Helsinki, der sich im Bouldern einen Namen gemacht hat: Nalle Hukkataival. Für ihn gehört das Klettern, das Reisen und andere Menschen treffen zusammen. Es ist sein Lifestyle. Und ist schon immer meiner gewesen (bis auf das Klettern, welches nun dazugekommen ist).

ROCKLANDS: Black Diamond athlete Nalle Hukkataival visits South Africa’s famed boulders from Black Diamond Equipment on Vimeo.

Lehrreich: Sturzanalyse beim Eisklettern

Da habe ich mit meinem neuen Scanning-Tool “Trap.it” einen feinen Artikel zum Thema “Eisklettern” entdeckt. Eisklettern möchte ich gerne nächsten Winter forcieren, nachdem ich letztes Jahr lediglich daran geschnuppert habe. Und da kam dieser Beitrag im Blog des American Alpine Institute gerade richtig…

Um was geht’s? Zwei Seilschaften vergnügen sich an einem Eishang im Eisklettern. Während bei der linken Seilschaft alles glatt geht, geht dem Vorsteiger der rechten Seilschaft knapp unter dem Ausstieg die Kraft aus und er stürzt in die Sicherung, die ihn nach gut 20 Metern zum Halten bringt. Der Kletterer kommt mit wenigen Brüchen davon. Das dazu gehörige Video (siehe unten) ist faszinierend und äußerst lehrreich. Noch lehrreicher ist die Analyse im oben erwähnten Beitrag des AAI. Man lernt nie aus, und das Motto des Eiskletterns ist mir noch eindrücklicher in den Hinterkopf gebrannt worden: Fallen verboten!

Fall. from Jeffrey Butler on Vimeo.

Alaska, Alaska

Je länger wir herum sitzen, in unserer Arbeit verhaftet, und je länger wir nicht in die Welt aufbrechen können, desto mehr brennt es in uns, da hinaus zu kommen, wo die Weite ist. Aber wir wären nicht wir, wenn wir wenigstens nicht schon Ideen hätten, diesen Zustand des sich-bequem-machens zu überwinden. Alaska, Alaska. Oder war’s doch was anderes? Die Zeit wird’s sagen. Aber jetzt doch: Alaska, Alaska …

Portugal. The Man – Sleep Forever from Portugal The Man on Vimeo.

Bouldern in der Halle und nicht im Norden

Meinen mehrtägigen Aufenthalt in Innsbruck durfte ich mit Bouldern in der Tivoli-Halle schmücken und mich so von der Sehnsucht nach den umgebenden Hängen ein wenig lösen. Die Südseite der Nordkette hat ja nurmehr wenig Schnee, aber die Nordhänge von Patscherkofel & Co weisen eine geschlossene Schneedecke auf. Ich hoffe, es klappt zeitlich wieder mit einer Tour.

Wenn es um’s Bouldern geht, dann erinnere ich mich stets gerne an Santa Gadea, Marta, Black, Mathieu und seine Freunde. Da war genug Fels für Jahre, und Zeit für die Ewigkeit. Stein ist gewaltig anders als die Hartplastikgriffe, die Luft ist rein und nicht weiss vor Magnesiumstaub, und die Halbwüchsigen im Hormonschub braucht’s auch nicht. Aber meine Hände sind genauso aufgerissen, aufgerauht, einfach schön. Wann kann ich wieder ran, wann gibt es wieder Fels? Ich beneide die beiden Jungs im Video. Ob der Zeit auch ihrer Fähigkeiten.

Bouldering in Norway from Boulderkeskus on Vimeo.

Life in your years

Nur noch wenige Tage, und dann sind wir wieder unterwegs. Kann es gar nicht fassen, dass die monate-lange Vorbereitung nun Wirklichkeit wird und wir wieder einen Punkt auf unserer Ideen-Liste für 2010-11 realisieren können. Es fehlen nur noch ein paar US$, Schoki für Sergey und diverse Reserve-Batterien. Rucksack ist probegepackt, und für den Berg bereit gemacht. In den nächsten Tagen pushen wir den Körper noch ein wenig, damit er sich auf die kommende Woche einstellen kann, und verbringen sonst noch die eine oder andere Stunde in der Kletterwand.

Wir sind fest überzeugt, dass sich die Anstrengungen vor und während dieser Reise lohnen werden, dass wir aufregende Tage erleben und interessante Menschen treffen werden. Oder wie es schon Abraham Lincoln einmal treffend sagte: “And in the end, it’s not the years in your life that count. It’s the life in your years.” (frei übersetzt: Letztlich kommt es nicht darauf an, wielange man lebt. Es kommt auf das Leben in diesen Lebensjahren an.)

Im Web habe ich ein schönes Beispiel für diese Lebenseinstellung gefunden – Jacinda Hunter, Krankenpflegerin und vierfache Mutter, die sich in den schwierigsten Wänden kletternd bewegt. Hier das Interview:

Jacinda Hunter: Style, Grace, Power from Prana Living on Vimeo.