Posts

Entdeckungsreise in die Auvergne und ins Perigord

Ein lang geplantes langes Wochenende hatten wir endlich umgesetzt – eine schöne Kurzreise in die Auvergne und ins Perigord. Inkludiert war unser erstes Adventure Race der Saison, mehr dazu in einem späteren Post. Die Auvergne ist als die Landschaft der Vulkane bekannt, das Perigord als der Feinschmeckerladen Frankreichs. Beste Voraussetzungen für eine Entdeckungsfahrt!

Hier unser Programm:

Mehr darüber im Einzelnen in den nächsten Tagen…

auvergne

Blau – Gegenden, in den wir sportlich unterwegs waren, olivgrün Orte, die wir zu Fuß oder mit dem Büssle genauer unter die Lupe genommen haben!

Die große Wallis-Tour per Mountainbike

In wenigen Tagen soll es endlich losgehen, die diesjährige Mountainbike-Tour-Woche, diesmal ins Wallis. Letztes Jahr haben wir ja Graubünden mit dem MTB gequert, nun geht es in den Westen der Schweiz. Support gibt es dieses Jahr durch unser Racing-Büssle, wir müssen uns also nicht um Hotelzimmer kümmern oder hungrig in der Früh auf der Suche nach einer Backstube die Dörfer abklappern.

MTB-Trips (gelb), Bike-Park (rot), Klettersteige (blau)

Einige unserer Ziele werden wohl sein waren:

Als Rast zwischen den insgesamt mehr als 10.000 Höhenmetern wollen wir den einen oder anderen Klettersteig einbauen. Flims auf der Anreise, die Gegend um Saas Fee, und auch Nax oder Sion kommen hier als Ausgangsorte in Frage. Nun hoffen wir auf gutes Wetter, und wenige Platten.

Pfingsten im Jura

Das Pfingstwochenende hat uns ins Jura verschlagen – wieder mal mit unserem Racing-Bus ging es in die Gegend von Neuchâtel, Ste. Croix, Blasthal aber auch in das französiche Jura bei Morbier und Ornans. Erstaunlich, wie völlig losgelöst vom restlichen Pfingsttrubel und -verkehr diese Gegend war. Da das Wetter mitspielte, ging es mit den Bikes auf drei Touren und mit den Klettersteigsets in drei Wände. Auch die Inline-Skates und Laufschuhe blieben nicht im Kasten…

Die orange-eingekreisten Regionen, die wir zu Pfingsten intensiv erkundet haben.

Und hier die einzelnen Abschnitten, die wie gewohnt in den nächsten Tagen hier etwas genau beschrieben werden:

Auf dem Weg zum ersten Adventure Race der Saison

Am Sonntag startet unser erstes Adventure Race der Saison, diesmal im beliebten Berck-sur-Mer an der Cote d’ Opale (also irgendwo zwischen Le Havre und Calais). Der Raid Asand ist diesmal ungefähr 60km lang und hält für uns Orientierungslauf, Mountainbiking, Bike & Run, Kajak, Inline-Skating und eine Menge an Überraschungen bereit.

Auf dem Weg dorthin werden wir noch die Benelux-Länder austesten, zumindest was Outdoor-Sportarten betrifft: Biking in den Ardennen, Running in der Pfalz, Skating an der Nordseeküste. In unserem Team-Bus ist ja alles dabei…

Und hier die entsprechenden Beiträge der Benelux-Tour:

Graubünden-Trail: Tag 1 Chur-Savognin

Nach einer kurzen Anfahrt bis Chur ging es am späten Vormittag vom Sportplatz aus los – mit unserem neuen Weggefährten – dem Extrawheel. Beide wasserdichten Säcke waren mit rund 13 kg gefüllt, ich hatte mit dem Anhänger bald 30 kg extra zu ziehen. Die ersten Meter waren verheißungsvoll, zog es sich zwar merklich, aber auf der Ebene und auf Asphalt sehr angenehm.

Manchmal mussten wir schon am ersten Tag in dunkle Löcher – samt Rad

Die erste Steigung zeigte aber, was 30kg tatsächlich heißen – Brennen in den Oberschenkeln. Über Domat/Ems, Rothenbrunnen, Paspels, Rodels und Scharans zog sich eine schöne, aber auch mit einigen ordentlichen Anstiegen Piste über den Hinterrhein. Bei Lain / Muldain waren wir schon im Nachmittag und sehr am Schwitzen.

Trail oberhalb des Hinterrhein

Brücke über die Albula bei Muldain

Dort wurde auch die Talseite gequert, es ging in Serpentinen und auf Forstwegen bis nach Stierva und weiter über die Ortschaften Mon, Salouf, Riom und Cunter bis nach Savognin. Endlich! So fertig wie an diesem Tag war ich noch nie in meinem Biker-Dasein gewesen.

Bei Stierva immer noch im Aufwärtsgang

Am Campingplatz Julia (sehr nett!) gab es dann

  1. die heißersehnte Dusche
  2. das sehnlichst erwartete, selbstgekochte Essen
  3. den Schlafsack im mitgeführten Zelt

Zum Extra-Wheel: ideal für flachere Strecken mit feinem Belag (Kies geht, grobe Steine eher nicht). Auch dürfen die Wege nicht zu eng werden, weil sonst die Taschen links und rechts anprallen bzw. ein Weiterkommen verhindern. Unsere Entscheidung: die Graubünden-Tour ist mit dem Extra-Wheel nicht zu schaffen und das Gerät wurde am Camping im Depot zurückgelassen.

Und hier geht’s zum Tag 2 der Graubünden-Tour…

Vorbereitungen auf unsere Graubünden-Mountainbike-Tour

Bald soll es ja los gehen, und wenn das Wetter mitspielt, schon am Freitag. Noch warten wir auf ganz wichtiges Ausrüstungsmaterial, aber sollte dieses zu spät eintreffen, werden wir auch ohne die mehrtägige Tour angehen:

Von Chur aus über Savognin nach Bivio, dann weiter über St. Moritz, Passo del Bernina, Livigno, Müstair, Burgeis, Scuol, Zernez, Bergün und nach Frauenkirch unweit von Davos. Von dort geht’s noch einmal ordentlich rauf und runter über Arosa und zur Lenzerheide, bevor wir wieder nach Chur zurück kehren. Alles in allem rund 400 km mit ca. 11.500 Höhenmetern.

Da wir sehr oft in Gegenden sein werden, wo es keine Internet-Cafés oder irgend einen anderen finanziell vertretbaren Internet-Zugriff gibt, werden wir hier per SMS Neuigkeiten von der Strecke posten. Diese News sind sehr aktuell und können auf der rechten Seite unter “Twitter Updates” gelesen werden. Wer möchte, kann sogar unseren Twitter-Account so abonnieren, dass man die SMS direkt auf das eigene Handy erhält. Mehr dazu aber auf unserer Twitter-Seite…

Zum Furkajoch und weiter auf die Weißenfluh

Nach dem Regen kam die Sonne, und so auch die Laune zum Biken. Diesmal wollten wir es wissen (was auch immer das heißt): eine 2-Tagestour mit Erholungsfaktor 10.

Zunächst die Überraschung: nein, wir fuhren nicht mit dem Zug zum Start der Tour, sondern nutzen die 25 km Anfahrt zum Aufwärmen. Rankweil ist ja nicht weit von Dornbirn, und außerdem hatten wir eh nichts anderes vor – heute.

Ab der Valduna ging es dann doch bergauf, quer durch Wälder und Lichtungen, hin zum südlichen Frutz-Ufer. Freilich gab es kein Bad für uns. Erstens zu frisch, zweitens hatten wir noch einiges vor, und drittens hätten wir die Schlucht hinabsteigen müssen. Nö, und als wir dann einige Kilometer weiter im Tal-Inneren zur “Üblen Schlucht” kamen, wußten wir auch warum. Schäden durch Muren, überall. Umgestürzte Bäume, weggerissene Wege und Brücken. Der Weg entlang der Frutz, so angenehm er begonnen hatte, so “interessant” gestaltete er sich als Kletterpartie über die nächsten Kilometer. Querliegende Baumstämme zu überqueren war das leichteste. Das Rad über meterhohen Abhängen zu tragen etwas ganz anderes.

Am Ende entschied sich die Natur doch für ein flacheres Tal-Ende mit viel Wiese und dem kleinen Teich bei Bad Laterns. Hier wurden Beine massiert, und der Schoki-Vorrat aufgebraucht.

Mit der nächsten Etappe ging es an die Sonne, der Aufstieg zum Furkajoch (ca. 1700 m). Der Weg nicht unangenehm, und doch nervten die vielen Sonntagsfahrer (=Weekend-Harley-Davidson Fahrer & Co), die sich hier wie auf einer Rennstrecke benahmen. Lächerlich. Wir kämpften uns hinauf, Meter für Meter, hatten mehr mit der Sonne als mit der Höhe zu tun. Oben auf dem Furkjoch war dann die ganze Motorrad-Gilde versammelt, die uns in den letzten 50 min die Ohren zugemüllt hatte. Den Ausblick ins Tal nach Damüls genossen wir trotzdem und hielt auf der Abfahrt auch die Motorräder in Schach.

In der Pension Edelweiß gab’s dann eine nette Chefin und ein prima Zimmer mit Garage für unsere Räder. Wir hatten noch was vor – sünnala – und das war wohl die leichteste Aufgabe an diesem Tag in Oberdamüls. Schließlich gab’s noch ein prima Sonnenterrassen-Abendmahl beim Gasthof Lucia.

Nicht weniger prachtvoll der nächste Morgen – zunächst das Frühstückbuffet, dann die 10 km Abfahrtsstrecke nach Au. Vollgas und ohne Verkehr. Nur die Bremsen quietschen hin und wieder, und unten in Au dann die Dorfkapelle, die hier die Leute aufweckte.

Überraschend genial dann der Weg entlang der Ach bis nach Mellau, herrlich nichts los, und schön asphaltiert. In Null-komma-Nichts standen wir auch schon vor der eigentlichen Tagesaufgabe, dem Anstieg zur Weißenfluh von Reuthe aus. Über Unterfluh, Schwenka und Schnellvorsäß bissen wir einige Höhenmeter auf das Plateau unterhalb der Weißenfluh, von wo wir dann in staubigem Downhill-Rennen insgesamt rund 30 reichlich verschwitzten Bikern auf dem Weg hinauf ein “Servas” ins Gesicht lachten. Für uns war der Tag praktisch gelaufen, der Schuss ins Gütle ein Vergnügen.

Was danach folgte, beschreibt man am besten als einen Tag am Pool.