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Schlechtwetter = Vorbereitungszeit

In den Alpen haben wir gerade eine lang anhaltende, sehr instabile Großwetterlage, die uns schubweise Tiefdruckgebiete von Westen und Süden gegen die Berge bringt. Das sind keine guten Nachrichten für Bergsteiger und Skitourengeher. Vor allem die schlechte Sicht, der starke Wind und der regelmäßige Niederschlag sind ein Risiko. Was tun also, wenn man frei hat, die Berge sich aber verschließen und man auch nicht einfach so nach Norwegen ausweichen kann?

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Es muss schon sehr mies draussen sein, dass man nicht geht…

Schlechtwetter heißt nicht, dass man es sich (ausschließlich) vor dem Kamin gemütlich macht und sich die Oster-Schokolade einverleibt. Schlechtwetter ist die ideale Zeit, sich auf die nächste Tour vorzubereiten. Dazu gehört natürlich die Planung von Touren, Einholen von Informationen, Pflege des Geräts, aber auch die körperliche Fitness wieder aufzubauen. Und um das geht es hier.

Körperliches Training ist für mich nicht lästig – ich schaue nach vorne und sehe, wozu ich es benötigen werde, und schon bin ich motiviert, mich ein wenig zu bewegen. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, alle Arten des körperlichen Trainings so gut wie es nur geht außerhalb von Fitnessstudios oder anderen kostenpflichtigen Orten zu betreiben. Die teilweise hohen Kosten sind nur ein Aspekt, ein anderer die zeitliche Flexibilität und das Einsparen von Wegzeiten. Zuhause ist, als Nachteil, eine große Portion Selbstdisziplin notwendig. Wer das aufbringen kann, dem könnten meine Trainingsvorschläge ein kleiner Ideengeber sein:

  • Krafttraining mit Körpergewicht: das übliche Programm aus Sit-ups, Liegestütz, etc.; notwendig dazu: eine Iso-Matte oder ähnliches; Anleitungen finden sich auch auf diversen Cross-Fit-Seiten im Web
  • Trainingboard: Kletterern sehr bekannt, ist eine praktische Sache zuhause: eine halbe Stunde Klimmzüge, Halteübungen etc. für den Oberkörper und Rumpf; für Mo
  • Rennrad auf Rollen: ideal für Zwischendurch, verschiedene Intensitätsstufen, mindestens eine Stunde; für Oberschenkel und Waden; Der Tacx Rollentrainer Satori T1856 ist ein solches Gerät
  • Laufen: kann man bei jedem Wetter, also hinaus! Bei Eis evt. mit Spikes!
  • Wasserkanister-Trek: habe ich hier beschrieben….
  • Ach ja, Yoga natürlich, manche machen es mit Wii-Unterstützung

Das Einzige, was ich zuhause schlecht tun kann, ist bouldern oder überhaupt klettern. Dann muss die Kletterhalle her – ein klassischer Schlechtwetter-Fluchtort. Optimal finde ich Schlechtwetter auch, um alte und neue Ausrüstung zu testen. Da gibt’s keine bessere Umgebung dafür, garantiert.

Herbstzeit = Vorbereitungszeit

Der Herbst zeigt sich derzeit nicht von seiner besten Seite, die alpinen Klettertage scheinen im Großen und Ganzen vorbeizusein. Schade, hätte ich doch noch ein bißchen Zeit für die eine oder andere Unternehmung gehabt. Aber so ist das in den Bergen, und das ist auch das Schöne daran. Man muss sich nach ihnen richten.

Damit komme ich nun zu einem anderen Thema, der in dieser Übergangszeit zur Wintersaison aktuell wird: Fitness für die Skibergsteigen-Saison. Dazu zähle ich einmal die Grundkondition für lange Tage auf Skiern, Beweglichkeit, gezielter Muskelaufbau und Wiederherstellung aller möglichen körperlichen Baustellen, die sich über die letzten intensiven Monate angehäuft haben.

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Wandern im Bergell

Der Schwerpunkt der Konditionsarbeit liegt bei langen, niedrig-intensiven Einheiten, am besten sind dazu lange Läufe und Bergwanderungen geeignet. Ergänzt mit Intervall-Training am Rad, Stepper und am Berg sowie etwas Krafttraining gibt das die richtige Mischung für mich. Das Hauptthema für mich ist, jene Tätigkeiten zurückzuschrauben, die im Frühjahr und Sommer übermäßig oft meinen Körper strapaziert haben. Das betrifft vor allem Bouldern und Berglauf. Meine Finger, Schulter und Füße brauchen wieder mal etwas Pause, was nicht heißt, dass ich auf diese Aktivitäten vollständig verzichten möchte.

Aber hier gelten für mich zwei Dinge: so wenig wie möglich den erwähnten Stützapparat (Fingergelenke, Schulter, Ellbogen, Knie, Sprunggelenke, Fußknochen) belasten, und diesen bei der Regeneration so gut wie möglich zu unterstützen, damit im Frühjahr die Boulder-Saison voll in Angriff genommen werden kann und intensive Bergläufe wieder auf den Trainingsplan kommen. Ein Teil meiner Regenerationsarbeit ist die Unterstützung durch Tapes.

Tapes haben viele Funktionen, und ich nutze sie immer wieder. Unerlässlich finde ich Tapes als Unterstützung bei Verletzungen: zur Stabilisierung, Entlastung und Schutz. Beim Klettern habe ich z.B. auf der Systemwand gerne Tapes an den Fingern (Haut, Gelenke), bei langen Wanderungen zur Fixierung von Blasenpflastern oder Schutz der Zehen bei langen Skitouren. Relativ neuartig sind Kinesio Tapes, wie man sie des öfteren bei Sportlern im Fernsehen (Leichtathletik, Fußball) sieht: farbige Tapes, die sich der Körperanatomie leicht anpassen und den Körper bei seiner Arbeit unterstützen (sollen). Ich habe sie noch nie ausprobiert, eine Bekannte war damit aber recht zufrieden. Ihr Physio hat es ihr empfohlen, bekommen hat sie die Tapes bei www.sportprotection24.de. Wenn ich sie mal ausprobiert habe, dann werde ich hier wieder über ihre Wirkung berichten.

Und nun ab in die Regeneration und dem Wiederaufbau für die kommende Wintersaison! Berge ahoi!

Möglichkeiten haben und sie nutzen

Irgendwo im Web fand ich dieses interessante Zitat. Mark Aurel hätte sich gewundert, dass ich ihn im Internet zitiere:

Live a good life. If there are gods and they are just, then they will not care how devout you have been, but will welcome you based on the virtues you have lived by. If there are gods, but unjust, then you should not want to worship them. If there are no gods, then you will be gone, but will have lived a noble life that will live on in the memories of your loved ones.

Das Beste aus unseren Möglichkeiten machen ist gar nicht so leicht. Aber es ist eine innere Werthaltung, an die ich mich immer wieder erinnern sollte.

Literatur zum Lauftraining

Auch das braucht es – Literatur für die Fortbewegung. Beate und ich haben uns schon einige Fachtitel angesehen, die wir als Ratgeber für die Gestaltung unserer Trainingseinheiten nützen würden, aber viele waren einfach zu unübersichtlich und in der Praxis zu komplex bzw. keine Hilfe. Laufsport ist für uns so etwas wie der Mittel zum Zweck – Fitness für lange Skitouren und längere Alpintouren aufzubauen. Umso mehr interessiert uns der Bereich des Ausdauersports, und da kommt der Marathon ins Spiel. Auch wenn wir kaum Wettbewerbe laufen, so ist diese Streckenlänge ein Gradmesser unserer Fitness.

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Das große Buch vom Marathon

Ein sehr schöner Titel, den ich mit Nachdruck weiterempfehlen kann, ist Das große Buch vom Marathon.Mit diesem Fachbuch hat man sämtliche Info, die für ein systematisches Training für den Laufsport notwendig sind:

  • Grundlegendes zum Laufsport im Fitnessbereich
  • Laufstil
  • Ernährung
  • Gesundheit und Verletzungen
  • Trainingsanleitungen und ausführliche Trainingstabellen
  • Fallbeispiele
  • Tipps und Tricks für spezifische Wettbewerbe

Für mich habe ich sehr viele Ideen aufnehmen können. Gut finde ich auch die Trainingstabellen, die auch eine Rolle bei der Motivation im Training spielen können. Wir können es nur weiterempfehlen!

Bouldern im Herbst

Nebel hin und her, solange es trocken ist, geht sich allemal eine Boulder-Einheit draußen in der Natur aus. Dann packe ich mein Crash-Pad auf meinen Rücken, schwinge mich auf’s Rad und schon geht’s hinauf an den Fels.

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prächtiger Altweibersommer am Fels

Bouldern ist für mich eine prima Ergänzung zum Bergsteigen im Allgemeinen, zum Sportklettern im Besonderen. Es gibt mir immer wieder einen Impuls, die eine oder andere Kletterpassage beständig auszuprobieren und irgendwann auch zu durchzusteigen. Die Griffe und Tritte eines bewältigten Boulderproblems werden feiner und eleganter, die Fingerkraft stärker. Durch das Wechselspiel mit Kletterwänden in der Halle oder draußen im Klettergarten habe ich bessere Fortschritte in den letzten Monaten gemacht als durch das Sportklettern alleine. Eine Überlegung ist auch der Einsatz eines Trainingboards in den eigenen vier Wänden, um gezielt Fingerkraft zu trainieren. Dazu ein andermal mehr.

Meine Sessions sind meist Kraftausdauer und Technik-orieniert (Maximalkraft trainiere ich eher am Trainingboard). Das heißt, ich nehme mir eine bestimmte Anzahl an Zügen vor, die ich an einer Session absolvieren möchte, genauso bestimmte Passagen, wo ich an Neuem bzw. noch nicht Bewältigtem weiter arbeiten kann. So ergibt sich ein guter Mix, und innerhalb einer guten Stunde kann man seine Unterarme so richtig aufblasen.

Klettern, bouldern / Frust, Freude

Klettern kann frustrierend sein. Oder eben nicht klettern. Entweder das Wetter erlaubt es nicht (dieser Sommer scheint besonders Kletter-unfreundlich zu sein), oder es ist trocken und der Partner kann gerade nicht. Das ist doppelt frustrierend. Auch wenn ich bei allen meinen Kletter-Kontakten anfrage, keiner hat Zeit oder ist irgendwo. Irgendwann werde ich die Methode der Selbstsicherung im Vorstieg und Top rope ausprobieren…

Aber noch habe ich mich dazu nicht durchgerungen. Mein Klettertraining besteht also bestenfalls darin, meine Ausdauer und Klettertechnik im Bouldern zu erhalten. Bouldern in Vorarlberg ist an einigen Plätzen möglich, mit dem Rad ist das aber ein wenig limitiert. Und das Crash Pad am Rücken ist auch nicht ewig fein am Rad… Das mit dem Crash Pad ist überhaupt eine witzige Sache, vorerst. Kein Mensch am Straßenrand weiss, was ich da mit mir herumschleppe. Dementsprechend sind die Blicke. Manche fragen gar nach, wozu das Ding da gut sein soll.

Bouldern wird zunehmend populärer. Im Web und in der Kletterszene ist es schon längst eine eigene, vom Sportklettern abgekoppelte Sportart. In den Medien wird es langsam aufgegriffen, wie es z.B. dieser Artikel von Reuters zeigt. Interessant an diesem Artikel ist auch die Geschichte des im Artikel erwähnten Bouldergebietes, das nun dem Landeigentümer (ein Farmer in Südafrika) ein Nebeneinkommen (Kiosk, Camping) einbringt. Nun hütet er neben seinen Tieren eben auch seine Felsblöcke. Vielleicht sollte man das auch an die regionale Bauernvertretung schicken. In Vorarlberg gibt’s sehr viel, sehr griffigen und sehr boulderträchtigen Fels. Warum nicht erschließen? Ich hätte gerne etwas mehr Abwechslung in einer halbwegs erreichbaren Umgebung. Und noch etwas: Kletterpartner für kontinuierliches Training (Fels, Halle, …) bitte melden! Derzeit: 7 (top rope), 6 (lead) – also nicht gerade berauschend, aber sehr verbesserungswillig.

Der Wasserkanister-Trek

Mit diesem Post möchte ich eine neue Kategorie in unserem Blog einführen: “Training”. In dieser Kategorie werde ich Trainingstipps und -möglichkeiten präsentieren, die ich selbst ausprobiert habe und über deren Wirkung schreiben. Ich muss natürlich dazu sagen, dass diese von mir nicht wissenschaftlich erprobt oder erforscht wurden, sondern einfach in meiner Trainingspraxis in unterschiedlichem Umfang ausgetestet und bestenfalls eingeführt wurden.

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Bergsteigen heißt oft langer Zustieg, meist mit viel Gepäck und Höhenmetern…

Den Anfang mache ich mit einer Trainingseinheit, die ich bei Steve House abgeschaut habe. Ich nenne es den “Wasserkanister-Trek”. Die Grundidee von Steve ist, dass man sich mit dieser Trainingseinheit schön langsam Grundkondition aufbauen kann. Also lange vor einer geplanten Bergtour oder Bergprojekt. Grundbedingung ist daher, dass man einen guten Überblick darüber hat, wann im Jahr welche Belastungsspitzen auftreten werden (da hilft schon ein einfacher Zeitplan, der auf einer Liste von Zielen fußt). Auf das hin kann man sein Jahresprogramm zusammenstellen. In der ersten Phase, wo es um die Gewöhnung des Körpers an ein bestimmtes Arbeitspensum geht, kommt auch die erwähnte Methode des Wasserkanister-Schleppens zum Einsatz.

Dieses Training ist einfach und effektiv. Bei mir schaut es folgendermaßen aus: mit dem Rad zur Talstation der Karren-Seilbahn radeln und zwei 10-Liter Kanister mit dem Wasser aus der Dornbirner Ache füllen. Diese Kanister verstaue ich in meinen großen Trekking-Rucksack (60 l) und dann auf meinem Rücken. Nun folgt der Anstieg in einem schnellstmöglichen Tempo hinauf zur Bergstation – das sind rund 470 Höhenmeter auf einem durchgehend mittelsteilen Forstweg mit wenigen, kurzen Flachpassagen (insgesamt ca. 3km). Ich bewege mich daher meist im Grundlagenausdauer 2 – Bereich. An der Bergstation angekommen schütte ich das Wasser aus und marschiere wieder zur Talstation herunter – diesmal aber mit einem nicht spürbaren Rucksack, also keine Gefahr für die Knie beim steilen Abwärtsgehen! Wenn man will, kann man das bis zum Umfallen wiederholen.

Dieses Training bietet einige Vorteile. Zum einen der Cardio-Effekt, dann aber auch die Stärkung der Beinmuskulatur und das Gewöhnen an große Lasten bei großer Anstrengung. Außerdem kann ich meine Knie schonen, und das Training bei jeder Witterung und Tages- und Nachtzeit (Stirnlampe) durchführen. Ausnahme: wenn der Weg komplett vereist ist (aber auch hier könnte man mit Steigeisen eine interessante Variante einbauen). Ich versuche, je nach Trainingsperiode zwei bis drei mal pro Woche diese Trainingseinheit durchzuführen und brauche mit der Rad-An-/Abfahrt fast zwei Stunden dafür (inklusive Kanisterbefüllen etc.).

Edelweiss Raid
Edelweiss Raid 2009, Foto: Siegi Schwärzler

In den nächsten Tagen wird sich in einem ersten Test zeigen, ob und wie sich mein Trainingsplan bewährt hat: die erste Belastungsspitze des Jahres 2011 ist ein zwei-tägiger Wettkampf in den Bergen Tirols. Das Edelweiss-Raid ist ein Mannschaftsbewerb im Skitourensport, organisiert vom Österreichischen Bundesheer. Ich darf im Team des Vorarlberger Militärkommandos teilnehmen und bin schon gespannt auf zwei Tage mit je 2.000 (positiven) Höhenmeter, 40 Kilometer Marschweg und diversen Sonderprüfungen sowie einem Schneebiwak. 20 Teams aus dem In- und Ausland sind gemeldet. Ich werde an anderer Stelle von dieser Veranstaltung berichten.

Die Winter-Alternative: Langlauf

Ist das Wetter wieder mal sehr schlecht, oder der Schnee gar für die Abfahrt zu dünn, die Wege dennoch hart und zu eisig zum Laufen, dann, ja dann kommen unsere Langlauf-Ski zum Einsatz, wie letzten Donnerstag in Alberschwende. Langlauf-Loipen kann man eigentlich bei jedem Wetter befahren, und auch nachts mit Stirnlampe. Kein Verkehr, keine unerwarteten Hindernisse.

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Langlaufski im Sortiment, zwei davon in unserem Keller

Langlaufen ist eine recht schöne Sportart. Es gibt technische Aspekte, und auch die Ausdauer kommt nicht zu kurz. Es ist gelenkschonend (Knie, Sprunggelenke) und Stürze passieren bei relativ niedrigen Geschwindigkeiten. Klingt nach einer wunderbaren Trainingsergänzung. Und der Haken? Die Loipe braucht’s, aber solange Winter ist, solange gibt es Loipen! Und das heißt: ab nun geht zu jeder Skitour auch ein Set Langlaufski mit. Sollte das Wetter vor Ort sehr ungünstig sein, satteln wir einfach auf die Loipe um!

Statistiken 2010

Endlich komme ich dazu das Jahr 2010 auch ein wenig in Zahlen zu fassen. Mit unserer Web-Anwendung Daytum protokollieren wir ja auf unserer Stats-Seite fortlaufend, was wir so gemeinsam machen. Das Jahr 2010 war ein richtig umfangreiches Berg-Jahr. Unsere ersten 4.000er erreichten wir auf Skiern in Marokko, weitere Hochtouren auf Jungfrau, Mönch & Co folgten. Wir fuhren mit den Rädern über die Alpen ins Trentino, und gingen im Tien Shan und den Fan-Mountains in Kirgistan und Tajikistan auf Bergtouren.

In Zahlen ausgedrückt läßt sich das in den zwei Dimensionen Höhenmeter (m) und Distanzen (km) so darstellen:

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4744 km zurückgelegt, 161.640 Höhenmeter erstiegen

Ich hatte auch noch eine andere, kleinere Datensammlung bezüglich den unterschiedlichen “Schlafstellen” auf diesen Touren gemacht. Demzufolge schliefen wir 2010

  • 20 Nächte in unserem Büssle
  • 14 Nächte auf Berghütten
  • 19 Nächte in Privatpensionen oder Hotels
  • 12 Nächte in Zelten

Und nun schauen wir wieder nach vorne – was steht als Nächstes an? Eine kleine Vorschau gibt’s demnächst… auch wenn ein paar Ziele aus unserer Outdoor-To-do-Liste 2010-11 offen sind 😀

Craft New Storm Tights Black

Heute stelle ich mal eines meiner wichtigsten Trainingsutensilien vor – im Winter und an kalten Tagen will ich die Laufhose von Craft nicht mehr missen: Craft New Storm Tight black. Die funktionelle Hose von Craft ist winddicht, atmungaktiv und angenehm warm im Winter. Das Innenfutter ist aus feinem Fleece, und geschickt angebrachte Lüftungsschlitze ermöglichen eine Luftzirkulation.

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Craft New Storm Tights Black

Eigentlich habe ich die Hose als Ersatz für eine andere Laufhose, die am Ende ihres Lebenszyklus angelangt war, bei einem Besuch in Stockholm erworben. Ich war vom ersten Lauf an begeistert. Gerade beim Trailrunning im schlechten Wetter (wie bei der First-Überquerung im Sommer 2009) oder beim Lauftraining im Winter ist die Hose ein Hit. Eigentlich ist sie ja für das Langlaufen entwickelt worden. Die Hose ist nicht wasserdicht, aber extrem schnell trocknend.

Überhaupt bin ich schwer von den schwedischen Produkten von Craft begeistert – über das Windstopper Pro Zero Extreme Short Shirt und das Performance Rain Jacket habe ich ja schon letztes Jahr geschrieben.

Vorbereitungen auf die Adventure Race Saison 2010

Skitourenmäßig gab es in den letzten Tagen überhaupt nichts zu berichten. Beate ist an den Wochenenden vollends in der Arbeit eingespannt, und ich verbringe meine Tage an diversen Unis in Österreich. Meine letzte Station war Innsbruck, und da auch Beate nach Südost-Österreich zu einem Kongress musste, traf man sich am Inn. Die beste Gelegenheit natürlich, Laufrouten in und um Tirols Hauptstadt auszukundschaften.

Für Flachstreckenläufer bietet sich – offensichtlich – der Weg am Inn an. Von der Stadtmitte zum Flughafen und retour, schön entlang des Inns, ergibt eine 12km Runde, die sich leicht nach Büroschluss einschieben läßt. Für Bergläufer oder im Rahmen eines Intervalltrainings wählt man eine der vielen Wege um den Alpenzoo oder hinauf zum Ölberg und weiter. Auch hier sind alle Längen und Steigungen ‘verfügbar’.

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Die Nordkette über Innsbruck

Da sich unser Training langsam aus dem Grundlagenbereich in den Intensiv-Ausdauerbereich verschiebt, kommen immer mehr Bergläufe in den Kalender. Mitte Mai haben wir das erste Adventure Race Rennen, und wieder werden wir in Frankreich (letztes Jahr in Berck-sur-Mer) eröffnen. Das heißt auch, dass der Radbereich immer mehr forciert wird (noch Indoor), und wir können es kaum erwarten, bis wir die ersten Bergfahrten mit den Rädern unternehmen können.

Unser Adventure Race Kalender für 2010 ist noch nicht komplett, aber mit Frankreich und einem Rennen in der Schweiz sowie unserem Adventure Race Camp in Furx als Vorbereitungsstätte für alle AR Fans haben wir bereits ein schönes Programm. Das eine oder andere wird noch hinzukommen… Auf alle Fälle, ich brauche demnächst ein zweites Paar Trail-Runningschuhe, auch im Hinblick auf den Start bei einem Trailrunning-Marathon an der Steilküste im englischen Devon.

Bevor wir aber die Adventure Race-Saison eröffnen, werden noch viele hundert Trainingskilometer absolviert werden. Zunächst aber geht es hoffentlich noch in die heimischen, schweizer und marokkanischen Berge – zum Skitouren!

Abwarten, Tee trinken und trainieren

Momentan haben es alle Bergsportler etwas schwer in unserer Gegend. Der Schneedeckenaufbau ist recht instabil, dass man auch in niedrigen Höhen schon sehr gezielt nach einem “sicheren” Hang suchen muss. Und das just am Wochenende. Bitter. Wieviele freie Wochenenden hat man im Winter? Die kann ich an beiden Händen abzählen… Heute geht mal nichts. Ha, das heißt aber nicht, dass wir nicht nach draußen gehen, auch wenn es grau in grau ist und der Regen wohl bald einsetzen wird.

Aber das war ja schon (fast) die ganze Woche so. Laufen, Spinning, laufen, Krafttraining, laufen, das könnte sich so hinziehen, den Winter lang. Wäre da nicht der Montag mit der nächtlichen Skitour vom Gütle zum Hochälpele gewesen, wären im Februar die Skier immer noch im Keller. So bleibt uns nichts anderes zu tun als unsere Vorbereitungen für die nächsten und übernächsten (Stichwort “Hoher Atlas”) Skitouren und Reisen voranzutreiben. Irgendwann hat das Warten auch ein Ende.

Garmin GPS Forerunner 405 mit Herzfrequenzsensor

Heute möchte ich mich einem kleinen Helfer zuwenden, der vieles kann und der uns auch schon viele nette Grafiken und Statistiken geliefert hat: dem Garmin GPS Forerunner 405 mit Herfrequenzsensor.

Diese am Handgelenk zu tragende (und über Nacht aufladbare) Uhr ist für Sportler und Outdoor-Fans gedacht. Sie ist wasserdicht, trägt sich angenehm und ist recht stoßfest. Da ein Teil des Gehäuses aber berührungsempfindlich ist, um Funktionen aufrufen zu können, sollte man dennoch allzu wild mit dem Teil umgehen. Bei größerer Kälte scheint die Touchfunktion auch hin und wieder zu “erlahmen”, ist also bei Skitouren unter dicker Kleidung am besten geschützt.

Wir nutzen dieses Meßgerät sowohl für’s Laufen, Skitouren, Mountainbiking, Klettersteige, also für alle Arten des Bergsports. Damit bestimmte Funktionen wie Distanzmessung etc. auch richtig funktionieren, können verschiedene Sportarten im Menü ausgewählt werden.

Das Augenscheinliche an diesem Gerät ist die Verfügbarkeit eines GPS-Empfängers, mit dem die Route als auch die Veränderung über Zeit aufgezeichnet werden kann. Damit lassen sich nicht nur Statistiken wie gelaufene Höhenmeter, Durchschnitts- und Spitzengeschwindigkeit etc., sondern mit dem ebenfalls vorhandenen Herzfrequenzmesser auch Leistungsstatistiken aufzeichnen und auswerten.

Die Auswertung erfolgt am besten und in allen Funktionen auf einem PC, zu dem der Garmin GPS Forerunner 405 nach Installation der entsprechenden Software drahtlos Zugang finden. Die Daten lassen sich in verschiedenen Modi betrachten und später auch als KML-File nach Google Earth übertragen, um eine geographische Ansicht der registrierten Strecke zu erhalten.

Unserer Erfahrung nach kann man gut einen Tag (ca. 8 Stunden) Akku-Zeit bei eingeschalteter GPS-Aufzeichnung bekommen. Dann muss man wieder eine Stromquelle finden (es gibt keinen Batterie-Betrieb).

Weitere Produktinfos finden sich hier: Garmin GPS Forerunner 405 mit Herzfrequenzsensor