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Trailrun zum Schneiderkopf

Entlang und quer zur Pegnitz

Als Abschluss unseres Jena-Wochenendes (Adventure Race, Bamberg, Gößweinstein) wollten wir zur Abrundung des Ganzen noch eine Bike-Tour in der Fränkischen Schweiz machen. Unsere Wahl fiel auf das Pegnitz-Tal, das laut Roadbook eines Mountainbike-Magazins abwechslungsreiche 30 km versprach.

Waldtrails gab es en masse, oft enger und steiler als hier

Start war in Osternohe, ein kleines Dort im Umkreis von Velden a.d. Pegnitz. Oberhalb von Osternohe liegt der Schloßberg, der gar einen Skilift sein Eigen nennen kann. Über Forstwege ging es bald in die ersten leichten Singletrails, und im ständigen Auf und Ab gelangten wir im dichten Wald unter die Burg Hohenstein.

Die Burg Hohenstein

Einige Abfahrten, teils auf Asphalt, teils auf Pfaden, folgten, bis wir letztlich Velden erreichten, ein schöner Ort mit vielen Fachwerkhäusern. Am Flußtrail folgten wir für einige Kilometer der Pegnitz, die sich für diverse Kanu-Aktivitäten sehr eignen würde. Über weite Forstwege erfolgte dann wieder der Anstieg nach Hohenstein, und später über Waldtrails wieder nach Schlossberg / Osternohe.

Entlang der Pegnitz

Schöner Flußtrail

Verpflegung unterwegs – reife Zwetschken

Insgesamt eine sehr feine Runde mit schönen Waldpassagen im Downhill, und mit ca. 900 Höhenmeter keine kraftraubende Angelegenheit. Mit dem Büssle ging es dann über München wieder retour ins Ländle. Wenn dann Herman Dune aus den Lautsprechern “the world is wonderful as it is” singt, die Sonne über der Straße untergeht, wir beide gerne gleich weiterfahren würden, dann wissen wir, dass das alles so stimmt. Das Leben ist gut.

Einmal um den Itonskopf

Nach Dienstschluss und diversen Materialeinkäufen in Bludenz ging es von Bartholomäberg (1.087 m) mit dem Mountainbike einmal um den Itonskopf (2.089 m) herum. Im Winter waren wir dort schon einmal unterwegs, und zwar mit den Skiern zum Wannaköpfle.

Aufstieg zur Alpe Rellseck

Von der Kirche im Dorf ging es zunächst auf Asphalt ein paar Haarnadelkurven hoch, dann folgten wir dem Wanderweg (Schotter) recht steil über Almwiesen bis Rellseck (1.487 m). Nach ein paar Weidezäunen verläuft die Straße mäßig ansteigend durch Wälder immer weiter Richtung Klostertal, bis es bei Alplegi (1.802 m) einen kleinen Sattel passiert.

Knapp vor dem ersten Sattel (Alplegi)

Hier führt eine rasante Abfahrt auf grobem Schotter bis vor die Latonsalpe (mit “Gastgarten”), worauf wieder ein Gegenanstieg ansteht. Dieser ist gut bewältigbar und nicht allzu lange, dafür aber mit prächtigen Ausblicken über das Klostertal hinweg zur Freiburger Hütte und zum Lechquellgebirge (Mehlsack).

Schöner Höhenweg vor der Kulisse der Gamsfreiheit (re) und dem Breithorn (li)

Nach ein paar Schiebepassagen ging es dann aber zur Sache: die Abfahrt über die ausgeschilderte MTB-Strecke nach Bartholomäberg. Ich kann nur sagen: sensationell! Ein Wahnsinns-Trail mit viel Geschick zu bewältigen, mit reichlich Tempo zu fahren, mit Wagemut zu absolvieren. Mich wunderte nur, dass die Räder soviele Stufen, Sprünge, Kanten und Wurzeln ausgehalten haben. Auf dieser Strecke gilt: Wer zu vorsichtig fährt, verliert. Wer aber flott herunterbraust, kommt über alles drüber, was sich ihm in den Weg stellt. Nicht vergessen: Gleichgewicht nach hinten verlagern, sonst gibt’s schnell mal einen Purzelbaum! Wir sind uns einig: der beste Single-Trail, den wir bis jetzt fahren durften!

Berglauf am Chasseron

Nach der Ankunft in Bullet bei St.Croix packten wir unsere Laufschuhe aus und erkundeten die Gegend unterhalb des Chasseron. Ein weit-verzweigtes Wandernetz erschließt diese vor allem bei Wintersportlern (Langlauf) sehr beliebten Region.

Der Abend klang dann gemütlich an unserem Stehplatz bei Les Cluds aus. Thunfisch-Nudelsalat und später Kaffee waren höchst willkommen. Am nächsten Tag ging es früh los zum Chasseron…

Die Abendrunden werden nicht weniger – Rudach

Ein Dornbirner Klassiker, und am Abend noch viel schöner – über das Rudach.

Blick über Kehlegg ins Rheintal, rechts oben schimmert der Bodensee

Abendausflug zur Schwende

Manchmal geht sich trotz schönstem Wetter nicht viel aus, und der Zoll aus wenig Schlaf (Nachtschichten, Zugfahrten) wirkt sich doch aus. Daher ist Dornbirn das ideale Gebiet, auch mal Abends eine schnelle Runde auf die umliegenden Höhen zu machen. So gestern, auf die Schwende.

Blick auf den Staufen, den Karren und darunter Kehlegg im Abendlicht

Rundweg um die Auerklamm

Nach unseren ersten zwei Kurztrips in die Felsen des Ötztals (der Lehner Wasserfall und der Reinhard-Schiestl-Klettersteig) war am Samstag morgen die Auerklamm bei Ötz an der Reihe. Im Klettersteigatlas als Klettersteig beschrieben, fanden sich vor Ort allerdings keine Anzeichen eines ‘ordentlichen’ Klettersteigs. Bei den anderen Touren waren diese ausgezeichnet vor Ort angeschrieben, hier jedoch fehlte irgendein Hinweis.

Dichte Föhrenwälder im Morgenlicht

So begnügten wir uns mit einer Morgenwanderung durch die Föhren- und Lärchenwälder zwischen Ambach und Taxegg zur Auerklamm und umrundeten das Gebiet in zwei Stunden. Spaß hat es trotzdem gemacht, verwundert hat uns nur, dass der Klettersteig scheinbar nicht mehr öffentlich auffindbar gemacht werden sollte. Denn die Info-Materialien zu den Aktivitäten im Ötztal sind mehr als vorbildlich.

Eine interessante Holzbrückenkonstruktion bei Ambach / Ötztal

Nach dem Auerklamm und einem Versorgungshalt beim örtlichen Spar ging es weiter nach Osten, und zwar nach Saalbach-Hinterglemm. Nun standen die ersten Bike-Touren unseres 5000er Wochenendes auf dem Programm.