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Advocate Harbour: Leben am kanadischen Atlantik

Als wir im Dunkeln nach Halifax aufbrechen, verlassen wir in Advocate Harbour zwei gute Freunde. Gerry und Jane, kennengelernt im Sommer 2013 am ersten Tag unserer Trans-Kanada Reise, machen uns die letzten Tage in Nordamerika noch einmal unvergesslich: Lobster und Ahornsirup-Bohnen, Apfelkuchen und Eis, ein eigenes Gästehaus, Bier-Trinken im Gartenhäuschen, Schneeschuhwandern in den umliegenden Wäldern, Austoben auf dem Schneemobil. Habe ich noch was vergessen? Ach ja, wir fühlten uns so zuhause bei den beiden.

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der Hummer ist fertig

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fühlt sich auf dem Skidoo wohl

Statt der geplanten einen Nacht bei Jane & Gerry sind es letztlich vier geworden. Das sagt alles, und wir hätten noch länger bleiben können. Fischen gehen vielleicht. Noch mehr die Wälder durchstreifen, über die Ahornsirup-Ernte lernen. Gerry beim Dachschindeln helfen. Doch nun, zurück in Halifax, das Büssle bereits in der Warteschlange auf den großen Trip über den Atlantik, haben wir nichts mehr zu tun als die letzte Nacht im Motel zu verbringen. Die einzige Nacht in Nordamerika, in der wir uns einmieten müssen. Ich vermisse den süßen Rauchgeruch beim Einheizen, den weiten Blick über das dunkle Wasser der Advocate Bay.

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vier schöne Tage in der Bay of Fundy

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zwei, die sich gut verstehen

Ring of Fire, die große Reise mit den Ski um den Pazifik, geht in die letzten Wochen. Island und Grönland stehen auf dem Kalender, ganz groß, eigentlich ein Appendix an die Pazifikrunde, aber solange unser Büssle auf dem Atlantik unterwegs ist, werden wir es auch sein. Da das Frachtschiff bereits jetzt mit einer angekündigten Verspätung in Hamburg eintreffen wird, ist unser Rückreisetermin noch unsicher. Könnte Ende März sein, oder auch Mitte April. 2015.