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Buch: Best of Genuss, Band 3

Nun komme ich endlich dazu, auch dieses neue Mitglied unserer Bibliothek zu rezensieren. Es handelt sich um einen Auswahlführer aus dem Hause Panico Alpinverlag. Der Führer “Best of Genuss 03. Schweiz” (2. Auflage, 2011) stellt auf 650 Seiten eine riesige Menge an Sportklettertouren im Schwierigkeitsgrad 3 bis 7 (UIAA) auf dem Gebiet der Schweiz vor. Damit ist schon grob das Programm des Buches beschrieben.

Kletterführer gibt es mittlerweile eine ganze Menge, und auch unsere Sammlung wächst und wächst. Was uns am Band sehr gut gefällt, ist die breite Vielfalt von vorgestellten Klettereien. Aufgrund des Umfanges des Buches eignet es sich nicht gerade für den Weg durch die Route, aber als Begleiter im Auto durchaus. Am besten, man kopiert die entsprechenden Seiten und steckt sie für die Orientierung in der Wand ein.

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Best of Genuss, Band 3

Jede Route ist einem Klettergebiet zugeordnet, welches ausführlich beschrieben wird. Uns interessieren Informationen wie Zufahrt, Parkplatzmöglichkeiten, Zustieg, Stützpunkte und eventuell Weblinks. Die einzelne Route wird mit Hilfe eines recht genauen Topo erklärt. Zur Vorbereitung dienen auch Informationen wie notwendiges Seil- und Sicherungsmaterial, Abstiegswege und Länge der Tour. Sehr wichtig sind uns auch immer Angaben zur Orientierung, damit auch der Zustieg und der Verlauf der Route nicht mit Verhauern beginnen oder enden!

In Summe ein empfehlendes Buch für alle Genusskletterer, die sich in der Schweiz austoben wollen. Wie gesagt, eher zum Planen und Schmökern als für den Einsatz in der Wand entwickelt. Folgende Routen sind wir mit Hilfe des Führers letztens geklettert:

Buchrezension: Skitouren in Südtirol

Ist das Wetter miserabel, und dazu noch die Lawinensituation heikel, tröstet man sich zuhause mit der Planung der nächsten Skitouren. Da hilft schon mal das eine oder andere Buch (Vorarlberg, Ost-Schweiz, Bregenzerwald). Eines unserer neuesten Erwerbungen ist der Titel “Skitouren in Südtirol 01: Ötztaler Alpen, Ortlergruppe, Stubaier- und Sarntaler Alpen“.

Skitouren in Südtirol

Das rund 140-seitige Büchlein liefert wertvolle Infos für die Tourenplanung in Südtirol, genauer für die Ötztaler Alpen, die Ortlergruppe, die Stubaier- sowie die Sarntaler Alpen. Insgesamt werden 60 ausgesuchte Skitouren im Detail beschrieben:

  • Dauer, Länge und Schwierigkeit (alpin wie skitechnisch)
  • Exposition
  • Anfahrt, Ausgangspunkt und Stützpunkte
  • notwendige Karten

Jede Tour wird ausführlich beschrieben und mit einem Farbfoto (inkl. Routenverlauf) illustriert. Es ist sehr übersichtlich aufgebaut und enthält auch Kontakt-Infos zu diversen Hütten. Insgesamt ein empfehlenswerter Band, der auch im Rucksack nicht allzu groß ausfällt.

Literatur zum Lauftraining

Auch das braucht es – Literatur für die Fortbewegung. Beate und ich haben uns schon einige Fachtitel angesehen, die wir als Ratgeber für die Gestaltung unserer Trainingseinheiten nützen würden, aber viele waren einfach zu unübersichtlich und in der Praxis zu komplex bzw. keine Hilfe. Laufsport ist für uns so etwas wie der Mittel zum Zweck – Fitness für lange Skitouren und längere Alpintouren aufzubauen. Umso mehr interessiert uns der Bereich des Ausdauersports, und da kommt der Marathon ins Spiel. Auch wenn wir kaum Wettbewerbe laufen, so ist diese Streckenlänge ein Gradmesser unserer Fitness.

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Das große Buch vom Marathon

Ein sehr schöner Titel, den ich mit Nachdruck weiterempfehlen kann, ist Das große Buch vom Marathon.Mit diesem Fachbuch hat man sämtliche Info, die für ein systematisches Training für den Laufsport notwendig sind:

  • Grundlegendes zum Laufsport im Fitnessbereich
  • Laufstil
  • Ernährung
  • Gesundheit und Verletzungen
  • Trainingsanleitungen und ausführliche Trainingstabellen
  • Fallbeispiele
  • Tipps und Tricks für spezifische Wettbewerbe

Für mich habe ich sehr viele Ideen aufnehmen können. Gut finde ich auch die Trainingstabellen, die auch eine Rolle bei der Motivation im Training spielen können. Wir können es nur weiterempfehlen!

Kletterführer “Cote d’Azur” von Rockfax

Für unsere Woche in der Provence war dieses Band (France: Cote D’Azur.) von Chris Craggs aus dem Rockfax Verlag eine essentielle Quelle für Ideen und Umsetzung von Kletter-Unternehmungen. Das Buch diente uns vortrefflich in En Vau und in St. Raphael.

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Gewiss gibt es ausführlichere Kletterführer für einzelne Gebiete dieser Region. Dieses Buch ist allerdings für jene gedacht, die sich einmal einen Überblick über die verschiedenen Klettermöglichkeiten der Cote d’ Azur machen wollen. Hat man sich einmal auf ein Kletterrevier fixiert, gibt es genug lokale Literatur (ist im Guide angegeben).

Der Führer überzeugt durch seine Übersichtlichkeit und die Topos. Sie sind vielleicht die besten, die ich bis dato gesehen habe. Die Wände sind fotografiert, die Routen eingezeichnet und gut identifizierbar. Sehr übersichtlich sind auch die Schwierigkeitsgrade (farblich), die Länge und die Ausgesetztheit erkennbar. Sehr praktisch fand ich auch die Gesamtübersicht der Routen in einer Liste mit Infos zum benötigten Material und worauf es ankommt.

Der Zustieg ist sehr gut beschrieben, mit separaten Karten inklusive GPS-Koordinaten und Orientierungspunkten. Die Anfahrt wird ebenfalls erklärt, für Wohnmobil-Nutzer ist aber nicht klar, ob vor Ort geparkt werden kann (auch wenn sich ein “P” auf der Karte wiederfindet, z.B. in Port Milou).

In Summe bin ich schwer begeistert von diesem Titel. Andere Kletterführer sollten sich dieses Buch mal zu Herzen nehmen und dieses als Standard für “Kletter-freundliche” Literatur betrachten. Der Titel ist in englisch verfasst.

Buchrezension: Mountainbike-Erlebnis Graubünden

Da wir schon fast alle Routen in unseren anderen MTB-Guides (u.a. Bike-Guide Vorarlberg Alpin) abgeklappert haben, suchten wir nach neuem Material für Touren “in einem erweiterten Radius”. Die Wahl fiel auf Vital Eggenberger’s “Mountainbike-Erlebnis Graubünden“.

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Mountainbike Erlebnis Graubünden

Das Büchlein (50 Routen, 200 Seiten) deckt Routenvorschläge vom Rheintal bis zum Engadin, Hinterrhein, Prättigau, Mittelbünden und Surselva ab. Ein Merkmal der Routenvorschläge ist sicherlich die Gestaltung der Roadmap: sehr übersichtlich, auf das wesentliche Detail verkürzt, mit hilfreichen Tipps zur Navigation. Auch ein Streckenprofil ist zu finden. Allzu viele Beschreibungen textlicher Natur sind allerdings nicht zu finden.

Buchrezension: Hohe 3000er in den Alpen

Ein Buch, auf das wir in den ersten Planungsstunden immer wieder zurückgreifen, wenn wir hoch in die Alpen gehen möchten, ist Richard Goedeke’s Tourenführer “Hohe 3000er in den Alpen: Die Normalwege auf 162 Gipfel”. Die Stärke dieses Büchleins liegt in seiner guten Auswahl an Touren sowie an seiner Übersichtlichkeit. Alles, was für die Planung einer Tour notwendig ist, wird geliefert:

  • Dauer des Aufstiegs zur Hütte bzw. zum Gipfel
  • Schwierigkeitsgrad der Route
  • Alternativwege
  • notwendige Ausrüstung
  • beste Jahreszeit für die Besteigung

Hat man einmal seine Auswahl schon ein bißchen eingegrenzt, kann mit der Feinplanung begonnen werden. Dazu gehört unweigerlich die Beschreibung der Route, der Gefahren sowie Angaben zu weiterführenden Fachliteratur. Wichtig sind hier Fotos, Illustrationen und Karten, die den Routenverlauf markieren oder andeuten. Auf den Berg selbst nehmen wir das Buch nicht mit (Gewicht, die Wegbeschreibung ist zu ungenau), aber es hilft, die Detail-Informationen der entsprechenden Landkarte und weiterer Informationsquellen (z.B. vor Ort vom Wirt) besser einzuordnen.

Das Buch haben wir unter anderem für unsere Touren auf den Ortler, Piz Palü, Tödi oder den Roche Faurio zu nutzen gewußt. Sicherlich eine gute Entscheidung, dieses Büchlein in seiner Bibliothek zu haben.

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Buchttitel “Hohe 3000er in den Alpen”

Und hier noch die bibliographischen Infos: Richard Goedeke, Tourenführer Hohe 3000er in den Alpen: Die Normalwege auf 162 Gipfel”

Buchrezension: Rennradfahren in den Alpen

Zum aktuellen Anlass (unser Rennrad-Wochenende in Südtirol) noch ein kurzer Buchtipp für alle Freunde der ausgedehnten Radtouren in den Alpen: Thomas Mayr’ Rennradfahren in den Alpen Band 1 und Band 2.

Der Autor liefert in den zwei Bänden jeweils 20 Routen-Vorschläge für’s Rennradfahren in den Alpen und klappert so fast jeden interessanten Pass der West- und Ostalpen ab (wobei er mit insgesamt 40 Routen bei weitem Platz für 2 andere Bände hat…). Ein paar Klassiker aus diesen Büchlein haben wir schon absolviert (Gotthart-Nufenen-Furka, Pragelpass-Klausenpass).

Rennradfahren in den Alpen

Thomas Mayr: Rennradfahren in den Alpen

Die einzelnen Routen sind detailliert beschrieben, mit einer Übersichtskarte und einem Streckenprofil versehen und auch mit einer Fakt-Box (alle wichtigen Infos auf einen Blick) ausgestattet. Das Buch ist klein und robust genug, um es im kleinen Rucksack auf die Tour auch mitzunehmen, alternativ kann man sich die meist zwei Doppelseiten kopieren. Eine zusätzliche Landkarte brauchten wir nie.

In Summe: ein prima Planungsbuch und Ideengeber für Rennrad-Ausflüge in die Alpen!

Auf nach Armenien!

Nun sind die Tage des Trainierens und der Vorbereitungen vorbei, bald geht es auf die erste Tour zum Mount Aragat in Armenien. Der Mt. Aragat ist eigentlich ein alter Vulkan, dessen Ring auf der Südseite aufgebrochen ist und in eine lange Schlucht mündet. Der “unterbrochene” Kraterring weist vier Gipfel auf, die den Mt. Aragat ausmachen. Der höchste ist der Nordgipfel mit 4.090 m. Wenn Schnee, Sicht, Wind und Temperaturen passen, dann sollte dieser Gipfel unser Hauptziel sein. Die Vorschau für den Sonntag (Gipfeltag) schaut derzeit so aus:

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Die Vorhersage schaut recht gut aus: am Morgen (Aufstieg) klar, nicht allzu kalt (Temperatur auf 4.090 m), der Wind wird aber stärker. Die unterste Zeile gibt die Seehöhe an, auf der 0° C herrscht.

Armenien selbst ist eine recht junge Republik, die nach dem Zerfall der Sowjetunion in einen langen Krieg mit dem Nachbarstaat Aserbaidschan verwickelt war. Der Konflikt schwelt trotz Waffenstillstand weiter und ist weit von einer Lösung entfernt. Auch mit dem westlichen Nachbarstaat, der Türkei, sind die Beziehungen aufgrund der dramatischen Ereignisse in den 1910er Jahren seit Jahrzehnten frostig. Die südlichen Nachbarstaaten verhalten sich neutral, einzig mit Georgien im Norden bestehen “normale” Beziehungen. Diese internationale Isolierung macht das Land von Rußland abhängig, welches geo-politische Unterstützung gewährt. Durch die Neuordnung im Nahen Osten versucht Armenien sich aber auch hier aus dem Griff Rußlands zu lösen und den Westen als möglichen politischen und wirtschaftlichen Partner zu gewinnen.

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Das Kloster Chorvirap, Foto: Andrew Behesnilian

Armenien ist vor allem für seine alte christliche Kultur und Klosterarchitektur bekannt. Gesprochen wird Armenisch, wenn auch Russisch allgemein verwendet wird; Englisch ist im Vormarsch. Wie immer verlassen wir uns auf unsere Lonely Planet Reiseführer, diesmal ist es die Ausgabe “Georgia, Armenia & Azerbaijan“. Das Buch ist im handlichen Taschenbuch-Format und ist recht widerstandsfähig (vor allem gegen Gewalteinwirkung mancher weiblicher Leser…). Wichtigste Infos wie öffentlicher Verkehr, Unterkunft und Lage von Haltestellen, Geschäften und Banken bieten uns die notwendige Basis, auch so kurze und knapp bemessene Reisen individuell zu organisieren und zu absolvieren.

Kartenmaterial zu Armenien ist leider wenig vorhanden, abseits der sehr groben Verkehrskarten. Eine Alternative für’s Wandern sind ältere sowjetische Militärkarten, die ich für unseren Mt. Aragats-Trip in Photoshop adaptiert habe. Mehr dazu in einem separaten Artikel.

Lonely Planet: Central Asia

Diese Kolumne ist auf super-gsi.net ja fast schon eine Ankündigung – stets im Vorspann einer Reise stellen wir ein paar Facts unserer Gastländer vor, und damit auch die entsprechende Reiseliteratur, die wir verwenden. Seit Jahren nützen wir die Lonely Planet Reiseführer für unsere globalen Unternehmungen, und auch wenn manches nicht vollständig, oder noch seltener nicht aktuell ist, so sind wir stets mit den Büchern gut gefahren. Und das wollen wir auch diesmal beibehalten, wenn es nach Zentralasien geht. Mehr zur Reise in späteren Posts.

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Der Reiseguide von Lonely Planet ist wie immer übersichtlich und strukturiert, bietet recht viele Karten und Stadtpläne, Routenvorschläge, Tipps & Tricks im Umgang mit Behörden, im öffentlichen Verkehr oder bei der Kommunikation, und ist sonst auch ein feines Büchlein (einige Fotos, und rund 500 Seiten, die man während langer Wartezeiten zum x-ten Mal durchlesen kann).

Fünf Länder werden in diesem Band “bereist”: Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Tajikistan und Turkmenistan. Diese Region ist eingebettet zwischen Russland (Norden), China (Osten), Kaspisches Meer (Westen) und Iran-Afghanistan (Süden). Dementsprechend bunt ist die Kultur, die ethnische Komposition, die Sprachen, die Währungen und die Rechtsauffassungen. Wie immer brauchbar sind die Hinweise, wie man mit den Öffis von A nach B kommt. Das dem Busfahrer aber auf Russisch zu erklären, da wird uns auch Lonely Planet nicht helfen. Trotzdem: eine Empfehlung für alle, die sich in diese Gegend als Reisende wagen.

Bibliographische Hinweise:
Central Asia: Kazakhstan, Tajikistan, Uzbekistan, Kyrgyzstan, Turkmenistan (Lonely Planet Central Asia)

SAC Hochtouren Berner Alpen

Es ist das Buch, das wir auf unserer Woche in den Berner Alpen dabei hatten – der SAC Führer “Hochtouren Berner Alpen: Vom Sanetschpass zur Grimsel“. Das kompakte, gut verarbeitete Taschenbuch war unser Nummer 1 Ratgeber in Sachen Planung und Wahl der Routen (Mönch, Jungfrau, Großes Fiescherhorn und Finsteraarhorn) und eine große Hilfe bei der Orientierung.

SAC Hochtouren Berner Alpen

Ich habe an diesem Buch viel Freude gehabt und werde es in Zukunft weiterhin haben:

  • kompakt: es passt in die Kopftasche des Hochtourenrucksacks
  • gut gegliedert, man findet sich schnell zurecht
  • gutes Fotomaterial, dass die Berge und die Routen aus verschiedenen Perspektiven zeigt
  • hin und wieder finden sich auch Topos
  • gute Wegbeschreibungen und realistische Einstufung der Schwierigkeitsgrade

In Kombination mit einer 1:50 000 Karte (“Jungfrau” z.B.) ist man bestens für Hochtouren im Berner Oberland gerüstet. Sehr empfehlenswert!

Weiterer Titel aus der SAC-Reihe: Skitouren Graubünden Süd

Buchrezension: Kletterführer Vorarlberg

Mit diesem Kletterführer bekommt jeder Kletterfreund eine schöne Übersicht über verfügbare Klettergärten und alpine Ziele im Rheintal, Bregenzer Wald, Lechquellengebirge, Rätikon Nord, Verwall und in der Silvretta.

Das Buch ist gut gebunden und weist außen eine Schutzhülle aus Plastik aus. Dank des Taschenformats kann der Führer locker überall mitgenommen werden.

Die einzelnen Klettergärten sind sehr gut beschrieben, mit einer Topo inklusive aller Routen (Namen und Schwierigkeitsgrade). Fotos sind meist dabei, auch Beschreibungen zur Anfahrt, Parkmöglichkeiten, Übernachtung und Zustieg. Bei alpinen Touren sind die Seillängen und die jeweiligen Schwierigkeitsgrade angegeben.

Ein schönes, praktisches und empfehlenswertes Büchlein.

Bibliographische Daten und weitere Infos hier:
Kletterführer Vorarlberg