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Merino: unser Bergfavorit

Ist schon wieder eine Weile her, dass wir aus Island, Kanada und Alaska zurück sind. Der Alltag ist da, aber auch die Vorfreude auf Skitouren und die nächsten Reisen. Das beste Gegenmittel also, sich keine Herbstdepression einzufangen oder gar den letzten Wochen nachzutrauern. Aber manchmal schaue ich gerne zurück, vor allem wenn ich mich durch die Bilder und Filme klicke. Da muss ich schmunzeln. Überall sehe ich das gleiche T-Shirt. Und ich weiss auch, was ich unter der Hose trage. Vier Wochen lang. Nun gut, zwei Garnituren waren es schon.

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Das Merino-Shirt ist überall

Dass die Merinowäsche nicht stinken anfängt, habe ich schon des öfteren hier erwähnt. Den Beweis liefert wie immer Beate. Ist Gerüchen gegenüber besonders kritisch. Und da wir in Island fünf Nächte im gleichen Zelt verbracht haben, hätte es auffallen müssen. Auch die Tage im Büssle waren völlig unproblematisch. Nun, ich habe natürlich verschwiegen, dass Beate überhaupt ein Hardcore-Fan von Icebreaker-Wäsche (wie hier bei Bergzeit) ist. Aber das tut nichts zur Sache. Mein Set besteht aus 2 T-Shirts, 1 Langarm-Shirt, 2 Shorts und 1 langen U-Hose aus Merino. Dazu zwei Paar äußerst dicke Merino-Socken. Für sehr kalte Temperaturen dann auch ein langes, aber dickes Merino-Shirt. Damit komme ich so ziemlich überall durch.

Über Beate’s Schrank will ich mich nicht äußern. Da habe ich den Überblick verloren. Aber man könnte meinen, sie arbeitet bei Icebreaker als Testperson. Nur gut, dass wir die Sachen im Winter wie im Sommer nutzen können. Wir möchte sie nicht missen – sie gehören zu unseren Ski- und Bergtouren wie die Ski und das Seil selbst.

El Cap Berg-Souvenir

Wer Berge besteigt, ob leicht oder schwer, sammelt Objekte, die später freudige Erinnerungen wach werden lassen. Ob es Fotos, Filme oder andere Erinnerungsstücke wie Postkarten sind, ist dabei zweitrangig. Ein solches Objekt ist ein wieder-verwendeter Bier-Kronkorken, in dessen Innenseite ein Kartenausschnitt mit dem bestiegenen Gipfel eingearbeitet ist.

Dieser Artikel ist handgefertigt und fast alle Materialien sind recycled. Der “El Cap” kann man als Schlüsselanhänger oder Schmuckstück verwenden, da es an einer dünnen Kordel befestigt werden kann. Es ist zugleich ein Souvenir an einen Gipfelerfolg und eine prima Gelegenheit für ein kleines Präsent, ein Dankeschön.

Im “weit draußen Adventure Store” kann man aus einer Vielzahl von Gipfeln auswählen oder sich individuell eines anfertigen lassen. Die Bestellung wird per Post direkt nach Hause geliefert.

Unsere Top 20 Unterkünfte

Nach vielen Jahren des Reisens wäre es mal an der Zeit, eine Empfehlungsliste abzuliefern. Eine Liste betreffend Unterkünften. Wir haben so vieles gesehen, von Bruchbuden zu Luxushütten, von der Enge der Gasse zum Charme der Weite, vom Nummern-Dasein als Gast bis zum vollwertigen Mitglied im Alltag der Gastfamilie. Die Faktoren für die Top 20 sind:

  • Gastfreundschaft der Besitzer / Manager / Personals
  • Liebe zum Detail bei Einrichtung und Ausstattung
  • Besonderheiten wie ausgezeichnetes Essen, wunderschöne Lage und fantastische Freizeitmöglichkeiten

Disclaimer: Wir haben mit keinen der Einrichtungen einen geschäftlichen Kontakt, und haben deshalb auch das sehr empfehlenswerte, von meinem Bruder Bruno und Freund Simon geführte Zopilote Surf Camp ausserhalb der Wertung laufen lassen.

Die Top 3 unserer Liste sind (zum derzeitigen Stand):

  1. Rancho Ecologico, Playa Cacao, Costa Rica: auf einem Urwaldhügel sitzend, mit dem allernötigsten ausgestattet, den Geräuschen der Nacht lauschend, in einer komfortablen Lodge und mit einem wunderbaren Gastgeber – mehr kann man sich nicht wünschen. Für Naturliebhaber und Ruhesuchende DAS Paradies.
  2. Guesthouse Runcini, Ferentillo, Italien: die Romantik eines Bergdorfes, im gastronomischen Himmel Umbriens, eine sehr zuvorkommende Gastgeberin in einer mit allen Feinem ausgestatteten Ferienwohnung
  3. Refugio La Baita, Trentino, Italien: eigentlich eine Schutzhütte, aber mit fantastischem Essen, einer sehr gemütlichen Stube und einem der besten Gastwirte, den wir kennen gelernt haben
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auf der Terrasse einer Pfahlhütte, Rancho Ecologico

Den Rest der Liste haben wir hier veröffentlicht.

Review: Ausrüstung auf der Haute Route

Im Anschluss an unsere Skitouren auf der Haute Route und im Mont Blanc Massif ist es auch an der Zeit, ein bißchen über die verwendete Ausrüstung nachzudenken.

Was völlig schief ging:

  • Harscheisen der Marke Dynafit sowie der Marke Silvretta: so unglaublich es klingt, je ein Harscheisen ist an der wichtigen Metallbrücke gebrochen und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Während wir in Chamonix leicht Ersatz für die Dynafit Harscheisen finden konnten, gab es für das Silvretta System keinen Ersatz!
  • Handschuhe der Market “Skinfit”, Modell “Basic Caldo Mitten” sind bereits beim dritten Anziehen an zwei Stellen gerissen.

Was ausbaufähig ist:

  • Silvretta-Bindung im Allgemeinen – wieder mal etwas störisch, meine Skistockspitze ist schon wieder verbogen
  • neue Felle (sind nun schon vier Jahre alt…)
  • die alten Nordica-Skitourenschuhe zerfallen nun allmählich (Alter: 5 Jahre)

Was man zu Hause lassen kann:

  • zuviel Reservewäsche
  • Satellitentelefon (haben wir auch keines)
  • zweites Paar Sonnebrille
  • Schlafsack

Was man nicht vergessen sollte:

  • Hüttenschlafsack
  • Kreditkarte und Bargeld
  • Notfallequipment (Biwaksack, Handwärmer, Erste-Hilfe-Set, Taschenmesser, Trillerpfeiffe, Kompass, Lawinenbergung, Spaltenbergung)
  • Steigeisen und Eispickel
  • Kartenmaterial

Und Ausrüstung, die uns pure Freude bereitete:

Review: Spinner Leash von Black Diamond

Vor rund zwei Wochen habe ich hier im Blog die Viper Eisgeräte von Black Diamond vorgestellt. Was ich mir aber nach einem Tipp von meinem Coach besorgt habe, war eine flexible Leash für beide Tools.

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Spinner Leash von BD

Der Vorteil der Spinner Leash von Black Diamond liegt in ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeit. Zum einen verhindert sie den Verlust der Eisgeräte, sollten sie mal auskommen. Aber sie sind auch äußert praktisch, wenn ich eine Zwischensicherung per Eisschraube eindrehen muss und die Eisschraube will aus welchen Grund auch immer nicht rein. Dann brauche ich ausnahmsweise beide Hände und hänge ich mich in die volle Länge der Leash. So bin ich temporär recht brauchbar gesichert. Allerdings braucht man schon eine Portion Vertrauen in die Qualität des oberhalb angebrachten Eisgeräts. Durch den Druck auf die Leash wird das Eisgerät jedoch noch fester in das Eis gedrückt. In die Leash “hineinfallen” ist allerdings verboten – also entweder die Leash gleich ganz belasten oder sich ordentlich am Eisgerät halten.

Die Tools können während des Kletters auch ohne Probleme getauscht oder in alle Richtungen gebracht werden: die Leash hat in der Mitte am Anseilpunkt einen 360° Drehkopf.

Am Anfang ist die Leash etwas gewöhnungsbedürftig weil lang. Ich möchte sie allerdings gerade beim Eisklettern oder alpinen Touren nicht missen!

Review: Viper Eisgerät

Nach meinen beiden Eisklettertagen im Weisstannental (hier und hier) habe ich nun auch die Gelegenheit, über das Hauptwerkzeug meiner Eisklettertätigkeit zu schreiben: die Viper Eisgeräte von Black Diamond. Ich wollte ein Eisgerät mein Eigen nennen, welches sehr vielseitig ist und auch meine persönliche Entwicklung vom ambitionierten Anfänger zu einem (hoffentlich) einigermaßen versierten Eiskletterer mitmacht. Ich brauchte also kein absolutes Profigerät, aber eines, auf das ich mich im Eis wie auch im Mixed-Gelände verlassen kann. Und das ist das Viper Eisgerät.

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Die Viper im Einsatz

Der Schaft der Viper ist aus Aluminium, die Haue aus rostfreiem Stahl. Das Design der Axt ist ausgewogen ausbalanciert, das spürt man bei jedem Schlag. Die Griffe sind sehr angenehm und ich konnte auch in Fäustlingen gut mit den Steileisgeräten arbeiten. Die Haue sind auswechselbar, das Werkzeug wird mitgeliefert. Zum Schutz der Hände vor Eiskontakt bietet die Viper ober- wie unterhalb des Griffes eine leichte Abdeckung (‘Fang’ & ‘Strike’). Die Geräte können entweder mit dem Hammer oder der Schaufel am Kopf genutzt werden.

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Mit Schaufel oder Hammer am Kopf

Bis jetzt bin ich mit der Viper sehr zufrieden. Mal schauen, wie es nach einem Jahr ausschaut!

Rohner Back Country Socke

Heute möchte ich kurz auf eine Socke aufmerksam machen, die mir bis dato gute Dienste geleistet hat: Rohner Back Country Socke. Ich kann guten Gewissens behaupten, diese Socke getestet zu haben. Sie war mein Standardmodell letztes Jahr beim Wasserkanistertrek und auf dem West Highland Way in Schottland und musste so tausende Höhenmeter und hunderte Entfernungskilometer überstehen.

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Rohner Back Country Trekking Socke

Nach all diesen Probekilometern komme ich zu einem, für mich, sehr zufriedenstellenden Ergebnis. Die Socken haben ihre Passform, Isolation und Feuchtigkeitsregulation behalten, sie haben keine Löcher oder kaputte Nähte und schauen fast wie neu aus. Auch nach mehreren Tagen des Tragens riechen sie noch halbwegs anständig in der Hütte. Ich habe sie nun gerne bei jeder Wanderung, Zustieg oder Hüttenaufenthalt dabei. Für’s Skitouren würde ich sie nicht empfehlen (oben zu kurz), und für’s Laufen sind sie einfach zu dick. Auch sollte man sie nicht zu klein wählen, da bei zu klein gewählten Socken es zu einem Rutschen kommt.

Skitouren-Ausrüstung bei sehr tiefen Temperaturen

Während unserer Ötztal-Skitouren-Woche konnte ich so nebenbei auch unsere Ausrüstung in Punkto “Tieftemperatur-Tauglichkeit” (also -20° bis -30° C) testen. Eine Rolle spielte auch der Wind, der mit Geschwindigkeiten bis zu 30km/h und selten mehr an ausgesetzten Stellen wehte.

Was sich bewährt hat:

  • Handschuhe von Mountain Equipment, Modell Fitz Roy (3 lagig) – sehr selten einen kalten Daumen gehabt.
  • Überhose von Mountain Equipment (Modell Karakorum Pant), sehr winddicht und mit den langen Reissverschlüssen auch sehr einfach zu “entfeuchten”, so dass der Taupunkt nicht an der Innenseite der Hose lag!
  • Unterwäsche aus Merinowolle
  • Primaloft-Jacke von Skinfit (Modell “Caldo Scudo”): die Jacke ist sehr warm und winddicht. Nicht unter -15° C für Skitouren verwenden, man fängt zu schwitzen an. Bei kälteren Temperaturen ideal, musste längere Passagen mit teils geöffnetem Oberteil laufen (unter der Jacke trug ich ein Merino Langarm-Shirt).
  • Beate schwört auf ihre Haglöfs “Spitz” Hardshell Jacke. In Kombination mit mehreren Schichten Merino und Softshell (Zwiebelschalenprinzip) war sie sehr glücklich damit. Bei starkem Wind die Kapuze über Wollmütze, Skibrille und Stirnlampe.
  • Dynafit Skihelm: der integrierte Ohren- und Kopfschutz schlägt alle Wollmützen. In Kombination mit einer Sturmhaube und Skibrille kann man das gesamte Gesichtsfeld schützen.

Was Optimierungspotential hat:

  • die Wärmeleistung der Skischuh-Socken-Kombination
  • die Sturmhauben, die wir bis dato haben

Tipps bei äußerst kalten Temperaturen auf Skitouren:

  • wenn die Hände eisig sind – Handwärmer-Säckchen einlegen
  • “Klo”-freundliche Bekleidung wählen – nichts ist ärger als bei -20° C und Wind im Freien alles ausziehen zu müssen
  • ein heißes Getränk in windgeschützter Position zu sich nehmen, wirkt Wunder!
  • immer bewegen wenn möglich: langsam ist besser als gar nicht

Review: Haglöfs “Spitz” Hardshell-Jacke

Ein treuer Begleiter bei allen Winter- und Bergaktivitäten von Beate ist ihre Haglöfs “Spitz” Hardshell-Jacke. Diese Spitzenjacke gibt es schon seit 2007 auf dem Markt und ist deshalb fast nur mehr in einer neueren Variation (Spitz II) zu finden und zu kaufen.

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Das “Spitz”-Modell von Haglöfs

Die Spitz-Hardshell Jacke überzeugt durch seine wasser- und winddichte Oberfläche aus 3 Lagen Gore-Tex. Die Kapuze ist nicht zu groß geschnitten (trotzdem passt der Helm gut darunter) und kann mit Kordelzug enger gezogen werden. Wichtig sind die vielen Belüftüngsmöglichkeiten, um wirklich viel Wasserdampf aus dem Inneren nach Außen zu leiten. Die Jacke ist leicht und hat ein geringes Packvolumen. Der Kragen ist mit Fleece innen ausgekleidet. Zusammen mit entsprechenden Lagen ist die Jacke auch im Wintereinsatz sehr vielfältig einsetzbar.

Review: Einmal-Handwärmer

Ich habe sie bis dato nie gebraucht, aber stets für den Notfall bei mir gehabt: einen Satz an Hand-/Körperwärmern. Der Hauptvorteil dieser Einmal-Packungen ist ihre äußerst einfache und ohne technische Hilfsmittel verfügbare Wärme für eine Dauer von mehreren Stunden und mehr: es braucht kein Feuer, Streichholz, Brennmaterial oder ähnliches, kann also gefahrlos auch im Inneren von Räumen (oder Biwak!) eingesetzt werden.

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Ein Handwärmer von HeatFactory

Haupteinsatzgebiete für diese Einmal-Handwärmer (z.B. von HeatFactory):

  • auf Ski- oder Hochtouren, bei denen sehr tiefe Temperaturen herrschen, können Hände sehr kalt werden – ein Päckchen in den weiten Fausthandschuh, und schon geht’s aufwärts mit der Fingertemperatur
  • zum Trocknen von Schuhen und Skischuhen in einem Schneebiwak
  • für zusätzliche Wärme in einem Notbiwak
  • bei der Erstversorgung von unterkühlten Personen (einen Körperwärmer zur Körpermitte legen, nicht an den Extremitäten!)

Zwei Päckchen im Rucksack wiegen nichts (50 g), sind aber im Notfall sehr hilfreich. Sollte also bei jeder Bergtour dabei sein!

Review: Icon Stirnlampe von Black Diamond

Meine alte Stirnlampe von Primus funktioniert noch immer tadellos, allerdings ist die Leuchtweite nicht besonders. Das ist zwar beim Wandern nicht dramatisch, aber bei nächtlichen Skitouren oder Bikeausflügen doch hinderlich: die Umgebung ist schon vorbei, wenn man sie im Lichtkegel sieht. Also habe ich mir für diesen speziellen Zweck eine zweite, lichtstärkere Stirnlampe zugelegt: Icon von Black Diamond.

Die Icon von BD ist deren lichtstärkstes Modell, d.h. ich habe einen Leuchtbereich bis 80 Meter (oder 3 Watt LED), die mit 3 AAA Batterien versorgt werden. Alternativ kann man von Black Diamond auch einen Akku beziehen und diesen am Stecker aufladen. Sie hat zwei Leuchtstufen: Fernlicht und Nahlicht. Finde ich fein, denn bei Lampen mit vielen Funktionen muss man sich oft länger durchklicken, bis man den richtigen “Scheinwerfer” an hat. Der Leuchtkopf ist schwenkbar, der Ein-Aus-Knopf unten. Mit 188 Gramm Gewicht liegt die Black Diamond Icon Stirnlampe irgendwo im Mittelfeld, fällt mir zumindest auf dem Helm nicht auf.

Die ersten Nachtfahrten hat die Icon gut überstanden und mir ein noch nie dagewesenes Lichtumfeld geschaffen. Mal schauen, wie sie sich in den nächsten hundert Betriebsstunden schlägt.

Drop Zone: Crashpad von Black Diamond

Eines der wenigen Dinge, die beim Bouldern essentiell sind (außer man kraxelt über Wasser), ist ein weicher, halbwegs ebener Boden. Denn Stürze oder kontrollierte Absprünge sind vorprogrammiert, manchmal von gar nicht so kleiner Höhe. Und da hat man es gern, wenn man keinen Felsen, dornigen Büschen oder tiefen Löchern ausweichen muss. Für diesen Fall gibt es Crashpads, faltbare Matten, die den Fall abfedern und unsere Sprunggelenke und sonstiges schonen.

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Drop Zone Crashpad von Black Diamond

Mit dem Drop Zone – Modell von Black Diamond ist mir bestens geholfen:

Zuhause ist es einfach im Keller verstaut. Die Träger sind komfortabel (inkl. Bauchgurt), auch wenn nicht großzügig gepolstert. Die Matte ist recht dick, es liegt sich in der Pause auch sehr fein darauf. Da die Matte ja in der Mitte gefaltet wird (Taco-Style), gibt es hier auch keine Schwachstelle. Ist die Matte einmal verschlossen, kann man von oben weitere Ausrüstung sicher “hineinstopfen”.

Karakorum Überhose von Mountain Equipment

Auf meiner drei-tägigen Tour über die Meije hatte ich die Wahl, eine “Wanderhose” oder eine Hardshell-Hose zu verwenden. Aufgrund des recht großen Rucksackgepäcks wollte ich keine zweite Hose mitnehmen. Letzlich entschied ich mich für die Hardshell-Überhose, da ich bei Schlechtwettereinbruch einfach eine wasserdichte und windfeste Hose haben wollte. Da ging ich kein Risiko ein, die Route lag meist knapp unterhalb von 4.000 m Seehöhe.

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Die Karakorum Hardshell Hose

Mit meiner Überhose von Mountain Equipment, Modell Karakorum, hatte ich nicht nur den gewünschten Schutz vor Wind und Wetter, sondern auch ein Modell, welches mir Extra-Gamaschen für die Gletscher-Querungen erspart hat (es sind Ösen angebracht, über die man die Hose in die Schuhschnürung “einbinden” kann). Schon für die Ski-Hochtour auf den Mt. Kazbek hat sich die Hose im Regen empfohlen. Ein anderes großes Plus sind die langen Seiten-Reissverschlüsse, die bis zur Hüfte gehen. Damit konnte ich beim Zustieg auf die Refuge La Promontoire auf ca. 3.000 m Seehöhe die heißen Temperaturen durch geöffnete “Seitenbeine” ausgleichen. Wer wünscht, kann auf beiden Seiten die Reissverschlüsse so aufmachen, dass man die Hose nach hinten ausklappen, sollte ein “WC-Gang” unterwegs notwendig werden.

Ein gewöhnungsbedürftiger Punkt ist, wenn man nur mit der Unterwäsche unter der Hardshell-Hose läuft, dass man über keine Hosentaschen verfügt. Kamera, Taschentuch oder was auch immer muss im/am Rucksack verstaut werden.

Die Hose hat sich sowohl auf scharfen Graten (Reitersitz!) wie beim Erklettern von Platten und Blöcken gut bewährt.

Rock Pillars Ozone QC – so lässt es sich klettern

Meine alten, günstigen Mammut-Kletterschuhe haben erstaunlich lange gehalten, doch nun hat Quarzsand in der Halle und scharfer Fells an der Plattnitzerjochspitze die Sohle “aufgemacht”. Es musste also Ersatz her. Und den fand ich in den Ozone QC von Rock Pillars.

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Ozone QC von Rock Pillars

Die Schuhe weisen eine feine Vorspannung und einen engen Schnitt auf, die aber auch meine etwas breiteren Füsse nicht quälen (einfach eine oder zwei Nummern größer als die Straßenschuhnummer wählen). Der Schuh sitzt durch die angebrachten Gummi-“Züge” quer über die Ferse und den Rist wie angegossen. Das Innenmaterial ist sehr angenehm auf der Haut, ich hab mich gleich sehr gut gefühlt. Die Leisten sind super kantig, der Gummi fein griffig.

Da die Ozone QC nicht gerade die billigsten Modelle sind, werde ich sie vor der Halle verschonen und sie vor allem im Klettergarten und beim Boulder im Einsatz haben, evtl auch bei kürzeren alpinen Unternehmungen. Tolle Schuhe, empfehlenswert!

Petzl Cordex: Handschuhe für Klettersteige und Abseilen

Mit den Petzl Cordex Handschuhen habe ich letztes Jahr nach der Rückkehr von Jungfrau, Mönch und Finsteraarhorn einen guten Kauf gemacht. Seit diesen Tagen verwende ich die Handschuhe von Petzl gerne auf Klettersteigen, bei kühlen Temperaturen auf Gebirgstouren und beim Abseilen, wenn’s mal flott abwärts geht und der Griff am Prusik heißer werden könnte (z.B. gestern am Wildhuser Schafberg).

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Petzl Cordex Pro Handschuhe

Die Handschuhe haben eine doppelte Lederschicht und sind deshalb sehr widerstandsfähig. Am Handrücken sorgt das Nylongewebe für “Belüftung”, der Klettverschluss am Handgelenk für festen Sitz. Eine Öse ist für die Befestigung mit einem Karabiner am Gurt vorhanden.

Magnetron-Karabiner: evolutionärer Schritt vorwärts

Vor rund zwei Wochen habe ich mich auf der Outdoormesse 2011 in Friedrichshafen umgesehen und vor allem ein neues, fantastisches Produkt für uns Kletterer und Alpinisten entdecken können: der Magnetron Karabiner von Black Diamond.

Dieser neue Karabiner-Typ ermöglicht eine äußerst einfache Handhabung eines Auto-Locking Karabiners. Normale Karabiner dieses Typs haben eine Art von Dreh-/Ziehmechanismus oder einen Druckpunkt, um “sicher” verschlossen zu sein. “Sicher” heißt hier, dass das Seil nicht in der Lage ist, durch Bewegungen, Reibung etc den üblichen Schraubverschluss langsam zu öffnen. Den sichersten Karabiner dieses Typs habe ich bis dato als einen Ball-Lock Karabiner in Verwendung, den ich beim Sichern oder bei Hochtouren im Anseilring verwende. Mit Handschuhen ist das dann aber auch nicht immer so super schnell zu öffnen… und gerade das sollte sich mit dem Magnetron von Black Diamond ändern.

Das geniale Prinzip basiert auf zwei sich abstoßtenden Magneten, die parallel zueinander verlaufen. Schnappen sie aber über den Schließmechanismus aus Stahl, dann ziehen sie sich automatisch an dieses heran. Man kann diesen Mechanismus mit einer Hand von beiden Seiten gut bedienen. Leider kommt der Magnetron erst im Juli 2012 auf den Markt, warten ist also angesagt. Wer sich schon mal das revolutionäre Konzept genauer anschauen will, hier ein erstes Video:

Magnetron Technology: The reinvention of the auto-locking carabiner, coming July 2012 from Black Diamond Equipment on Vimeo.

Rose Pro-SL 2000: Neue Hardware auf zwei Rädern

Der Frühling naht, in manchen Gegenden ist er schon Realität, und das heißt dann auch, dass unsere Bikes wieder fit gemacht werden. Den Anfang machen stets die Rennräder, denn die Fahrstraßen sind schon im März / April so weit frei, dass man auch schon kleinere Bergtouren unternehmen kann. Die Mountainbikes sind erst ab Mai wirklich interessant, wenn auch auf den kleinen Forst- und Alpwegen der Schnee verschwunden ist.

Letztes Jahr habe ich es Beate nach gemacht und mir ein (gebrauchtes) Rennrad angeschafft. Für Trainingszwecke war es wirklich fein, aber für steile Bergstraßen fand ich die Übersetzung für meine Knie nicht wirklich schonend. Nun sollte sich das ändern, denn ein neues Modell hat den Weg zu mir gefunden. Kenner des Sports werden es gleich sehen: beim Rose Pro-SL 2000 handelt es sich um ein Einsteigermodell.

Rose Pro-SL 2000

Das Rose Pro-SL 2000

Zu den Fakten:

  • Ultralight Aluminium-Rahmen
  • Shimano 105 5700 3-fach Zahnkranz
  • Gewicht mit Pedalen rund 8,5 kg
  • Laufräder von Easton
  • Continental Grand Prix 700 x 22c Reifen

Ich wollte ein Rennrad, dass ich vor allem auf Bergstraßen nutzen kann, ohne großes Schnick-schnack, 28″ Zoll Reifen (damit wir gemeinsam nur immer 1 Reserveschlauch mitnehmen mussten) und dezenter Optik. Bestellt habe ich das Rad über den Rose Versand. Ich muss sagen, das hat wunderbar geklappt, auch die wenigen Dinge zur Selbstmontage gingen recht flott von der Hand. Das Rad war nach rund 2 Wochen geliefert, allerdings fehlte eine Wasserflasche mit Halterung. Die wird noch geliefert…

Siberian Gloves von Craft

Ah, endlich gute Fingerhandschuhe! Als Ersatz für die völlig nutzlosen Handschuhe von Injinji (Injinji Man’s Performance Handschuh) habe ich mir nach einer guten Alternative für nicht allzu kalte, manchmal feuchte Einsätze umgesehen und diese in den Siberian Gloves von Craft gefunden. Eigentlich sind sie als Langlauf-Gloves für kalte Tage vorgesehen, sind aber robust genug, um beim Skitouren und Bergsteigen eingesetzt zu werden. Bei kalten Tagen habe ich sie gerne auch fürs Laufen an. Wenn’s richtig frostig wird (minus 10° und weniger), dann wechsle ich in höheren Lagen gerne auch zu meinen Fitzroy Fäustlingen.

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Siberian Gloves von Craft

Die Siberian Gloves sind nicht wasserdicht, trocknen dafür aber auch recht schnell.