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Auf dem Radsattel zu den Flamingos

Nach einer sehr ruhigen Nacht am Museé de Camargue parkten wir unser Büssle nicht unweit in . Die Calanques fehlten uns jetzt schon, aber jeder neue Tag brachte auch immer neue faszinierende Eindrücke. So auch an diesem Tag, als wir uns mit den Rennrädern nach Saintes Maries de la Mer machten, eines der Stierzuchtzentren für die französische Version der Corrida. Marta hätte damit überhaupt keine Freude, und auch uns interessierte das überhaupt nicht.

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Die Camargue am Morgen

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Flamingos beim Frühstück

Stattdessen bewunderten wir auf unserer Flachland-Etappe das Marschland der Camargue mit seiner vielfältigen Vogelwelt. Die Perle dieser Vogel-Fauna ist wohl eine Kolonie von Flamingos, die ganzjährig hier Quartier bezogen haben. Sowohl im Wasser als auch in der Luft sind sie ein Spektakel.

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Radsattel gegen Gartenstuhl getauscht: Chateau d’ Avignon

Die Runde füllte einen Großteil unseres Vormittags. Über Arles (einkaufen) wollten wir nach Nimes, einer ebenfalls antiken Stadt mit sehenswertem Kern.

Immer Beate nach: Furka-Hochtannberg-Schwarzer See

Andere haben ein gemeinsames freies Wochenende (manche sogar einen gemeinsamen freien Sommer!), andere nicht. Und so fuhr ich heute wieder alleine in der Gegend herum, während Beate im Krankenhaus Dienst hatte. Trotz allem war sie heute bei mir – zumindest im Geiste und im Routenvorschlag. Ich fuhr ihre Furka-Hochtannberg-Schwarzer See-Runde: gute 135 km Ländle, 2.600 Höhenmeter in Summe. Besonders schön fand ich die Passage vom Hochtannberg Pass nach Lech, klasse Strecke mit verhältnismäßig wenig Verkehr.

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Am Hochtannberg mit Blick gegen Süden

Am Sonntag die Bergstraßen zu fahren ist allerdings so eine Sache. Motorradfahrer verwechseln die Straßen mit einem Grand-Prix-Rennen, es ist höllisch laut und manchmal nicht ungefährlich. Von Verkehrspolizei allerdings weit und breit nichts zu sehen… Kurz vor Langen am Arlberg dann Stau: ein Motorradfahrer lag auf der Straße, eine Ärztin hatte schon eine Infusion angehängt, die Autokolonnen standen weit in die Tunnels hinein. An so einem (Renn-)Sonntag leider ein Bild, das sich oft wiederholt.

Pragelpass-Klausenpass Rennrad-Runde

Diesen Klassiker hatten wir schon lange am Programm, aber schlechtes Wetter und Wintersperren der Pässe ließen uns diese herausfordernde Runde erst jetzt realisieren. Insgesamt 130 km und 3.150 Höhenmeter waren zu bewältigen.

Route Klausenpass-Pragelpass

Unsere längste Runde bis dato

Startpunkt war die schmucke Stadt Glarus (506 m), die wir rasch im Anstieg zum Klöntaler See (eine erste Steilstufe) verließen. Das Besondere an dieser Strecke war, dass sie am Wochenende für motorisierte Fahrzeuge ab Richisau gesperrt ist – das garantiert fast keinen Verkehr über unseren ersten Pass. Am Klöntaler See vorbei geht es anschließend fortwährend bergauf. Nicht übermäßig steil, aber konstant bis zum 1.550 m hohen Pragelpass. Dort gab es erstmal eine kurze Pause, bevor der wesentlich steilere “Abstieg” ins Muotathal (606 m). Rasch überbrückten wir die flachen und abfallenden Kilometer bis nach Schwyz.

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Der Klöntaler See – ein Prachtstück!

Entlang des Vierwaldstättersees hatten wir es mit reichlich viel Verkehr zu tun. Aber: die Schweizer Verkehrsplaner hatten sogar in Tunnels eine extra-breite Radspur angelegt, und so war die Strecke bis zum Schweizer “Ur-Dorf” Altdorf ein Vergnügen für die Augen.

Schaechental

Der Anstieg zum Klausenpass

Ab Altdorf war dann Schluss mit Lustig, die Sonne brannte, und wir stiegen kontinuierlich das Schächental hoch. Das dauerte eine Weile, hatten wir doch in einem Stück gute 1.500 Höhenmeter zu absolvieren. Hier waren leider viele Motorradfahrer unterwegs, die die Straße zu einer Rennstrecke erklärten. Aber irgendwann kamen auch wir am Klausenpass an, genossen den Ausblick, und packten schließlich alles zur langen Abfahrt bis nach Linthal zusammen. Die Abfahrt war holprig und gar nicht angenehm, sogar Kopfsteinpflaster mussten wir fahren. Die letzten 30 km nach Glarus waren dann nur noch zum herunterspulen (inklusive Suche für einen netten Stellplatz für die Nacht), allerdings mit vielen Anhöhen.

Klausenpass

Kurz vor dem Klausenpass – eine Raststätte