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Schwimmende Steine – Ecuador X

Da saßen wir, sieben Personen und unser schweizer Raftingführer, im Jeep auf dem Weg in die Einstiegsstelle für unseren Raft. Es war kalt, windig und regnerisch, die Stimmung hervorragend, denn ich konnte mich seit Wochen zum ersten Mal mit jemanden in Deutsch unterhalten. Dieser Bonus brachte mir auch meinen Platz ganz vorne im Boot ein, einfach der beste Platz für ordentliche Action.
Das Boot hatte sich schnell mit den braunen Fluten angefreundet, und wir waren recht geschickt im Kampf mit den Stromschnellen. Hin und wieder hob es einen von uns aus, aber das war Teil des Abenteuers, doch das sedimentreiche Wasser zu schlucken war nicht empfehlenswert. Es schwamm allerhand da drin, und zu meiner Überraschung auch Steine, die wir mit unseren Paddeln aus den Fluten fischten: Bimsstein war ‘leichter’ als Wasser, und sogar beträchtliche Stücke von Faustgröße trieben vor uns.
Nach mehr als drei Stunden Gletscherwasser landeten wir noch vor Baños, völlig durchgefroren und wohlbehalten. Ich hatte nur noch Hunger und stürtzte mich nach der Ankunft zum Chinesen neben an, es gab fried rice, denn, Beate, I felt out of appetite für einen der am Spieß bratenden Nager, einer Art von Meerschweinchen, das hier so gerne gegessen wurde.

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