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El Cap Berg-Souvenir

Wer Berge besteigt, ob leicht oder schwer, sammelt Objekte, die später freudige Erinnerungen wach werden lassen. Ob es Fotos, Filme oder andere Erinnerungsstücke wie Postkarten sind, ist dabei zweitrangig. Ein solches Objekt ist ein wieder-verwendeter Bier-Kronkorken, in dessen Innenseite ein Kartenausschnitt mit dem bestiegenen Gipfel eingearbeitet ist.

Dieser Artikel ist handgefertigt und fast alle Materialien sind recycled. Der “El Cap” kann man als Schlüsselanhänger oder Schmuckstück verwenden, da es an einer dünnen Kordel befestigt werden kann. Es ist zugleich ein Souvenir an einen Gipfelerfolg und eine prima Gelegenheit für ein kleines Präsent, ein Dankeschön.

Im “weit draußen Adventure Store” kann man aus einer Vielzahl von Gipfeln auswählen oder sich individuell eines anfertigen lassen. Die Bestellung wird per Post direkt nach Hause geliefert.

Review: Ausrüstung auf der Haute Route

Im Anschluss an unsere Skitouren auf der Haute Route und im Mont Blanc Massif ist es auch an der Zeit, ein bißchen über die verwendete Ausrüstung nachzudenken.

Was völlig schief ging:

  • Harscheisen der Marke Dynafit sowie der Marke Silvretta: so unglaublich es klingt, je ein Harscheisen ist an der wichtigen Metallbrücke gebrochen und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Während wir in Chamonix leicht Ersatz für die Dynafit Harscheisen finden konnten, gab es für das Silvretta System keinen Ersatz!
  • Handschuhe der Market “Skinfit”, Modell “Basic Caldo Mitten” sind bereits beim dritten Anziehen an zwei Stellen gerissen.

Was ausbaufähig ist:

  • Silvretta-Bindung im Allgemeinen – wieder mal etwas störisch, meine Skistockspitze ist schon wieder verbogen
  • neue Felle (sind nun schon vier Jahre alt…)
  • die alten Nordica-Skitourenschuhe zerfallen nun allmählich (Alter: 5 Jahre)

Was man zu Hause lassen kann:

  • zuviel Reservewäsche
  • Satellitentelefon (haben wir auch keines)
  • zweites Paar Sonnebrille
  • Schlafsack

Was man nicht vergessen sollte:

  • Hüttenschlafsack
  • Kreditkarte und Bargeld
  • Notfallequipment (Biwaksack, Handwärmer, Erste-Hilfe-Set, Taschenmesser, Trillerpfeiffe, Kompass, Lawinenbergung, Spaltenbergung)
  • Steigeisen und Eispickel
  • Kartenmaterial

Und Ausrüstung, die uns pure Freude bereitete:

Review: Spinner Leash von Black Diamond

Vor rund zwei Wochen habe ich hier im Blog die Viper Eisgeräte von Black Diamond vorgestellt. Was ich mir aber nach einem Tipp von meinem Coach besorgt habe, war eine flexible Leash für beide Tools.

Spinner Leash

Spinner Leash von BD

Der Vorteil der Spinner Leash von Black Diamond liegt in ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeit. Zum einen verhindert sie den Verlust der Eisgeräte, sollten sie mal auskommen. Aber sie sind auch äußert praktisch, wenn ich eine Zwischensicherung per Eisschraube eindrehen muss und die Eisschraube will aus welchen Grund auch immer nicht rein. Dann brauche ich ausnahmsweise beide Hände und hänge ich mich in die volle Länge der Leash. So bin ich temporär recht brauchbar gesichert. Allerdings braucht man schon eine Portion Vertrauen in die Qualität des oberhalb angebrachten Eisgeräts. Durch den Druck auf die Leash wird das Eisgerät jedoch noch fester in das Eis gedrückt. In die Leash “hineinfallen” ist allerdings verboten – also entweder die Leash gleich ganz belasten oder sich ordentlich am Eisgerät halten.

Die Tools können während des Kletters auch ohne Probleme getauscht oder in alle Richtungen gebracht werden: die Leash hat in der Mitte am Anseilpunkt einen 360° Drehkopf.

Am Anfang ist die Leash etwas gewöhnungsbedürftig weil lang. Ich möchte sie allerdings gerade beim Eisklettern oder alpinen Touren nicht missen!

Review: Viper Eisgerät

Nach meinen beiden Eisklettertagen im Weisstannental (hier und hier) habe ich nun auch die Gelegenheit, über das Hauptwerkzeug meiner Eisklettertätigkeit zu schreiben: die Viper Eisgeräte von Black Diamond. Ich wollte ein Eisgerät mein Eigen nennen, welches sehr vielseitig ist und auch meine persönliche Entwicklung vom ambitionierten Anfänger zu einem (hoffentlich) einigermaßen versierten Eiskletterer mitmacht. Ich brauchte also kein absolutes Profigerät, aber eines, auf das ich mich im Eis wie auch im Mixed-Gelände verlassen kann. Und das ist das Viper Eisgerät.

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Die Viper im Einsatz

Der Schaft der Viper ist aus Aluminium, die Haue aus rostfreiem Stahl. Das Design der Axt ist ausgewogen ausbalanciert, das spürt man bei jedem Schlag. Die Griffe sind sehr angenehm und ich konnte auch in Fäustlingen gut mit den Steileisgeräten arbeiten. Die Haue sind auswechselbar, das Werkzeug wird mitgeliefert. Zum Schutz der Hände vor Eiskontakt bietet die Viper ober- wie unterhalb des Griffes eine leichte Abdeckung (‘Fang’ & ‘Strike’). Die Geräte können entweder mit dem Hammer oder der Schaufel am Kopf genutzt werden.

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Mit Schaufel oder Hammer am Kopf

Bis jetzt bin ich mit der Viper sehr zufrieden. Mal schauen, wie es nach einem Jahr ausschaut!

Rohner Back Country Socke

Heute möchte ich kurz auf eine Socke aufmerksam machen, die mir bis dato gute Dienste geleistet hat: Rohner Back Country Socke. Ich kann guten Gewissens behaupten, diese Socke getestet zu haben. Sie war mein Standardmodell letztes Jahr beim Wasserkanistertrek und auf dem West Highland Way in Schottland und musste so tausende Höhenmeter und hunderte Entfernungskilometer überstehen.

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Rohner Back Country Trekking Socke

Nach all diesen Probekilometern komme ich zu einem, für mich, sehr zufriedenstellenden Ergebnis. Die Socken haben ihre Passform, Isolation und Feuchtigkeitsregulation behalten, sie haben keine Löcher oder kaputte Nähte und schauen fast wie neu aus. Auch nach mehreren Tagen des Tragens riechen sie noch halbwegs anständig in der Hütte. Ich habe sie nun gerne bei jeder Wanderung, Zustieg oder Hüttenaufenthalt dabei. Für’s Skitouren würde ich sie nicht empfehlen (oben zu kurz), und für’s Laufen sind sie einfach zu dick. Auch sollte man sie nicht zu klein wählen, da bei zu klein gewählten Socken es zu einem Rutschen kommt.

Rock Pillars Ozone QC – so lässt es sich klettern

Meine alten, günstigen Mammut-Kletterschuhe haben erstaunlich lange gehalten, doch nun hat Quarzsand in der Halle und scharfer Fells an der Plattnitzerjochspitze die Sohle “aufgemacht”. Es musste also Ersatz her. Und den fand ich in den Ozone QC von Rock Pillars.

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Ozone QC von Rock Pillars

Die Schuhe weisen eine feine Vorspannung und einen engen Schnitt auf, die aber auch meine etwas breiteren Füsse nicht quälen (einfach eine oder zwei Nummern größer als die Straßenschuhnummer wählen). Der Schuh sitzt durch die angebrachten Gummi-“Züge” quer über die Ferse und den Rist wie angegossen. Das Innenmaterial ist sehr angenehm auf der Haut, ich hab mich gleich sehr gut gefühlt. Die Leisten sind super kantig, der Gummi fein griffig.

Da die Ozone QC nicht gerade die billigsten Modelle sind, werde ich sie vor der Halle verschonen und sie vor allem im Klettergarten und beim Boulder im Einsatz haben, evtl auch bei kürzeren alpinen Unternehmungen. Tolle Schuhe, empfehlenswert!

Unterarmtrainer von Black Diamond

Dieses äußerst einfache, aber so wirksame Trainingsgerät ist heute Gegenstand einer kurzen Produktbegutachtung. Der Black Diamond Finger- und Unterarmtrainer ist ein einfacher Donut aus Gummi. Die Größe ist optimal für die Hand, die Härte für meine Hände gerade richtig – nicht zu weich, nicht zu hart.

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Der Fingertrainer von Black Diamond

Dieses Trainingsgerät ist um ein paar Euro im Handel zu bekommen. Ich nutze es weniger, um meine Unterarme zu trainieren (hin und wieder als Alternative zu den selten ausgeführten Handgelenk-Curls), sondern eher zum Aufwärmen vor dem Bouldern. Die Finger und die Handgelenke werden durch das Kneten auf die kommenden Belastungen vorbereitet und gestärkt, und schon kann’s in die ersten leichten Boulder gehen. Den Donut habe ich stets im Crash Pad … für mich funktioniert das gut!

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Trainingsgerät auch etwas für Kletterer ist, welche Probleme mit Bändern, Sehnen und Muskeln der Hände und Unterarme haben – als Teil einer Reha.

Siberian Gloves von Craft

Ah, endlich gute Fingerhandschuhe! Als Ersatz für die völlig nutzlosen Handschuhe von Injinji (Injinji Man’s Performance Handschuh) habe ich mir nach einer guten Alternative für nicht allzu kalte, manchmal feuchte Einsätze umgesehen und diese in den Siberian Gloves von Craft gefunden. Eigentlich sind sie als Langlauf-Gloves für kalte Tage vorgesehen, sind aber robust genug, um beim Skitouren und Bergsteigen eingesetzt zu werden. Bei kalten Tagen habe ich sie gerne auch fürs Laufen an. Wenn’s richtig frostig wird (minus 10° und weniger), dann wechsle ich in höheren Lagen gerne auch zu meinen Fitzroy Fäustlingen.

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Siberian Gloves von Craft

Die Siberian Gloves sind nicht wasserdicht, trocknen dafür aber auch recht schnell.