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Zenjiflue: Wie im Blindflug

Jede Verlegenheitstour beginnt mit einem miesen Wetter-, Schnee- oder Lawinenbericht. Heute treffen gleich alle drei Faktoren zu. Es geht also nach Langwies (1.377 m) unweit von Arosa. Den Zustieg zum Gasthof Heimeli kennen wir schon von einer Tour zum Stelli. Aber das ist auch schon alles, was an Ähnlichkeiten mit dieser vergangenen Tour zu finden ist. Die Sicht ist kurz, der Schneekontrast nicht vorhanden, und der Schnee harschig bis zum geht nicht mehr. Das werden wir alles bei der Abfahrt zu spüren bekommen. Der Aufstieg selbst ist recht geradlinig, auch weil wir nicht den Normalweg über die große Mulde unter der Weissfluh nehmen, sondern über den Südgrat zum Gipfel der Zenjiflue (2.686 m) hinauf wollen. Freilich müssen wir irgendwann an diesem abgeblasenen, felsigen Grat ein Skidepot einrichten und zu Fuß hinauf stampfen.

zenjiflue

der machbare Südgrat zur Zenjiflue

Das Abschiedsfest zu unserem Ring of Fire Projekt steckt uns immer noch ein bißchen in den Knochen. Mehr Herausforderung sind aber die widrigen Sichtverhältnisse bei der Abfahrt, die uns das eine oder andere Mal fast in Gräben oder ausgeblasene Rinnen stürzen lassen. Wir kämpfen uns durch den Harsch nach unten, ins Heimeli, und dann weiter zur Straße in Langwies. Der Winter ist immer noch nicht da, so recht.