Posts

Transalp 2010 – Tag 1: St.Anton – Bodenalpe

Der Start in unsere Transalp 2010 war in den ersten Stunden von einer meteorologischen Ungewissheit begleitet. Wir hatten aufgrund der tiefen Schneefallgrenze den Beginn der Tour ja um einen Tag nach hinten verschoben – es regnete in Strömen, und auf den Pässen lag überall Schnee. Am Samstag allerdings hatten wir zwar dichte Bewölkung, aber keinen Regen, also ideales Bike-Wetter. Auch der Schnee zog sich etwas zurück, so dass unsere erste Teilstrecke von St. Anton (1.440 m) durch das Verwalltal wunderbare Landschaften im dramatischen Licht präsentierte.

Verwall

Durch das Verwalltal

Die erste Schiebestrecke kam nach der Schönverwallhütte (die kannten wir schon von unserer Silbertal-Partenen-Runde), durch Moore und Matsch hinauf zur Heilbronner Hütte (2.320 m). Am Tag zuvor lag hier noch rund 15 cm Schnee, aber heute hatten wir freie Fahrt – über eine flotte Schotterpiste hinunter zum Kops-Stausee, dann auf Asphalt am Zeinisjoch vorbei und hinunter ins Paznauntal nach Galtür – von der Bieler Höhe kommend ist das Paznauntal auch eine wunderbare Rennradstrecke.

Verwall Blick zur Silvretta

gute Schotterpiste bis zum Kops-Stausee

Von Ischgl (1.376 m) mussten wir wieder sehr steil hinauf – ins Fimbertal. Ober uns schwebten Touristen mit der Seilbahn hinauf, wir strampelten uns nun doch in der prallen Sonne bis zur Mittelstation der Fimba-Bahn hinauf, und dann nochmals weiter bis zur Bodenalpe (1.848 m). Dieses kleine Berghotel war unser heutiges Nachtlager, und wie sich herausstellte, mit feinem Essen und einer sehr netten Bedienung. Das braucht es an einem ersten Tag! Reservierung empfohlen…

Am Zeinisjoch

Flott in der Abfahrt am Zeinisjoch

Trails & Raids Week: Bludenz-Bieler Höhe-Pians-Arlberg-Bludenz

Bei besseren Wetterbedingungen als am Samstag ging es im Rahmen der Trails & Raids Week auf eine lange Radetappe: Von Bludenz (588 m) führte der Weg ins hintereste Montafon – trocken, aber doch recht frisch, so dass in Partenen die Handschuhe angezogen werden mussten. Der Aufstieg entlang der Silvretta Hochalpenstrasse war zwar lang, aber schön, die Steigung war nie wirklich dramatisch und so konnte man die frisch angezuckerte Berglandschaft (ein paar Tage vorher war alles hochsommerlich – siehe Piz Buin) bestaunen.

silvretta-hochalpenstrasse

am Vermuntstausee

Bald war der Vermuntstausee erreicht, und dann die Bieler Höhe (2.032 m), wo der kalte Wind zu einer Kaffeepause “veranlasste”. Die Wolken zogen zu, erster Regen fiel, und auch die Massen an Besuchern waren an diesem Morgen (10.30) noch nicht auf dieser Höhe. Die Abfahrt nach Galtür, Ischgl und schließlich Pians (856 m) war deswegen ein wenig nass, aber mit durchschnittlich 45km/h sehr flott und angenehm.

silvretta-hochalpenstrasse

Die Silvretta in Wolken und mit Neuschnee

Nun begann ein rund 20 km langer Aufstieg nach St. Anton – nicht steil, und überraschenderweise auch nicht übermäßig stark befahren. Ab St. Anton änderte sich das vollkommen – ein kurzer, 10 km langer Aufstieg zum Arlbergpass (1.793 m), der aber steil und stark befahren war. Also ein Willenstest zum Ende der Runde. Am Pass gab’s dann noch mal was zu beißen, und schon war man im Abfahrtsdress auf der Piste. In nicht einmal 45 min war man in Bludenz, so flott ließ es sich hier auf der im unteren Teil doch welligen Strecke rollen. Der einzige, große Wermutstropfen: Beate war heute nicht dabei.

Bludenz-Bieler Höhe-Pians-Arlberg-Bludenz

Insgesamt eine sehr lässige Runde, für die man allerdings etwas Zeit einplanen sollte – gute Rennradler schaffen es locker schneller, ich würde mit kleinen Pausen aber ca. 7 Stunden veranschlagen. Es sind rund 2.700 Höhenmeter und 151 km (Bludenz Bahnhof) zu absolvieren.