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Griffiges Übungsstück: Biberkopf

Das Wetter hält an, das Wetter hält uns in Vorarlberg. Diese Woche scheint die einzige in diesem Sommer der Jahreszeit zu entsprechen. So eine Gelegenheit an freien Tagen (=Urlaub) und bestem Bergwetter lassen wir uns nicht entgehen. Diesmal wollten wir eine etwas leichtere Route mit viel Möglichkeiten zum Üben (Anlegen eines Standes mit mobilen Sicherungsmitteln) gehen.

biberkopf

Auf dem Weg zum Biberkopf…

Der Biberkopf (2.599 m) liegt unweit der kleinen Ortschaft Lechleiten, also gerade mal ein paar Kilometer von Warth entfernt. Vom (einzigen?) Parkplatz der Gemeinde (1.541 m) ging es zügig über den Wanderweg (Richtung Biberkopf) hinauf. Bevor der Weg seinen Aufschwung über die Grashänge sucht, bogen wir gegen Südwesten in steiles Geröllgelände ab und stiegen hoch zum Ausgangspunkt der Wanddurchsteigung (ca. 2.400 m, Route “Südsüdwestwand”).

biberkopf

im Licht zeigt sich der Geröllhang, darüber die plattenartigen Wände

Der Fels war hervorragend griffig, mit vielen Griffen und Trittmöglichkeiten. Die meisten der 7 Seillängen waren im 3er Schwierigkeitsgrad, die eine oder andere Stelle hatte auch etwas mehr (4 bis 5). Es boten sich zahlreiche Möglichkeiten zur Anlage mobiler Sicherungspunkte. Diese waren auch teilweise notwendig, da sich die Anzahl der Pitons sehr im Rahmen hielt. Auch bei den einzelnen Ständen waren nicht immer Bohrhaken oder Ringe zu entdecken.

biberkopf

sehr griffiger Fels machte das Klettern zum Vergnügen

Vom Gipfel hat man einen fantastischen Ausblick, z.B. zur Sulzfluh, zur Roggspitze und zur Valuga. Der Abstieg gestaltete sich diesmal weit unproblematischer als etwas von den Kirchlispitzen oder von der Roggalspitze. Insgesamt eine wunderbare Übungstour, die auch auf dem Wanderweg Überraschungen bereit hielt: eine 40cm lange Natter.

biberkopf

zusammenpacken, zum Gipfel ging es ungesichert auf dem Normalweg weiter

Lechtal, Gurgltal und was sonst noch dazwischen ist

Zum Abschluss dieses Traumwochenendes (Stilfser Joch, Ortler) ging es nach einer wunderbaren Sommernacht am Reschensee nach Imst (850 m), von wo wir unsere Rennräder auf eine 110km-Runde ausführten.

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Dem Hahntennjoch entgegen…

Die Route führte über das hierzulande eher unbekannten Hahntennjoch (1.894 m), quer durch ein von Muren stark bedrohtes Tal. Durch den zeitigen Aufbruch mussten wir hier noch nicht unter der starken Hitze des späten Tages leiden, und die längere Abfahrt nach Elmen im Lechtal war dann auch frisch genug. Jedenfalls haben wir uns das Lechtal für spätere Unternehmungen aufgeschrieben.

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Im Namlos-Tal unterwegs

namlos

Sommer in den Alpen

Von Stanzach (940 m) ging es wieder hinauf durch das Namlos-Tal bis ins touristische Berwang (1.336 m), dann steil hinunter nach Bichlbach (1.079 m). Von hier führt die nicht-so-lustige Bundesstraße über Lermoos auf den Fernpass (1.216 m). Nassereith ist auf der Abfahrt bald erreicht, und schließlich Imst, welches in der Hitze der Mittagszeit zu vergehen scheint. Das Imster Bad war jedenfalls zum Bersten voll. Die Hitze war am heutigen Tag ein größere Gegner als die 2.000 gefahrenen Höhenmeter. Detaillierte Info zu dieser Rennrad-Tour finden sich im Buch “Rennradfahren in den Alpen, Band 1“.

Imster Runde

110km, 2.000 Höhenmeter