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Klettertraining 4 Tage en suite

Freunde von uns fliegen nach Kirgistan, Bekannte nach Georgien (mehr dazu auch hier), und wir sitzen mit Arbeit eingedeckt in der Hitze im Büro. Die Hoffnung liegt also im Wochenende. Doch nichts ist schlimmer als faul zu werden. In Vorbereitung auf eine alpine Woche im Juli haben wir diese Woche jeden Abend eine Klettergarten-Einheit eingeplant – im Rheintal und Bregenzerwald. Kaum zu glauben, wie schnell die Abende hierbei vergehen. Schön, dass es jetzt doch so lange hell bleibt. Und vielleicht mal den einen oder anderen Sprung in die Ach machen können!

Beate Pocksberg

Beate am Pocksberg

Die finalen Längen an den Dentelles

Nun neigte sich unsere Woche in der Provence endgültig dem Ende zu. Nach einem Radvormittag in der Camargue, einer Stadtbesichtigung in Nimes und ein Betrachten des weltberühmten Aquädukts Pont du Gard (der Parkplatz mit Eintritt wäre mit 15 Euro recht heftig ausgefallen), wollten wir uns vor der längeren Rückreise noch ein paar Seillängen gönnen.

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Beate in der Dämmerung

Dank unserem Kletterführer “France Haute Provence” vom Rockfax Verlag (das Buch ist gleich aufgebaut wie der hier beschriebene Kletterführer “France – Cote d’Azur) fanden wir den Weg zum Klettergebiet recht rasch. Das Buch ist fantastisch und übersichtlich aufgebaut und bietet wieder einmal mehr eine schöne Auswahl an tollen Klettergebieten für alle, die über kein lokales Insider-Wissen verfügen.

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Der tolle Kletterführer von Rockfax

Die Dentelles de Montmirail (Nähe Gigondas, unweit von Orange im südlichen Rhone-Tal) sind ein beliebtes Gebiet, welches aus mehreren Klettersektion besteht. Single-Pitch-Routen oder Mehrseillängen sind möglich, fast alle Routen sind sehr gut abgesichert. Ein 70m-Seil ist in manchen Längen notwendig, wir kamen aber mit unserem 60m-Einfachseil auch überall hin.

Wir wurden erst um halb sechs abends am Rocher du Grand Travers vorstellig, und trotzdem war noch recht viel los. Der kleine Parkplatz war zum Bersten voll. Wir kletterten bis es dunkel wurde (erst dann wurde es wirklich still), packten endgültig unsere Sachen und fuhren entlang der Rhone flussaufwärts über Lyon nach Hause. Es war eine großartige Woche gewesen, die wir nur allzu gerne um ein Vielfaches verlängert hätten.

Klettern in der Wachau

Ein Kletterwochenende zwischen Arbeitsaufträgen in Ostösterreich – aus der Not habe ich wohl das Beste gemacht. Mit FH-Kollege Fritz ging es am Samstag bei Dürnstein in den Talgraben zum Klettergebiet ” Wand jenseits des Tales”.

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schöne Kletterei, die alles bot: Piaz, Platten, Verschneidungen, Leisten

Mehrere Seillängenrouten im festen Gneis standen zur Auswahl, von ihrer Schwierigkeit zwischen 5 und 7-. Also ideales Gelände für uns, und wir kletterten am Nachmittag so ziemlich alle Routen ab, die das Topo hergab. Die Wand war recht einfach zu finden (westl. Dürnstein-Ende, Vogelbergsteig folgend, nach links hinauf nach ca. 200 m im Talgraben in Richtung “Civetta”, später rosa Punktmarkierung ca. 5 Min lang folgen) – in 20 Minuten war der Zustieg bewältigt. Und: die Routen sind übermäßig gesichert, also viele Expressschlingen mitbringen und ohne Stress klettern. Ein 70m Seil ist ideal, um beim Abseilen meist 2 SL gleich mitzunehmen. Am nächsten Tag ging es nach einer Nacht im Zelt mit einer Grat-Tour weiter…

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Blick vom Klettergipfel auf Dürnstein und die Donau

Trails & Raids Week: Running & climbing

Nach der erfrischenden Radrunde von Bludenz über die Bieler Höhe und Pians nach St. Anton und über den Arlberg wieder nach Bludenz war wieder etwas Laufarbeit gefragt. Trailrunning bot sich bei regnerischem Wetter an. Überraschenderweise hatten wir am Abend Wetterglück, der Klettergarten in Schwarzenberg war trockengeblieben, und so ging es in ein paar schöne Routen inklusive Auffrischung in Sachen Standbau, aktives Abseilen und Sicherung.

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Das neue Zelt von Mountain Equipment hielt dicht

Im Klettergarten Schollberg

Einen schönen Einsteig in ein sehr anstrengendes Wochenende versprach der Klettergarten Schollberg bei Sargans. Unterhalb des Gonzen an einer etwas unscheinbaren und doch recht stark befahrenen Stelle zwischen Sargans und Trübbach finden sich insgesamt gut 50 Routen mittlerer Schwierigkeitsgrade (wer Klettergärten in Vorarlberg sucht, schaut hier nach…)

Heuer hatten wir nur wenige Male das Kletterseil auspacken können, doch an diesem Abend kletterten wir bis es dunkel wurde. Es folgte die erste von insgesamt drei Büssle-Nights in der Schweiz.

Der nächste Tag führte uns ins Prättigau, für einen langen Tag hinauf zur Sulzfluh.

Kletterversuche im Schlosswald

Ursprünglich hätte es heute an den Lünersee gehen sollen, doch das rasch aufkommende Schlechtwetter zwang uns zu einem Alternativplan – Klettersteig und Klettern im Rheintal. Nun, der Klettersteig am Kapf war ja schon ein alter Bekannter, für Andi allerdings Premiere.

Am Steig selbst war wenig los, und so konnten wir in aller Ruhe durchsteigen. Oben angekommen begann aber schon der erste Regen. Im Tal, im Schlosswald in Koblach wagten wir dennoch einen Kurzeinstieg in die Kletterwand. Sehr schön gelegen, vollkommen ruhig und von der Schwierigkeit nicht ohne gingen wir dort hinauf. Bis auf den teilweise schmierigen Fels und einer vom örtlichen Bauer aufgebauten Bio-Boulder-Schutz aus Kuhmist ist die Wand sehr schön.

Abendklettern am Pocksberg

Ein zwar sehr gut besuchter, aber schöner Klettergarten in Mäder: der Pocksberg. Diesmal war Barbi mit von der Partie und schlug sich wacker. Ja, jeden Tag sollte man gut ausnützen. Und das war so einer.