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Italien und zurück: Nassfeld per Rennrad

Wir kreisen um das Dreiländereck Kärnten-Slowenien-Italien. Nach dem Triglav ist wieder Regeneration angesagt und wir schwingen uns im Kärntner Gailtal wieder in die Sättel (Rattendorf, 600 m). Es geht hinauf zum Nassfeld, mit einer paar satten Rampen von bis zu 18%. Die Straße ist aber an diesem Morgen relativ ruhig, und so können wir auch mal kreuz und quer fahren. Schon weit oben kommt das ganze Ausmaß dieser Skiregion ans Tageslicht, Lifte kreuz und quer, eine kleine Gemeinde von Hotels und Geschäften ist da. Uns kümmert’s nicht, erst am Nassfeldpass (1.552 m) bleiben wir für eine Brotjause stehen und schauen hinunter nach Italien.

nassfeld

Nassfeld, Blick nach Italien

Die Abfahrt ist rasant und steil, und wir müssen in den Serpentinen viel bremsen, so dass schon die Hände weh tun. Immer noch haben wir wenig Verkehr auf der Straße, und wenige Motorradfahrer, nicht so wie auf der Nockalm. Auch die Tunnel sind in Ordnung, nicht so wie im Radführer beschrieben, holprig und unbeleuchtet. Erst im Tal nach Pontebba müssen wir auf eine breite Schnellstraße, mit etwas mehr Verkehr, aber umso mehr Platz. Dieser Streckabschnitt bis nach Tolmezzo (286 m) ist zwar flach, aber das Tal und der Fluß sehenswert.

nassfeld

irgendwo vor Tolmezzo

Tolmezzo wird passiert und es geht wieder aufwärts dem Plöckenpass entgegen. Zuerst beschaulich, dann steiler, und später nur noch in Serpentinen und kurzen Tunnels windet sich die Straße hoch. Zunächst kann man sich gar nicht ausmalen, wo den der Pass sein soll, so steil ragen überall die Wände hoch. Am Plöckenpass (1.357 m, italienisch Passo di Monte Croce Carnico) ist wieder einmal großer Hof, viele Restaurants und Trubel.

nassfeld

feine Runde an einem feinen Tag

Die Abfahrt ist klasse, aber holprig, und man muss hier ein wenig aufpassen, sonst schleudert’s einen aus der Straße. Erst in Kötschach-Mauthern wird’s wieder flach, es geht auf und ab durch das Gailtal durch zig Dörfer. Beate muss sich hier schon zusammennehmen, es nerven sie die langen, geraden Stücke. Hilft nichts, wir strampeln bis zum Büssle. 130 Kilometer, 2.100 Höhenmeter. Ist gut. Wir fahren zum Presseggersee bei Hermagor, liegen faul in der Wiese und holen die verbrauchten Kalorien in zweifacher Menge wieder nach. Ein schöner Tag.