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Merino: unser Bergfavorit

Ist schon wieder eine Weile her, dass wir aus Island, Kanada und Alaska zurück sind. Der Alltag ist da, aber auch die Vorfreude auf Skitouren und die nächsten Reisen. Das beste Gegenmittel also, sich keine Herbstdepression einzufangen oder gar den letzten Wochen nachzutrauern. Aber manchmal schaue ich gerne zurück, vor allem wenn ich mich durch die Bilder und Filme klicke. Da muss ich schmunzeln. Überall sehe ich das gleiche T-Shirt. Und ich weiss auch, was ich unter der Hose trage. Vier Wochen lang. Nun gut, zwei Garnituren waren es schon.

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Das Merino-Shirt ist überall

Dass die Merinowäsche nicht stinken anfängt, habe ich schon des öfteren hier erwähnt. Den Beweis liefert wie immer Beate. Ist Gerüchen gegenüber besonders kritisch. Und da wir in Island fünf Nächte im gleichen Zelt verbracht haben, hätte es auffallen müssen. Auch die Tage im Büssle waren völlig unproblematisch. Nun, ich habe natürlich verschwiegen, dass Beate überhaupt ein Hardcore-Fan von Icebreaker-Wäsche (wie hier bei Bergzeit) ist. Aber das tut nichts zur Sache. Mein Set besteht aus 2 T-Shirts, 1 Langarm-Shirt, 2 Shorts und 1 langen U-Hose aus Merino. Dazu zwei Paar äußerst dicke Merino-Socken. Für sehr kalte Temperaturen dann auch ein langes, aber dickes Merino-Shirt. Damit komme ich so ziemlich überall durch.

Über Beate’s Schrank will ich mich nicht äußern. Da habe ich den Überblick verloren. Aber man könnte meinen, sie arbeitet bei Icebreaker als Testperson. Nur gut, dass wir die Sachen im Winter wie im Sommer nutzen können. Wir möchte sie nicht missen – sie gehören zu unseren Ski- und Bergtouren wie die Ski und das Seil selbst.

Review Hochtouren-Ausrüstung

Auf unserer 6-Tages-Hochtour im Berner Oberland (Mönch, Jungfrau, Großes Fiescherhorn und Finsteraarhorn) habe ich das eine oder andere auch über das verwendete Material nachgedacht. Erkenntnisse, die wir auf einer nächsten Tour umsetzen wollen.

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Der Hanwag Eclipse GTX Schuh

Hier eine Zusammenfassung:

  • die Schuhe, das Um und Auf: unsere Boots (bei mir die Hanwag Eclipse GTX) haben sich in allen Lagen bewährt – beim Klettern wie in den Steigeisen
  • Steigeisen von Austria Alpin: stabil, mittel-schwer und sicher beim Klettern. Die Anti-Stol-Platte hatte allerdings ihre Mühe mit matschigem Firn und verhinderte die Stol-Bildung nicht – was nicht lustig ist bei Gletscherspaltenüberquerungen!
  • Gletscherbrille von Julbo: hervorragend!
  • Handschuhe von Injinji (Injinji Man’s Performane Handschuh) versprachen Grip und Trockenheit – leider für Hochtouren kaum geeignet: null Grip am Seil, was bei einer Spaltenbergung oder beim Abseilen schnell recht kritisch werden kann. Und wenn’s ein bißchen bläst, dann bietet der Handschuh auch kaum Schutz. Dieser Artikel bleibt das nächste Mal zuhause.
  • Gamaschen von Salewa (Makalu Modell): den Zacken des Steigeisens hilflos ausgeliefert, aber auch der Reissverschluss hinten ist fehleranfällig – zwei von vier Gamaschen haben sich an dieser Stelle verabschiedet. Fazit: völlig unbrauchbar und landeten im Mistkübel.
  • Icebreaker Unterwäsche: ein Muss auf langen Touren. Das “no stink” Motto hält, und der Komfort spricht für sich.
  • Hochtouren-Rucksack von Millet: auf allen Ebenen überzeugend, möchte ich nicht mehr missen
  • Stirnlampe Mammut Lucido TX1: weiter Lichtstrahl und guter Sichtkegel, was wichtig ist, wenn man in der Dunkelheit auf der Suche nach einer Spur ist oder einem Ausweg aus einem Gletscherspaltenwirrwarr braucht
  • Uhren von Suunto: eine absolute Empfehlung
  • Eispickel von Black Diamond: wir haben das Modell “Raven Grip” – super stabil, leicht, und haut ordentlich rein, sowohl mit der Haue wie dem Spitz; würde ich wiederkaufen