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Karakorum Überhose von Mountain Equipment

Auf meiner drei-tägigen Tour über die Meije hatte ich die Wahl, eine “Wanderhose” oder eine Hardshell-Hose zu verwenden. Aufgrund des recht großen Rucksackgepäcks wollte ich keine zweite Hose mitnehmen. Letzlich entschied ich mich für die Hardshell-Überhose, da ich bei Schlechtwettereinbruch einfach eine wasserdichte und windfeste Hose haben wollte. Da ging ich kein Risiko ein, die Route lag meist knapp unterhalb von 4.000 m Seehöhe.

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Die Karakorum Hardshell Hose

Mit meiner Überhose von Mountain Equipment, Modell Karakorum, hatte ich nicht nur den gewünschten Schutz vor Wind und Wetter, sondern auch ein Modell, welches mir Extra-Gamaschen für die Gletscher-Querungen erspart hat (es sind Ösen angebracht, über die man die Hose in die Schuhschnürung “einbinden” kann). Schon für die Ski-Hochtour auf den Mt. Kazbek hat sich die Hose im Regen empfohlen. Ein anderes großes Plus sind die langen Seiten-Reissverschlüsse, die bis zur Hüfte gehen. Damit konnte ich beim Zustieg auf die Refuge La Promontoire auf ca. 3.000 m Seehöhe die heißen Temperaturen durch geöffnete “Seitenbeine” ausgleichen. Wer wünscht, kann auf beiden Seiten die Reissverschlüsse so aufmachen, dass man die Hose nach hinten ausklappen, sollte ein “WC-Gang” unterwegs notwendig werden.

Ein gewöhnungsbedürftiger Punkt ist, wenn man nur mit der Unterwäsche unter der Hardshell-Hose läuft, dass man über keine Hosentaschen verfügt. Kamera, Taschentuch oder was auch immer muss im/am Rucksack verstaut werden.

Die Hose hat sich sowohl auf scharfen Graten (Reitersitz!) wie beim Erklettern von Platten und Blöcken gut bewährt.

Fitz Roy Mitt

Als es im Januar so richtig kalt war, da habe ich mir noch eine wärmere Alternative zu meinen gewalkten, über 20 Jahre alten Wollhandschuhen zugelegt. Die Wahl fiel auf ein Modell von Mountain Equipment, weil

  1. er sehr warm sein soll und
  2. aus drei Handschuhen besteht.
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Die Produktbeschreibung liest sich in etwa so:

“Expeditionshandschuh von Mountain Equipment für bis zu einer Höhe von über 6000m. Der Handschuh besteht aus drei verschiedenen Handschuhen: Ein hochisolierender Außenhandschuh aus wasserdichtem Drilte Material mit Primaloft Daunenfüllung, ein Mid-Layer Handschuh aus Primaloft als weitere Isolationsschicht und zuletzt ein Polartc Powerstretch Unterziehhandschuh. So kann je nach wechselnden Wetterbedingungen oder Schwierigkeiten der Tour der Handschuh an die Bedürfnisse angepasst werden.”

Die Höhenangabe ist meiner Meinung nach ein Unfug, sie soll aber eines wiedergeben: der Handschuh ist ein Wärmespender. Und das ist er auch. Da der Aussenhandschuh fast wasserdichtes Material besitzt, ist die Dampfdurchlässigkeit stark eingeschränkt. D.h., bei lediglich kühlem Wetter kann man die oberen zwei Handschuhe gleich einmal im Rucksack verstauen (erstaunlicherweise brauchen diese schon ein wenig Platz!). Alle drei Handschuhe sind gut verarbeitet, besitzen entsprechende Schnüre zum Enger-machen bzw. Gummizüge zum Sichern, falls man die oberste “Schale” zwecks Arbeiten abnehmen muss.

Und hier noch weitere Details aus der Produktbeschreibung:

  • DriLite Loft Außenmaterial (100% Nylon mit PU-Beschichtung) – stark wasserabweisend- und winddicht
  • 2-Schichten Primaloft Füllung – wärmt auch in angefeuchtetem Zustand
  • Verstärkungen aus Pittards Ziegenleder
  • Midlayer-Handschuhe mit Hummer-System (Zeigefinger und Daumen frei beweglich)
  • Weitenverstellung am Armbund mittels Kordelzug
  • Polartec Powerstretch Innenhandschuh – für dififzile Aufgaben wie Knotenknüpfen usw.

Die mittleren Handschuhe (Hummer-System) eignen sich zum Arbeiten mit Seil, Ski etc, das Handling mit einem Fotoapparat ist aber schon sehr umständlich. Eine Eingewöhnung braucht auch das Anziehen des Handschuhs: am besten legt man sie Schicht für Schicht an. In Summe eine gut gelungenes Produkt, allerdings bin ich schwer enttäuscht, dass man für rund 100 Euro ein Markenprodukt made in China erhält.