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Government Peak: Unter Wölfen

Anchorage lassen wir zurück. Dennis war ein großartiger Gastgeber, aber jetzt ist es wieder an uns, Kilometer zu machen. Es geht etwas nach Norden, in der Nähe von Palmer knapp vor dem Hatcher Pass. Wir finden einen feinen Parkplatz (Mile 10,6; 420 m), machen uns bereit. Es ist frisch. Über Nacht ist uns das Wasser im Auto teilweise gefroren.

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Government Peak im Hintergrund

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am windigen Grat

Die Wegfindung ist einfach, einfacher als das Straßengewirr zwischen Wasilla und Palmer. Wir folgen Spuren durch das wenig dichte Gebüsch, bis wir einigermaßen steil zum Taleingang gelangen. Dann eine unerwartete, interessante Begegnung in etwa 500 m Abstand: ein Rudel Wölfe. Ich habe gehört, es sind scheue Tiere, und sie bleiben auch auf Abstand. Sie schauen zu uns, wir zu ihnen. Kein Gejaule. Wir ziehen unsere Spur in das Tobel, vollführen eine mehrere Kilometer lange Rechtskurve, bis wir wieder etwas steiler auf einen Sattel kommen. Trotz des Windes ist es uns recht, hier oben zu sein. Weiter unten liefen wir beinahe permanent über „krachenden“ Boden.

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Blick zum Hatcher Pass

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hier mal ein firniger Abschnitt der Abfahrt

Der Government Peak (1.459 m) ist ein Doppelgipfel, wir entscheiden uns für den nördlichen, da die Abfahrt von dort direkt zum Talausgang führt. So oder so, der Schnee ist etwas harschig, weiter unten firnig, nicht so wie gestern am Tincan. Ausser uns niemand da. Alaska? Kamchatka? Auch die Wölfe sind nicht mehr da, als wir uns durch den Busch zum Auto zurück wagen.