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Impressionen vom Mt. Nahadini

Ich habe nun die Fotos zu unserer Tour am Mt. Nahadini von Claude bekommen und muss ein paar davon einfach posten. Merci beaucoup Claude et Andrew!

Mt. Nahadini

am Grat des Mt. Nahadini

Mt. Nahadini

Beate happy

Mt. Nahadini

Mark zur Gipfelwechte

Mt. Nahadini

lange Abfahrt

Mt. Nahadini

am Haines Pass mit Claude und Andrew

Mt. Nahadini: endlich wieder Steigeisen

Wir bleiben nach unserer Tour am Mt. Decoeli und den Two Sisters in der Gegend um den Haines Pass. Das Wetter ist weiterhin prächtig, wir haben seit Hawaii keine einzige Wolke gesehen. Wir verabreden uns für diesen Tag mit Claude aus Whitehorse, und wir treffen uns an einem bitterkalten Morgen (-20 ° C) am Haines Pass. Claude bringt Andrew mit, und wir starten gegen 09.30 von weiter unten (900 m) zum Mt. Nahadini (2.057 m).

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Marsch zum Mt. Nahadini

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am Grat mit Steigeisen durch eisiges Gelände

Claude ist eine Geschichte für sich. In Chamonix aufgewachsen, dort bei der Alpinpolizei als Bergretter tätig gewesen, vor wenigen Jahren aus Liebe für die Weite und Einsamkeit nach Yukon entflohen. Verständlicherweise hatten wir jede Menge auszutauschen, da hat der Tag nicht genug Platz. Andrew kommt eigentlich aus New Brunswick und ist seit Dezember in Whitehorse. Arbeitet in einem Outdoor-Laden und erkundet die Gegend mit seinen Ski.

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schön aufgefädelt

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die letzten Meter durch einen Canyon

Die Tour selbst ist recht geradlinig: zum Grat hinauffallen, dann in ein paar Kehren möglichst weit nach oben kommen. Schließlich die Ski auf den Rücken und die Steigeisen an die Füße, und schon stampft man das steile Stück mit gehörigem Abstand zu den Wechten hinauf zum Gipfel. Blicke unendlich weit, zu den St. Elias Mountains und nach Haines. Nach einer langen, anstrengenden Abfahrt und einige Feinen Kurven im unteren Canyon geht es, nach einer Kaffeepause am Büssle, weiter – wieder zurück in die USA, zurück an den Pazifik: Haines.

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Haines wartet auf uns

Two Sisters: Immer weiter

Ich warte auf den Tag, an dem ich ankomme. Auf dem Highway 3 nach Süden, mit dem Flugzeug über dem Boden, mit den Ski auf den Gipfeln. Auf dem Weg finde ich überall Spuren von Paradies. Weite. Einsamkeit. Zeit. Freiheit. Hier am Haines Pass gibt es alles davon.

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Morgensonne am Haines Pass

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heute ein kurzer Zustieg zu den Two Sisters (re), nicht wie zum Mt. Decoeli

Die Route führt uns von der Straße (ca. 5km nördlich des Passes, ca. 900 m Seehöhe) über leicht ansteigendes, buschiges Gelände. Wir haben weder Führer, Karte oder eine Idee, was hier für Touren gegangen werden. Wir suchen uns einen Gipfel aus und marschieren. Nach knapp 3 Stunden sind wir am Gipfel, vorbei an Gletschern, Wechten und firnigen Osthängen. Am Horizont muss der Pazifik liegen, die Berge hören in einer Linie auf. Das Meer selbst sehen wir nicht, vielleicht morgen. Der Gipfel selbst bleibt zunächst ohne Namen, später erfahren wir: Two Sisters. Er dürfte um die 1.950 m haben, ein Nachbargipfel ist 2.057 m (Mount Nahadini).

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Blick zum Ostgrat des Mount Nahadini

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der letzte Aufschwung zum Gipfel

Duschen ist ein Ereignis geworden. Gestern wieder einmal, nach drei Tagen. In einem Waschsalon in Haines Junction. Fußpflege. Der wichtigste Körperteil derzeit – nach dem 9.Tag durchgehend in den Skischuhen ist eine Generalüberholung angesagt. Beate kocht ein leckeres Abendessen, ich schreibe. Bus-Routine. Geräte aufladen, Innenschuhe und Felle trocknen (in der Sonne), Wasser schöpfen. Wir fahren in den Abend hinaus, am Highway 3 nach Süden, das Abendlicht färbt die Schneehänge lila. Ich warte auf den Tag, an dem ich ankomme.