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Prachttag am Gletscher Ducan

Um fünf läutet der Wecker, wir schälen uns aus den Schlafsäcken. Die Innenscheiben sind mit eisigem Rau beschlagen, aber mit einer Portion warmen Porridge wird uns schnell warm. Wir fahren von Davos nur wenige Kilometer nach Monstein, suchen nach einer passenden Parkgelegenheit für unser Büssle, welche wir dann schließlich am Ortseingang identifizieren. Im Morgengrau tragen wir die Ski durch’s Dorf (1.636 m) zum Toureinstieg auf den Gletscher Ducan, einem schönen Aussichtsgipfel im Umland von Bergün.

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die ersten Sonnenstrahlen kurz vor der Fanezfurgga

Der Schnee ist beinhart gefroren, ein Ergebnis des gestrigen heißen Wetters auf dieser Höhe. Etwas unangenehm gestaltet sich also der Aufstieg zunächst zur Oberalp (1.913 m). Der Richtung folgend geht’s über den Fanezmeder zur Fanezfurgga (2.580 m), wo wir nicht nur auf die ersten Sonnenstrahlen treffen. Hier treffen sich die verschiedenen Tourengemeinschaften auf ihren Weg zu den zahlreichen Ski-Zielen.

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Dieser Schneehund hatte Gletscherbrille und Pieps

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Von der Fanezfurgga geht’s rechts entlang zur Ducanfurgga und dann nach links über den schattigen Gipfelhang zum Gletscher Ducan (linke Bildhälfte)

Wir setzen unseren Weg nach Süden fort und queren zur Ducanfurgga (2.667 m). Von hier aus könnte man recht schön auch nach Bergün abfahren. Unter dem Gipfelhang, der noch vollkommen im Schatten liegt, wird’s steiler. Die Spur ist nicht besonders angelegt, sie ist zu steil und wir rutschen. Irgendwann bringen wir die gut zwanzig Spitzkehren hinter uns. Wir sind nicht allein am Skidepot, es ist ein Kommen und Gehen. Nicht in Massen, so dass es sich nicht unangenehm anfühlt. Die letzten Meter zum Gipfel des Gletscher Ducan (3.019 m) geht es zu Fuß. Die Wechten bemerkt man erst beim Abstieg.

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letzten Schritte zum Gipfel – Vorsicht auf Wechten!

Die Fernsicht am Gipfel ist überwältigend. Weit im Norden entdecken wir die eindeutige Silhoutte der Sulzfluh und der drei Türme. Und dann fällt der Blick auf den Piz Kesch, vielleicht die massivste Erscheinung im Süden an diesem Tag, auch wenn der Blick bis zum Ortler reicht. Die Keschhütte bleibt aber hinter den massiven Felswänden verborgen.

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Blick vom Gletscher Ducan zum Piz Kesch

Die Abfahrt bis nach Monstein ist eine Mischung aus “steil, wunderbar und häßlich”. Der oberste Teil des Gipfelhangs ist schon recht zerfahren und leicht windharschig, links außen dann pulvrig und leicht. Wir fahren bis zum Ducanbach (auf ca. 2.500 m) ab, so lässig sind die Verhältnisse. Der Gegenaufstieg von 100 Höhenmetern zur Fanezfurgga ist lästig, aber auch rasch vorüber. Die nächsten Hänge sind im oberen Teil noch gut fahrbar, aber schon oberhalb der Oberalpe entweder noch sehr hart, harschig oder schlicht übel. Der Fahrspaß ist aber ab der Oberalpe gewiss nicht mehr gegeben.

Gute zwei Stunden dösen wir in unseren Stühlen in der Sonne, bauen eine Schneebar auf und haben nicht mehr viel vor außer noch eine Runde auf der Davoser Dorfloipe mit den Lauflangski zu drehen, bevor es wir wieder in die Heimat geht.

Flotte Tour auf das Davoser Büelenhorn

An Tagen wie diesen hat man nicht viel Zeit. Vom Nachtdienst kommend und mit einer 1h 40 min Anfahrt belastet muss man schnell sein, oder eine sehr sichere Route wählen. In Davos hat es gute 15° C als wir mittags unsere Ski aus dem Büssle ziehen.

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die Alpe Ischlag

Von Duchlisagi (1.563 m), direkt an der Dorfloipe, starten wir unsere Tour, mit einer Trage-Einlage ins Dischmatal bis zum Sägewerk. Da legen wir schon beinahe alles ab, was uns bedeckt. Zum ersten Mal in diesem Winter steigen wir ohne Handschuhe auf, ich mit einer Baseballkappe auf dem Kopf. Die ersten Kilometer sind sehr einfach, sie folgen einem breiten Forstweg zur Alpe Ischlag (1.837 m). Wir lassen uns von einer der zahlreichen Spuren leiten, die anschließend im Wald aufzufinden sind, und landen prompt etwas westlich des breiten Rückens unter einem Steilhang. Wir queren also noch im Wald diese Rutsch-gefährdete Stelle, umgehen im weiten Bogen eine steile Lichtung und nähern uns “von hinten” günstig dem Rücken, dem wir dann sehr einfach folgen. Hier ist der Schnee deutlich fester und windverblasener als das Sulz im Wald.

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Steilstufe zum Gipfel des Büelenhorns

Die “Schlüsselstelle” kommt unterhalb des Gipfelaufbaus, als eine kurze Steilstufe zu überwinden ist. Sie macht keine Schwierigkeiten, bietet aber reichlich Felskontakt. Von dort ist es nicht mehr allzu weit zum breiten Gipfel des Davoser Büelenhorn (2.512 m), den ein Steinmann ziert. Die Flasche ist schnell ausgetrunken, ein Pilot winkt uns mit den Tragflächen seines Propellerfliegers. Wir sehen nach Osten zum Flüelapass, und dann nach Südwesten auf die Gipfelkette des nächsten Tages – die Ducans, bevor wir gemächlich über den Rücken abfahren. Irgendwann im Wald ist es wieder etwas umständlich zu fahren, aber letztlich gewinnen wir wieder die Forststraße, auf der wir abwärts fast anschieben müssen.

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Chillen mit einem Mohren-Radler und dem Büelenhorn im Hintergrund

Beim Büssle heißt es die Sonne zu genießen und ein bißchen zu entspannen. Beate schläft auf dem Busboden sofort ein, ich hänge im Faltstuhl und studiere die Route auf den Gletscher-Ducan. Irgendwann später kochen wir Wasser auf, und schon haben wir zwei sättigende Mahlzeiten ohne schmutziges Geschirr. “Cashew Rice” schmeckt uns besonders, und als Nachtisch Schoko-Mousse. Uns gefällt die einfache Zubereitung der Adventure Food Mahlzeiten. Wir freuen uns schon auf das Frühstück. Aber zuerst geht’s noch ins Davoser Hallenbad mit Außenbecken, und später noch auf ein Bier in einer Dorfkneipe.

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ein Abendessen, dass man sich auch in Davos leisten kann – Expeditionsnahrung von Adventure Food

Stelli oder wie gut die Lawinenschaufel dabei zu haben

Perfekt! Sonne, Temperatur und Schnee am Vorabend. Die Lawinenwarnstufe “3” in unseren Breiten ist zur Kenntnis genommen. Und das kostet uns ein paar Schlafminuten, weil wir extra früh raus müssen: nach Langwies (1.377 m, Nähe Arosa), in eine Gegend, die unsere Skispitzen noch nicht kennen und wir sie explorativ in unsere Ski-Landkarte aufnehmen wollen. Und weil es dort einen Hang gibt, der recht sicher ist – am Stelli (2.622 m).

Die frische Morgenluft weckt meine Geister, wir laufen die Forststrasse von Langwies zum Alpengasthof “Heimeli” (1.831 m) hinauf. Eher flach, breit, sogar für Rodler präpariert. Wir schweigen und staunen im “Bergdorf” Sapün. Die Siedlung stammt aus dem 13. Jahrhundert, hatte eine Post, ein Wirtshaus und eine Schule. Um 09.00 liegt immer noch Schatten am Alpengasthof. Noch eine Weile genießen wir die Spur, ab der Inner Haupt Alp (2.047 m) müssen wir sie selbst legen. Es ist heute eine mühsame Arbeit, denn der Schnee ist tief und schwer.

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im schattigen Tal

Wir machen uns also auf den Weg in die Höhe, wo die Sonne die Hänge bestrahlt. Wir navigieren zwischen Kuppeln, Bachbetten, Hangrücken und Mulden. Ich kann nicht sagen, dass dies keinen Spass machen würde, trotz der Schinderei in der prallen Sonne. Wir wechseln uns vorne ab, die Beine werden etwas schwerer. Sie werden noch schwerer, als Beate zwei andere Skitourengänger entdeckt, die teils auf unserer Spur zum Stelli unterwegs sind. Beate legt einen Gang zu.

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Blick vom Gipfel in Richtung Weissfluh

Der Blick vom Gipfel ist grandios – ins Prättigau, aber auch ins Tal nach Davos. Irgendwo im Nordwesten vermuten wir den Glattwang. Schnee ist genug hier oben, lediglich an den Rücken abgeblasen. Keine großen Wechten zu entdecken. Nach drei Minuten sind wir für die Abfahrt fertig. Beate fährt vor, holt sich gleich eine Riesenschramme am Ski. Der Bergrücken ist weiss, aber das täuscht. Sie fährt ab, ich warte bis sie aus dem Hang ist. Ich setze die ersten Schwünge, merke wie wenig Schnee unter den Ski ist. Drehe nach rechts in den steileren Hang, der Ski fängt an zu tragen, doch dann hakt er ein, der Rucksack kommt vom harten Bremsmanöver nach vorne, und der Rest ist wieder mal die Geschichte des Tages.

Der rechte Ski taucht in die Tiefe, die Bindung löst sich, ich mach’ ‘nen Salto, und weiss sofort, der Ski will nun gefunden werden. Ich denke nicht lange nach, schnalle ab und hole meine Lawinenschaufel heraus. Es wird gegraben. Nach guten zwanzig Minuten ist auch Beate wieder oben. Der Ski will nicht gefunden werden. Ich male mir eine “einbeinige” Abfahrt aus. Ohne Ski kommt man da nicht hinunter. Und muss auch nicht, denn nachdem ich einen Schlafplatz ausgegraben habe, bekomme ich die Spitze zu fassen. So wird die Abfahrt trotz etwas schwerem Schnee im oberen Teil freudig, und im schattigen Teilstück bis zum Heimeli sogar noch riesig pulvrig.

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vor dem Heimeli

Wir trinken eine Milchkaffee in der gemütlichen Stube. Unserer Gesichter sind leicht rot von der Sonne, und von der kalten Luft. Wir grinsen, zahlen und fahren ab nach Langwies. Wieder ein Tag in den Bergen.

Steile Runde zum Margrethenberg

Nach dem Schneefall vom Wochenende bis auf 1.700 m legten wir sämtliche Pläne für Alpin-Klettertouren beiseite und dachten wieder einmal daran, das Mountainbike aus dem Radraum zu holen. Es sollte nach Untervaz (Nähe Chur) gehen.

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der längere, steile Anstieg von Haldenstein hinauf

Die Runde, die wir uns im Mountainbike-Erlebnis Graubünden abgeguckt haben, führt über Haldenstein (572 m) vorbei an der Ruine Lichtenstein hinauf auf’s Herrentobel (ca. 1100 m), bevor es nach Untervaz (564 m) ins Tal zurückkehrt. Von hier geht’s wieder gleichmäßig steil und auf Schotter unterhalb des Chimmispitz zum Fürrlichopf (1.391 m). Ab hier führt eine asphaltierte Straße durch das recht nette St. Margrethenberg. Eine lange Abfahrt bringt uns schließlich, etwas verfroren, bis nach Landquart. Dort blieb Beate aufgrund eines Reifendefekts zurück, ich holte sie mit dem Auto von Untervaz wieder ab.

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Abfahrt Richtung Untervaz

Insgesamt eine nicht unanstrengende Runde: die kurzen 45 km und etwas mehr als 1.500 Höhenmeter waren durch längere, steile Rampen beschwerlicher als gedacht.

Flüelapass-Albulapass: ein Graubündner Klassiker

Es kommt hin und wieder vor, da haben wir am Freitag frei. Das wird sofort in diverse Unternehmungen umgemünzt. Am Donnerstag Abend mit dem Büssle zum Klettergarten XX in Liechtenstein, dann am selben Abend weiter nach Davos. Am nächsten Morgen: dunkle Wolken, Wind. Sollten wir auf die 120 km Runde gehen? Mal schauen was kommt, war der richtige Gedanke.

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Schon recht nahe am Flüelapass

Flott ging es von Davos (1.560 m) hinauf auf den Flüelapass (2.383 m), nicht die einzige, aber eine sehr direkte Verbindung ins Engadin. Wie wir sehen konnten, bietet die Gegend feine Skihänge – das müssen wir uns für den nächsten Winter vormerken. Vom Flüelapass geht’s zackig bis nach Susch (1.426 m) ins Engadin hinunter. Es war zwar eine kalte Abfahrt, aber sie blieb trocken.

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schöne Engadiner Dörfer, hier Zuoz

Nun folgten wir dem Inn flussaufwärts auf einer Auf- und Abstrecke über Zernez bis nach La Punt, wo wir steil zum Albulapass abbogen. Zu Beginn reihen sich die Spitzkehren aneinander, aber hat man einmal diese lange Steilstufe überwunden, folgen noch ein paar flachere Rampen gegen den Talschluss. Irgendwann steht man am Albulahospiz am Albulapass (2.312 m). Auch hier, sehr schöne alpine Landschaften.

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Albula, wir sind gleich da!

Die Abfahrt war von leichtem Schauer begleitet, ging aber gut und wir passierten Bergün. Die Abfahrt erfolgte bis nach Alvaneubad (rund 1.000 m Seehöhe). Wir waren recht froh um die folgenden Aufstiegsmeter, unsere Hände waren steifgefroren. Über Schmitten hoch nach Wiesen, und dann weiter bis nach Davos mussten wir. Alles in allem tolle Kilometer, die wir auch mit etwas Wetterglück letztlich trocken überstanden. Ein Picknick am Davoser See war die Belohnung dafür.

Rheinquellhorn: From Dawn ’till Dusk

Diese Tour läßt sich schwer in Worte fassen. Es war alles dabei. Sonne, Schweiß, Eislawinen, Blasen an den Füßen, Harscheisen, Spuren, Dunkelheit, Tiefschnee, Gletscher, Ausblicke, und endloses Marschieren. Wir starteten um 08.00 vom Tunnelportal-Parkplatz San Bernardino-Hinterrhein und kehrten um 18.30 in Dunkelheit zurück. Wir waren müde, hatten wechselweise bei der Spurarbeit pausiert und meinten, es sei nun genug. Wir waren glücklich über so einen Tag, ganz alleine und verlassen in den Bergen an der Quelle des Rhein.

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Das Tal verengt sich in Sichtweite – der gemütliche Teil ist nun vorbei

Unsere Route vom nördlichen Tunnelportal (ca. 1.600 m Seehöhe) zum Rheinquellhorn (3.200 m) wird üblicherweise in zwei Tagen begangen. Der erste Teil überwindet das lange erste Stück entlang des Hinterrhein und dem Schießplatz der schweizer Armee. Es ist technisch unschwierig, beinhaltet aber hin und wieder Ski-Tragepassagen, je nach Zustand des Schnees. Nach ca. 6 Kilometer dringt man langsam in die enger werdende Rheinschlucht, aus der es ski-technisch keinen Ausweg nach Norden oder Süden gibt. Immer größere Felsbrocken, Lawinenkegel, Schneebrücken müssen überwunden werden. Der Sommerweg ist völlig ungeeignet und absolut gefährlich. Wir haben mehrere Schneerutsche aber auch kleinere Lawinen vom Südhang in dieses Tobel beobachtet (ab Mittag). Man muss sich eher südlich des Rheins halten, was aber auch ski-technisch einiges verlangt. Rund drei Kilometer sind durch dieses Gelände zu gehen, was Kraft und Zeit kostet. Den Schwenk hinaus aus dem Tobel auf Höhe des Punkts 2.079 ist nicht leicht zu finden, und wir haben mehrere Anläufe und Sondierungswege gemacht, um einen sicheren Ausstieg zu gewinnen.

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Im engen Klamm einen Weg zu finden ist nicht leicht

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Steile Auswege aus dem Klamm des jungen Hinterrhein

Einmal im “Paradies”, erblickten wir auf der gegenüberliegenden Höhe die Zapporthütte (im Winter nicht bewirtet, aber mit Winterraum). Der Aufstieg zu dieser Hütte blieb uns aber unklar, zumindest hätte man wieder ins Tobel absteigen müssen. Stattdessen zogen wir unsere Spur gegen den Zapportgletscher hoch. Das Spuren selbst war wegen des Neuschnees der letzten Tage mühsam, und auch bei der Orientierung waren wir völlig auf uns alleine gestellt. Das Rheinquellhorn bleibt aber recht gut in Sicht, so dass man sich nicht völlig verlaufen kann. Eine gute Spurenanlage ist aber allemal eine feine Sache, denn das Gelände kann auch in diesem Abschnitt etwas steiler werden.

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Im Paradies

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Der Ostgrat (rechts im Sonnenschein) zeichnet sich ab

Im Neuschnee kamen wir recht langsam voran, erst knapp vor 16.00 kamen wir beim Ostgrat (ca. 3.100 m) zum Rheinquellhorn an. Wir entschieden uns für die Abfahrt und ließen die letzten Meter zum Gipfel aus – die Sonne senkte sich und tauchte alles in ein fahles Licht, die Abfahrt auf diesem Nordhang wurde zu einem Beinahe-Blindflug. Will man über den Ostgrat zum Gipfel, muss man kurz die erste Stufe ohne Ski überwinden, und dann flach zum Gipfelhügel aufsteigen. Die Aussicht in den Süden war dennoch sehr schön.

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Am Rheinquellhorn-Ostgrat

Die Abfahrt im Gletscher war ein Genuss, die Durchquerung des gefährlichen Tobels weniger. Oft mussten wir ohne Ski große Schneehaufen überwinden, später gar eine frische Eislawine vom Nordhang queren. Wie gigantische Rohdiamanten leuchteten die Kubik-meter großen Eisbrocken aus dem Lawinenkegel. Noch in der Schlucht legten wir unsere Felle wieder an, und liefen die ewigen Kilometer zurück. Am Südhang sahen wir auch einen ordentlichen Felssturz, den wohl die wechselnden Temperaturen auslösten. Ein Donnern, Erde, Felsen kamen herunter. Dieser Hang ist gewiss in Bewegung. Das letzte Licht verschwand, wir trugen mittlerweile die Ski, als wir wieder am Parkplatz ankamen. Es wurde definitiv Zeit, nach Nufenen ins Bett zu kommen.

Surettahorn: der westlichste 3.000er der Ostalpen

Der erste Tag in Splügen war schon schön genug gewesen, mit der Tour auf das Mittaghorn. Der nächste Tag begrüßte uns mit einem Frühstücksbuffet, und kurz vor 08.00 mit den ersten Sonnenstrahlen auf umliegende Berggipfel. Das gute Wetter brauchten wir, denn heute wollten wir eine etwas längere Tour gehen, auf das Surettahorn: der westlichste 3.000er Gipfel der Ostalpen.

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Piz Tambo (links) und Guggernühl (rechts) bieten sich für weitere Touren an

Der Anstieg auf eine erste Höhe von ca. 1.850 m verlief wie am Tag zuvor. Im Unterschied ging es aber heute beständig gegen Süden weiter, in Hanglage über windgepresste Schneefelder, und bereits in der Wärme der Morgensonne.

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Aufstieg auf windgepresstem Schnee

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Das Surettahorn (ganz rechts) in Sichtweite, dazwischen die Schwarzhörner

Nun waren mehrere kurze Steigungen waren zu überwinden, aber technisch nichts Schwieriges. Es ging an den Schwarzhörnern vorbei zum Schwarzhorngletscher (beginnt bei ca. 2.600 m Seehöhe) und dann nicht mehr weit über einen Bogen zum Surettajoch (2.850 m), gleichzeitig unser Skidepot. Von hier ging es zu Fuß weiter. Wir mussten über den Ostgrat (zu beginn etwas südlich davon, später direkt darüber) zum Gipfel aufsteigen. Manche Schneehänge hatten rund 40° Hangneigung, da waren wir auch wegen der Schneeverhältnisse (hin und wieder sehr hart und eisig, dann wieder sehr weich und nachgebend) um Pickel und Steigeisen froh.

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Der Ostgrat des Surettahorns

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Im steilen Hang hinauf

Der Gipfel (3.027 m) bot einen traumhaften Rundumblick über die Landesgrenze nach Italien. Windstille, Sonnenschein, feine Temperaturen. Was will man mehr? Beate wollte doch eher schnell wieder runter, also bewegten wir uns vorsichtig hinab wieder zum Skidepot.

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Blick vom Gipfel gegen die Ostalpen

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Blick nach Süden, der Lago di Monte Spluga in der Bildmitte deutlich zu erkennen

Die Abfahrt war besonders im oberen Teil sehr angenehm und pulvrig, im unteren Teil harschig und mühsam. In allem ein sehr schöner Tagesausflug mit ca. 1.600 Höhenmeter Anstieg. Insgesamt sollte man mit Gratbegehung und Abfahrt gute 6 Stunden einplanen.

Nachmittagstour aufs Mittaghorn

Das verkürzte Wochenende mit einer Tour auf den Alvier musste dringend nachgeholt werden. Beate hatte zwar 28 Stunden Dienst, aber drei Stunden Schlaf + 1 Stunde im Auto mussten für sie reichen. Ihre Laune wurde bestens, als sie in Splügen aufwachte: Sonnenschein mit Wolken im Wechselspiel.

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Das Schollenhorn (Bildmitte) auf der anderen Talseite und oberhalb von Splügen

Von der Talstation der Splügen-Piz Tomba Lifte (ca. 1.450 m) stiegen wir zunächst östlich der Splügen-Pass-Straße durch einen Wald in Serpentinen mäßig steil hindurch. Nun drehte die Route gegen Osten und zur Oberen Razünscherhütte (2.062 m). Von hier geht es ein wenig unübersichtlich zwischen kleinen Anhöhen und Mini-Steilstufen zum Oberen Surettasee (2.193 m). Jetzt noch ein paar leichte Querungen bei recht eisigen Schneeverhältnissen, und schon sieht man den recht unspektakulären Gipfel. Nach insgesamt drei Stunden ist man ohne große Schwierigkeiten am Mittaghorn (2.506 m).

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Der eingeschneite Surettasee mit Häuschen (rechts)

Die Abfahrt war im oberen Teil bis zu den Surettaseen recht anständig. Von dort querten wir allerdings gegen Südwesten, um über freie, aber harschige Hänge die eisige schmale Piste durch den Wald zu vermeiden. Dieses Teilstück war sicherlich der anstrengendste Teil der Tour. In der Talsohle trifft man auf die Splügen-Passstraße und gelangt auf dieser bis zur Talstation der Splügenbahn zurück.

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Am Gipfel des Mittaghorn

Nun gab es nur noch eins: wir quartierten uns in den günstigen Zimmern der Dependence des doch eher luxuriösen Hotel Bodenhaus, hatten Frühstücksbuffet, zuvorkommende Bedienung, Hallenbad, Sauna und Kaminzimmer aber inkludiert! Noch ein Käsefondue zum Abend, und schon war der Tag perfekt. Und die Vorbereitung auf den zweiten Tag in Splügen lief: die Tourplanung für das Surettahorn.

Sonnenschein pur am Piz Scalotta

Nach einer erholenden Nacht in Bivio (am Vortag die Tour zum Motta da Sett) standen wir nicht allzu früh wieder in der Aufstiegsspur. Gegen Südwesten folgten wir dem Valletta da Beiva (Ausgangspunkt 1750 m), einem tiefeingeschnittenen Tal um den Crap da Radons (2.365 m) herum. Die Spur war schon angelegt und der Weg durch die natürliche Topographie einfach zu finden. Recht viele Schneeschuhwanderer zertrampelten leider auch zahlreiche freie Hänge – warum die nicht auch in einer Spur laufen können?

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Wunderbarer Tag am Piz Scalotta (Bildmitte am linken Ende der Felsenkette)

Ein erstes Plateau (auf ca. 2.300 m) erreicht man gegen Norden, wenn man den Übergang ins Val Gronda sucht. Von hier geht es beständig gegen Westen. Dabei versucht man, nicht abzufahren, sondern die Höhe ins Tal zu halten und möglichst spät mit der Aufstiegsspur, die von Stalveder heraufkommt, zusammenzutreffen. Etwas westlich von Punkt 2643 haben wir auch Aufstiegsspuren auf den Piz Surparé entdeckt. Gegen Talschluss sind ein-zwei Spitzkehren notwendig, dann noch eine “S-Kurve” gegen den Felsgrat und schon ist man nach gut 3 Stunden auf dem Piz Scalotta (2.992 m) angelangt. Auf der anderen Seite wartet schon das Avers-Tal.

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Blick zum Julierpass

Die Aussicht (z.B. zum Piz Mitgel) und die Spitze teilten wir uns nicht allzu lange mit einem älteren Paar aus Mailand, wir wollten die Abfahrt testen. Der Schnee ist allerdings auch hier und in dieser Höhe etwas rar geworden, die Schneedecke betrug zeitweise nur wenige Zentimeter. Überraschenderweise hatten wir aber eine feine Abfahrt, wenn auch im unteren Teil der Schnee gegen Mittag schon faul wurde. Kein Wunder aber, wir hatten an diesem Tag Sonne pur und liefen kurzärmlig auf den Gipfel.

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Überraschend gute Verhältnisse bei der Abfahrt

Nachmittagstour auf den Motta da Sett

Nach meiner nächtlichen Rückkehr vom Arbeitsplatz Wien und fast drei Wochen Castillia y Leon musste “natürlich” ein Skiwochenende auf dem Programm stehen. Es ging nach Bivio, das wir von vielen früheren Aktivitäten her kannten, und als Nachmittagstour bot sich eine Erhebung südlich des Septimerpasses an: Motta da Sett (2.637 m).

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Die Tour zieht sich… rechts hinten der Piz Turba, in der Mitte als Schneekuppe der Motta da Sett

Von der Talstation des Schlepplifts südlich von Bivio (1.821 m) ging es ins Tgavretga hinein, bei recht schönem Wetter. Der Roccabella (2.727 m) glänzte zu unserer Linken, der Piz Turba in weiter Entfernung zu unserer Rechten (3.018 m). Der eher flache Anstieg zieht sich zeitweise ganz schön, erst am Plang Camfer geht’s ein bißchen steiler hinauf. Kurz vor dem Pass Lunghin bogen wir gegen Westen ab und stiegen über einen breiten Rücken auf den Motta da Sett.

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Am Motta da Sett

Der Berg ist unschwierig zu nehmen und für einen Nachmittag gerade gut genug. Eine skitechnisch schwierigere Alternative wäre der Piz Grevasalvas, den ich mir auf meiner Liste notiert habe.

Schneesturm am Vilan

Unser zweiter Versuch zum Vilan (letztes Jahr mussten wir aufgrund einer gebrochenen Bindung umdrehen) war wieder mit allerlei Schwierigkeiten behaftet. Alles lief fein (Orientierung, Spurarbeit, Schneelage) von Seewis (947 m) bis zur Alpe Sadreinegg (1.827 m). Dann aber kam der angekündigte heftige Wind, Schnee mischte sich bei, und schon hatten wir innerhalb von wenigen Minuten null Sicht, Windböen und einen abgeblasenen Grat. Rund 150 Höhenmeter unter dem Gipfel machten wir kehrt – die Sicht für die folgende Abfahrt wurde immer schlechter, der gesamte Grat war nun in dichten Wolken.

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noch ist die Sicht gut

Den Grat abzufahren war aufgrund der Lichtverhältnisse heikel, hin und wieder fielen wir 1-2 m zur Nordseiten in leichte Schneeverwehungen und mussten uns mühsam herausbewegen. Erst ab ca. 2.000 m wurde die Sicht wieder besser, und sobald wir den Grat verlassen hatten, war auch der Wind kaum mehr zu spüren. Die Abfahrt wurde nun zum Traum – steile Pulverhänge mit vielen Buckeln und Schlägen, ideal für forsches Tiefschneefahren.

Im Prättigau warten noch viele Touren auf uns – vor allem im Süden wollen wir uns das eine oder andere Gelände wie letztes Jahr am Glattwang anschauen.

Radrunde Chur-Lenzerheide-Davos

Am Samstag hatten wir mit der Radtour um den Vorderrhein Lust auf mehr Rennrad bekommen und starteten von Grüsch (638 m) im Prättigau mit den Rädern zunächst Richtung Landquart und Chur. Grüsch war letztes Jahr schon Ausgangspunkt einer Mountainbiketour um den Vilan gewesen.

Von Chur führte der erste lange Anstieg über mehrere Dörfer bis zum höchsten Punkt Valbella (1.547 m) zur Lenzerheide. Der Heidsee war eine leere, grauslige Schlammwüste. Wir folgten der Hauptstrasse nun im steilen Schuss über Lantsch nach Brienz. Diesen Streckenabschnitt kannten wir von einer früheren Graubünden-Rundfahrt mit den Mountainbikes – damals aber in die genau umgekehrte Richtung.

Schmitten

Kirche von Schmitten

Von hier folgte der lange und durch flache Streckenabschnitte und kurze Abfahrten unterbrochene Aufstieg Richtung Davos Stadt. Das Wetter wurde zunehmend unfreundlicher, es fing leicht zu regnen an, daran änderte auch die Durchfahrt eines mehreren Kilometer langen Tunnels nichts. Alvaneu, Schmitten, Wiesen, Glaris und schließlich Davos hießen hier die einzelnen Stationen eines schönen, nicht allzu verkehrsreichen Weges.

In Davos gab es eine kurze Jause-Pause, bevor wir die nicht allzu hübsche Stadt hinter uns ließen, den Aufstieg auf den Wolfgangpass (1.690 m) bewältigten und dann die lange Abfahrt nach Klosters unternahmen. Zumindest den Bahnhof von Klosters war uns von einer früheren Skitour noch gut in Erinnerung. Jetzt hieß es, die letzten Kilometer über Küblis und Fideris nach Grüsch abzuspulen.

Eine schöne Runde (rund 115 km, 2.350 Höhenmeter), die besonders am Sonntag empfehlenswert ist, wenn kein LKW-Verkehr herrscht.

Radrunde Graubünden

Unsere Sonntagsrunde: Grüsch-Chur-Lenzerheide-Davos-Klosters-Grüsch

Radausflug um den Vorderrhein

Nach der vormittäglichen Skitour zum Piz Campagnung ging es über Tiefencastel wieder retour nach Bonaduz zu unserem beliebten Stellplatz – und einer angenehmen Mittagspause. An so einem warmen und schönen Tag wollten wir noch mehr, und unsere Rennräder warteten schon seit Tagen, endlich vom Hinterteil des Büssle befreit zu werden.

Ilanz

Haus in Ilanz

Die ca. 48km-Runde startete von Bonaduz (655 m) und führte über Reichenau hinauf nach Flims (1.081 m), das wir schon vom Klettersteig Pinut her kannten. Der Verkehr war doch ziemlich heftig, aber ab Laax beruhigte sich das Ganze ein wenig, vor allem weil wir inder Abfahrt fast nicht mehr überholt wurden. Der Wendepunkt der Runde bildete Ilanz, ein Städtchen direkt am Vorderrhein.

Beate in einem Flachstück

Beate’ Radstudie

Von Ilanz (698 m) ging es über Valendas (810 m) am südlichen Rheinufer wieder in die Höhe. Höchster Punkt der Rückfahrt bildete Versam (908 m), welches wir auch schon von unserer Mountainbike-Tour ins Safiental “bestiegen” haben. Es folgt eine steile Abfahrt und interessante Tunnels, bis man wieder in Bonaduz ankommt. Eine feine Nachmittagsrunde!

Über der Rheinschlucht

Abfahrt oberhalb der Rheinschlucht

Am nächsten Tag wollten wir noch mehr davon – eine Radrunde über die Lenzerheide und Davos.

Piz Campagnung – heiß und sonnig

Eine unserer letzten Touren dieses Winters wird wohl der Piz Campagnung (2.826 m) gewesen sein. Am Freitag noch am Piz Turba, hofften wir auf Wetterbesserung am Julierpass.

Richtung Crappa da Torcf

Aufstieg zum Crappa da Tocf

Trotz des recht frühen Startes vom Übernachtungsplatz am Marmorera-See fanden wir den Parkplatz unterhalb des Julierpass-Hospiz schon gut gefüllt. Die Skitourengeher verteilten sich aber sehr rasch auf die zahlreichen Gipfel, und wir stiegen wie schon vor zwei Wochen bei unserer Tour zum Piz d’Agnel und Tschima da Flix über das Val d’Agnel hoch.

Ungefähr auf Höhe des Corn Alv bogen wir aber gegen Westen ab und umrundeten den Piz Bardella auf unserem Weg zum Vorgipfel des Piz Neir, dem Crappa da Tocf (2.860 m). Kurz unterhalb befindet sich das Skidepot zum Aufstieg des Piz Neir. Das bleiben wir aber aufgrund der Zeit sein und fuhren zu einem kleinen Sattel ab, um mit dem Aufstieg zum Piz Campagnung zu beginnen. Diesen erreichten wir bald, machten auch keine großartige Pause, sondern wollten durch das Tal wieder schnell nach unten. Die Sonne war doch schon sehr warm, und der Schnee während der Abfahrt bereits richtig schwer.

Blick zum Piz Neir

Blick vom Piz Campagnung zum Piz Neir

Trotz unserer frühen Rückkehr um ca. 11.00 hatten wir schon eine große Nassschneelawine verpasst – sie hatte sich von den Hängen des Piz Bardella gelöst und hatte mit rund 80 m Breite und einer Länge von mehreren hundert Metern nicht gerade kleine Ausmaße. Sie überlagerte die Aufstiegsspur rund 70 bis 100 cm hoch und staute sich im Bachbett meterhoch. Und trotzdem stiegen einige Tourengeher um diese Zeit noch – hinauf!

Grundlawine vom Piz Bardella

Die recht große Nassschneelawine vom Piz Bardella

Als nächstes ging es nach Bonaduz retour – wir hatten noch eine Radtour um den Vorderrhein nach Ilanz geplant.