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Gerade noch rechtzeitig: Steingässler

Die angekündigte Warmwetterfront mit Föhn kündigte sich schon auf der Hinfahrt an, das Auto wurde nur so von Windböen geschüttelt. Als wir in Boden (780 m) bei Vermol / Nähe Mels-Sargans ausstiegen, war es aber immer noch recht kühl. Gut so, denn der Schnee fühlte sich hier schon vom Start weg fein weich und pulvrig an.

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Die Churfürsten im Morgenlicht

Der Aufstieg folgte zunächst der Straße, hinauf nach Weissenstein (1.030 m), dann über freie Hänge zum Skihaus Schwarzenberg (1.343m). Von hier aus ging es mehr oder weniger flach zum Mädems Vorsäss (wo wir einen kleinen Abzweiger zum Punkt 1877  machten um eine 300 Hm  Pulverabfahrt dazwischen einzubauen). Hier sah man zum ersten Mal, was der Südwestwind der letzten Tage alles abgeblasen hatte – z.B. die Nordflanke des Hühnerchopf war fast blank. Dem Alpweg folgend erreicht man recht schnell das Mädems Hintersäss, schön in einem Talabschluss gelegen. Nun ging es hinauf zur Schlüsselstelle, um eine Steilwand zu überwinden. Die Hangquerung kann bei schlechten Schneeverhältnissen nicht ungefährlich sein. Einmal überwunden, kletterten wir hoch zur Chammhüttli (2.041 m), um dann die letzten Meter des Gipfelhanges im prächtigen Sonnenschein zu bewältigen. Die Aussicht vom Steingässler (2.251 m) war prächtig und bot Blicke hinüber zu den Churfirsten, zur Alviergruppe (Alvier, oder mit unserem gestrigen Gipfel – Gonzen) und  zu den (restlichen) Glarner Alpen, die sich nun als nächste Tourenziele anboten.

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Die Schlüsselpassage zum Steingässler

Das Highlight der letzten Tourentage (Gütle, Vilan, Gonzen) war stets die Abfahrt gewesen. Heute war es trotz Wetterumschwung nicht anders – die Sicht bestens, der Pulver noch vorhanden, wenn auch eine Spur schwerer. Wir hatten viele steile Hänge zu meistern – es war ein Riesenspaß, und die Oberschenkel brannten so richtig! In Summe hatten wir endlich einen längeren Ausflug hinter uns, rund 1.800 Höhenmeter und ebenso viel Tiefschneeabfahrt. Im Gasthaus Bergheim konnten wir uns dann kurz bei Kaffee und Rivela erholen und der netten Wirtin noch für den Parkplatz danken.